Piraterie in Somalia kostet Wirtschaft Milliarden

9. Februar 2012, 08:57

Lösegeld, schnellere Schiffe, Sicherheitspersonal

London - Piraterie in Somalia kostet die Weltwirtschaft einer Studie zufolge jährlich rund sieben Milliarden Dollar. Wegen der Überfälle seien Reedereien gezwungen, schnellere Schiffe einzusetzen, die längere Strecken bei höheren Geschwindigkeiten bewältigten, hieß es in einem Bericht der Organisation "One Earth Future".

Es habe sich gezeigt, dass Schiffe, die mit mehr als 18 Knoten (etwa 33 Kilometer pro Stunde) fahren, Kaperungen entkommen konnten. Außerdem wurde für die Fahrten im Indischen Ozean und im Golf von Aden zusätzliches Sicherheitspersonal eingestellt, was ebenfalls die Kosten nach oben trieb. Von den sieben Milliarden Dollar gaben Regierungen mindestens 1,3 Milliarden Dollar aus, um das Problem in den Griff zu bekommen. 5,5 Milliarden Dollar übernahmen Reedereien.

Dem Bericht zufolge wurden 160 Millionen Dollar an Lösegeld bezahlt. Dabei stieg die durchschnittliche Summe für ein Schiff im vergangenen Jahr auf fünf Millionen von zuvor vier Millionen Dollar. (APA/Reuters)

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24 Postings
Meklon von Andromeda
 
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Die Wirtschaft hat ganz sicher keinen Verlust. Die Kosten werden ohnehin 1:1 an den Endverbraucher bzw. an den Steuerzahler weitergegeben.

Ganz im Gegenteil: durch die Piraterie erlebt die Wirtschaft einen beträchtlichen Boost.

mike sierra
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Ja super.
Und mehr Treibstoff, also Erdöl, wird auch verbraucht, damit die Schiffe schnell genug sind.

Marlon62
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Sollen die Konzerne direkt in Europa produzieren,

anstatt die Waren quer über den Globus zu schippern, nur um höhere Gewinne zu erzielen, während die Arbeitslosigkeit in Europa ständig steigt.
Würden die EU-Hirnis auch 5€ je Tonne und gefahrenen Kilometer an Umweltabgaben verlangen, hätten die Unternehmer das Problem des Verlustes durch Piraterie gar nicht. Sie würden nämlich dort produzieren lassen, wo die Waren benötigt und daher verkauft werden.

der schwitzbär der schwitzt sehr
01
Lösegeld ver-10-fachen

160 Millionen Lösegeld
x 10
---------------------
1,6 Milliarden Lösegeld => spart 7 Milliarden Kosten

statt "Lösegeld" => "Fischgrundzerstörungsentschädigung" nennen

un homem
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Ansichtssache

Welcher Wirtschaft kostet das Milliarden? Die Schiffsbauer und die Sicherheitsbranche dürfen sich wohl um Milliardenzuwächse freuen oder? Mal abgesehen von den 160 Mio. für die Piraten wird ja nur von einem Wirtschaftszweig in einen anderen umgeschichtet. Also ein Schiffsbauer würde wohl schreiben "Piraterie bringt Milliarden".

prusiner
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eventuell

könnte man ein paar langsam fahrende Hilfskreuzer herumschippern lassen; die wären vielleicht hilfreicher als von weitem erkennbare Kriegsschiffe

http://de.wikipedia.org/wiki/Hilfskreuzer

Chris Sun
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Link zur Studie?

was ich immer schon sagen wollte ...
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was ... laecherliche 7 milliarden? oesterreich hat in den letzten 4 5 jahren mehr fuer bankenrettungen ausgegeben ...

... und wird in den kommenden jahren noch einige milliarden nachlegen duerfen.

...

TrifterSepp
 
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Wo habens diese Zahl her? 7 Mrd ist doch etwas hochgegriffen.

Makro 24/7
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Arrrrrrrrrrrgh. Pirates!

Marquis de Sade
 
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1,3mrd??? Um das Geld kann man ja dort mit einem Zerstörer und einer Fregatte/LCS auf und ab kreuzen. Und dann will ich die Piratentruppe sehen, die auf einen Zerstörer losgeht. Wenn schon ein mit schweren MGs bewaffnetes Schiff für Piraten oft keine lohnende weil zu gefährliche Beute ist, möchte ich mal wissen, was ein Zerstörer mit einer 76mm oder 120mm Kanone schon auf 10sm mit so einem Piratenschiff anfängt. Und "davonfahren" wird dann auch nix. Und moderne Fregatten/LCS mit Geschwindigkeiten von mehr als 40kn sind überhaupt gleich überall. 57mm + Raketenwerfer und fertig.

Und wenn es alte ausgediente Zerstörer sind, kosten die vielleicht 250 - 400mio und sind den Piraten immer noch ums Zigfache überlegen. Man muss nur wollen.

mike sierra
01

Um das Geld könnte man die griechische Marine hinschicken und müsste nicht über 300 Mio diskutieren.
;)

James131
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Wie waere es einfach mal echte entwicklungshilfe ... also hilfe zur selbsthilfe und senkung der importsteuern der EU fuer produke von dort?
Dann muesste auch kein binnenland wie .at ein messig sinnvolles kriegsschiff in eine region schicken, die es rein technisch gar nicht beherrschen kann um reine wirtschaftsinteressen zu schuetzen?

mike sierra
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Die Warlords in Somalia haben gar kein Interesse an Entwicklungshilfe.
Ihr Geschäftsmodell Piraterie und Erpressung funktioniert super. Allgemeiner Wohlstand würde ihre Gewinne sinken lassen: weniger billige Arbeitskräfte, Gefahr durch einen starken Staat, ...

Whateverman
01

die küste somalias ist in etwa so lang wie von hamburg nach sizilien... wie wollen sie das mit schiffen, geschweige denn mit einem zerstörer überwachen???

Marquis de Sade
 
00

also drei etwas ältere Zerstörer und ein paar kleinere Boote kosten genausoviel und würden die Lage deutlich sicherer machen. 100% Deckung wird es nicht geben, schon klar. Aber auch Piraterie ist ein "Geschäft", in der Risiko kalkuliert wird. Und wenn sich das nicht mehr auszahlt, ist es gut. Da auf einem Zerstörer ja auch ein Helicopter Platz hat, ist man im Falle eines Notrufes auch binnen 2 Stunden an die 400km weit unterwegs und hat bestensfalls 2 Raketen gegen leichte Ziele mit.

Und ja, das ist eine Bekämpfung der Symptome, nicht der Ursache. Leider muss man aber hier anfangen.

Schlappstruller
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14.3.2012, 23:33
machen doch die Amis da bereits

nukularteilchen
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Mann könnte die Milliarden auch in Somalia investieren das es dort Arbeit gäbe.

Stattdessen rüstet man auf und Europa darf sich um Flüchtlinge kümmern für die es eigendlich kaum eine Möglichkeit gibt eine Existenx auf zu bauen.

Der Kluge
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Wie naiv kann man sein?
Piraterie ist ein gutes Geschäft, angesicht von Bevölkerungsexplosion und Krieg wird man da keine legale Konkurrenz aufbauen können.
Übrigens wirft man Coca Cola Ausbeuterei vor, eben weil sie aus gutmenschlichen Gründen in Somalia investiert haben.

Europa pulvert da schon genug rein. Ein sehr großer Anteil der Transfers von Ausland-Somaliern landet übrigens bei Al-Shabab. Sehr viel effizienter wäre es, nach einer Geiselnahme, damit zu drohen Hilfe abzuziehen. Außerdem sollten sich die reichen (arabische halbinsel) Nachbarländer darum kümmern und nicht Europa.

Herzerzog Johann
01

Man könnte das Geld genausogut verbrennen.

Sun Zi der II
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Als ich 18 war hab ich auch gedacht so ginge es...

...die Welt ist böse und keiner hilf dem armen Afrikanern, mit 27 habe ich aber den Verdacht die wollen sich nicht helfen lassen und sind selber unfähig was zu verbessern. So what? ich hab den Kontinent mit Ende 27 abgeschrieben. Wie alt sind sie? 18?

musikuss
03
Wem willst Du das Geld geben?

Den Piraten? (denn das sind die wahren Arbeitgeber dort.)
Oder der offiziellen Regierung, die in der Hauptstadt eingeschlossen ist, aber sonst nichts zu sagen hat im Land?
Oder den Islamisten, die nicht einmal Hilfslieferungen des Roten Kreuzes akzeptieren, selbst während der Hungersnot nicht?
Alles nicht ganz so einfach, wie man sich das wünschen würde...

sentvromeieifon
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Das versucht man doch seit Jahrzehnten schon

in ganz Afrika. Ausser Spesen nix gewesen.

el jefe1
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stimmt,

aber dann kommen wieder die bösen NGO`s, Spendensammler, Sternsinger usw und machen dann Alles wieder kaputt.....

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