Lösegeld, schnellere Schiffe, Sicherheitspersonal
London - Piraterie in Somalia kostet die Weltwirtschaft einer
Studie zufolge jährlich rund sieben Milliarden Dollar. Wegen der Überfälle seien
Reedereien gezwungen, schnellere Schiffe einzusetzen, die längere Strecken bei
höheren Geschwindigkeiten bewältigten, hieß es in einem Bericht der Organisation
"One Earth Future".
Es habe sich gezeigt, dass Schiffe, die mit mehr als 18 Knoten (etwa 33
Kilometer pro Stunde) fahren, Kaperungen entkommen konnten. Außerdem wurde für
die Fahrten im Indischen Ozean und im Golf von Aden zusätzliches
Sicherheitspersonal eingestellt, was ebenfalls die Kosten nach oben trieb. Von
den sieben Milliarden Dollar gaben Regierungen mindestens 1,3 Milliarden Dollar
aus, um das Problem in den Griff zu bekommen. 5,5 Milliarden Dollar übernahmen
Reedereien.
Dem Bericht zufolge wurden 160 Millionen Dollar an Lösegeld bezahlt. Dabei
stieg die durchschnittliche Summe für ein Schiff im vergangenen Jahr auf fünf
Millionen von zuvor vier Millionen Dollar. (APA/Reuters)