Schrieb beleidigende Postings auf Facebook - Troll wird nach Fernsehbeitrag selbst "getrollt"
Trolle sind der Schandfleck jedes Internetforums. In scheinbarer Anonymität schimpfen sie über alles und jeden und machen oft auch vor Toten nicht halt. derStandard.at hat wegen ihnen sogar die Kommentarfunktion bei Todesnachrichten geschlossen. Die BBC hat für die Reportage-Reihe Panorama einen Troll ausgeforscht und ihn in Cardiff (Wales) besucht.
"Fuck 'em"
Unter dem Namen Nimrod Severn hat er auf Facebook bei mehreren Gedenkseiten für Verstorbene beleidigende, rassistische und teilweise illegale Postings geschrieben. Auf die Frage, ob er denn daran denke, was seine Aussagen bei den Betroffenen auslösen, antwortete der Troll: "Yeah." Was er von ihnen halte, wollte BBC-Reporter Declan Lawn von ihm wissen. "Fuck 'em", war die Antwort. Facebook sei ein offenes Forum, meinte Severn, dort könne er posten, was er will.
Der "getrollte" Troll
Nach der Ausstrahlung der Sendung wurde auf Facebook eine Gruppe gegründet, auf der die Nutzer den Troll "trollen". Es wird sogar versucht, anhand der Filmaufnahmen herauszufinden, wo Nimrod Severn wohnt. Ob die Reaktionen angemessen sind, ist zu bezweifeln. (soc)
In den derstandard.at-Foren gibt es doch auch unzählige Trolle.
Da wären mal der "beim Standard sind doch nur linkslinke Gutmenschen"-Troll und der "der Artikel geht mir nicht weit genug, weiter so und wir haben bald eine rechte Diktatur"-Troll, dann natürlich der "Google ist böse"-Troll und der "Apple ist böse"-Troll, nicht zu vergessen der "RB Salzburg ist nur Kommerz"-Troll und der "Rapid sind nur Proleten"-Troll.
Diese Liste hat keinen Anspruch auf Vollständigkeit...
seit meinem ersten Tag vor Jahren im online Standard geht mir diese Person wohin.
Glaube ja es sind mehrere unter dem selben Nick; einmal kann er nämlich Deutsch schreiben, ein anderes Mal ist es unlesbar. Der Inhalt und die Richtung beider Versionen ist aber meist ziemlich identisch.
Für alle die hier Posten: Die Trolle sitzen bei uns in den Redaktionen. Kleinformatige Zeitungen schweren sich nicht um Ethik bei uns. Ein Beispiel war die krüzlich verstorbene Ella in Salzburg. Ein Reporter trieb sich auf der Trauerfeier herum und wollte die Jugendlichen aushorchen. Es wurde die trauernde Familie mit Anrufen der Zeitung belästigt und sogar nach dem Tagebuch der Verstorbenen gefragt. Der Tod dieses Kinds wurde 3-Seitig "ausgeschlachtet"!
Die Familie bzw. deren Freunde schrieb das in einem Leserbrief in der SN. DAS finde ich beschämender als ein einzelner Troll.
"Troll" - Was soll das? Das ganz besonders hohle an "neuen" Begriffen ist, wie schnell sie sich festsetzen
Beispiele: "Arabischer Frühling", als wenn dort nur Araber leben würden, "Trojaner" wurden von Griechen entsorgt, "Lemminge" machen nur bei Disney Selbstmord, "Location" ist ein Drehort oder z.z. ganz besonders bekloppt, neben "liefern": "Am Ende des Tages" - natürlich eine schlechte Übersetzung. Zwischenzeitlich schien sich sogar "MFG" in seine ursprüngliche Bedeutung zu drehen, aber richtig lustig war, als irgendwelche Dialekt sprechenden Kölner das lecker Wörtchen "Funz" umfunzten.
"Troll" ist ein total unpräzises und bescheuertes Wort und wird genau deshalb als Totschlag gegen jeden, der einem nicht passt, benutzt.
"Am Ende des Tages" ist wirklich hart, "nicht wirklich" ist auch doof, ein "eigentlich nicht" tät's auch; das "scheinbar" statt "anscheinend" geht mir auch auf die Nerven.
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