Nach langer Funkstille

Schlecker geht auf Wiener Schmeicheltour

Regina Bruckner, 8. Februar 2012, 14:05
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    Österreich-Vertriebsgeschäftsführer Andreas Kozik, der Sohn des Gründers der insolventen deutschen Drogeriekette Schlecker, Lars Schlecker, COO Thorsten Rusch und Helmut Kampenhuber, Prokurist Österreich: Am Mittwoch trat man an, um alle Sorgen zu zerstreuen.

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    Karg, wenig schmuck, etwas versteckt im Keller eines Wiener Hotels, das war am Mittwoch der Rahmen für das Pressegespräch.

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    Lars Schlecker: "Wer unsere Familie kennt, weiß, wir sind kämpferisch." Schlecker will sich nicht von den Auslandstöchtern trennen, um die notwendige Restrukturierung zu stemmen. "Im Ausland liegen die größten Wachstumschancen von Schlecker."

Auch wenn die Deutschland-Mutter mit hohen Summen bei Schlecker Österreich in der Kreide steht, soll es hierzulande nur noch aufwärts gehen

Wien - "For you, vor Ort", daran soll sich in Österreich nichts Grundlegendes ändern. Unter riesigem Medienandrang hat das Österreich-Management gemeinsam mit Lars Schlecker, Sohn des deutschen Drogerieunternehmers Anton Schlecker, am Mittwoch nach langer Funkstille in Wien die Lage von Schlecker Österreich erklärt. Man sei ohne den Insolvenzverwalter nach Wien gereist, aus gutem Grund, wie mehrfach betont wurde. Die Österreich-Tochter sei "definitiv nicht vom deutschen Insolvenzverfahren betroffen", so Schlecker-Finanzchef Thorsten Rusch.

Hier galt es, viele Zweifel daran auszuräumen, dass Schlecker Österreich ein vergleichbares Schicksal wie Quelle Österreich und Don Gil ereilen könnte. Branchenkennern drängten sich dieser Tage nicht ohne Grund solche Vergleiche auf. Beide Unbernehmen galten in Österreich als profitabel. Beide wurden von ihren maroden Mutterfirmen aufgrund der engen finanziellen Verflechtung mit in den Konkurs gerissen. Davon wollte die Schlecker-Management-Riege am Mittwoch nichts wissen. Schlecker Österreich sei "sehr gut unterwegs", 2011 ein "eindeutig siebenstelliges positives Betriebsergebnis, auch operativ", erzielt worden. 2011 setzte die Drogeriekette hierzulande über 300 Millionen Euro um. 2012 werde eine "geringe Zahl im unteren zweistelligen Bereich" erwartet. Auch die Länder, die an Österreich hängen - das sind Luxemburg, Belgien, Polen und Italien -, erwirtschaften positive Beträge, so Rusch.

Bei der Tochter in der Kreide

Autark von der Mutter - aber auch überlebensfähig ohne Mutter? Dieser Frage begegnet Thorsten Rusch diplomatisch: Ohne deutsche Mutter - auf dieses Szenario lässt er sich gar nicht erst ein. Woher das Geld für Österreich kommen soll? "Die komplette Liquidität kommt aus Österreich", betont Rusch. Was die hohen Forderungen von knapp über 100 Millionen Euro (in etwa so hoch wie das gesamte Eigenkapital) an die deutsche Mutter betrifft, sei man felsenfest davon überzeugt, dass auch Deutschland sanierungsfähig sei. Die Tochter sei derzeit Gläubiger und diese Summe bis auf Weiteres "eingefroren".

Nahezu 20 Prozent der Lieferanten sind Schlecker Österreich abgesprungen, bei den verbliebenen Lieferanten seien die Lieferbedingungen aber unverändert geblieben. Nach anfänglichen Schwierigkeiten unmittelbar nach Anmeldung der Insolvenz der Mutter am 23. Jänner sei die Österreich-Tochter jetzt in der Lage, den Regelbetrieb wieder hochzufahren.

Warum Österreich funktioniert

Warum funktioniert in Österreich, was in Deutschland nicht funktioniert? Diese Frage beantwortet Lars Schlecker kurz und bündig: "Weil man hier früher mit der Restrukturierung angefangen hat." Diese soll auch heuer zielstrebig fortgesetzt werden. Rund 20.000 bis 30.000 Euro kostet der Umbau einer Filiale, führt Österreich-Manager Helmut Kampenhuber aus. Eine niedrige zweistellige Zahl der insgesamt 930 Filialen in Österreich wird der weiteren Restrukturierung zum Opfer fallen, unter dem Motto "Schneiden und wachsen", wie Lars Schlecker ergänzt. Die Mitarbeiterzahl soll am Ende des Umbaus mit 2.955 in etwa gleich bleiben.

Und auch bei der vielfach in der Kritik stehenden Unternehmenskultur soll in Hinkunft alles besser werden - so es diesbezüglich überhaupt noch Potenzial gibt. Die Frage "Wollen Sie netter werden" kommentiert der künftige Schlecker-Chef so: Offene Kommunikation, neue Führungsgrundsätze, vorbildliche Tarifverträge - es habe sich schon viel geändert. Die familiäre Gefühlswelt beschreibt Lars Schlecker mit Zuversicht: "Wer unsere Familie kennt, weiß, wir sind kämpferisch. Wir geben alles. Wir sind topmotiviert." Wenn alles positiv verlaufe, würden er und Schwester Maike das Ruder noch in diesem Sommer übernehmen.

Die privaten Vermögensverhältnisse der Familie beschreibt der Schlecker-Sohn so: Unternehmensgründer Anton Schlecker habe in Summe dreistellige Millionenbeträge in die Drogeriekette investiert, um die Verluste aufzufangen. "Meine Schwester und ich haben auch einen Großteil unseres Vermögens ins Unternehmen gesteckt. Wäre noch ein signifikantes Vermögen vorhanden, dann säßen wir nicht hier. Aber wir wollen nicht jammern, wir kommen zurecht." In Deutschland wird jetzt händeringend nach einem Mitgesellschafter gesucht, um das Überleben des Unternehmens zu sichern. (derStandard.at, 8.2.2011)

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zeichensetzer
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18.2.2012, 22:15

Fleischackersohn. Grob. Tiermörder.

GreenTwig
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15.2.2012, 16:29

Hat wohl seine Brille auch bei Schlecker gekauft.

Badwordsfilter
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Schlecker geht auf Wiener Schmeicheltour

besser als "schmeichler geht auf wiener schlecktour"

Grantscherben
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Wieso schaut der Heini so abgeschleckt aus!? *fg*

Badwordsfilter
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die frisur ist auch von schlecker. :)

carlito_brigante
06
immer wieder erfrischend

wie man sich mit noch so viel geld einfach keinen stil kaufen kann ;-)

Fränds
06

Solange er sich nicht von den menschenunwürdigen Geschäftspraktiken seines Vaters distanziert und dafür entschuldigt, kann er sich wieder nach Hause schleichen!

richard lewis
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schade dass das geld weg ist

dabei könnte man mit den neuen mindestlöhnen jetzt so schön in griechenland expandieren

Angelika70
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Der Mann ist eindeutig genetisch benachteiligt.

ebene600
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adrettes büscherl

falls das familiensilber wirklich weg ist wie er behauptet und die firma den bach runter geht, dann könnte er glatt bei der övp anheuern - zumidest im a-team strasser/grasser/schüssel

könnt mich aufregen wenn ich Zeit hätte
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http://www.rp-online.de/wirtschaf... -1.2320786
Das sind die Versprechen eines Milliardäres.

http://www.tagesspiegel.de/wirtschaf... 28668.html
So läuft die reale Welt ab.
Jetzt wo Deutsche Politiker verlangen er solle auch mit seinem Privatvermögen die Rettung der Kette unterstützen sinds Pleite.

Kassieren bis zum umfallen und den Arbeiter auf der strecke lassen. XXXPack.

Roter Baron
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ohja so sieht ein seriöser geschäfstmann aus

vokuhila, pomade, krankenkassabrille

Da hilft nur Lagavulin!
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Der sollte einmal in eine Fielmann Filiale gehen. Kann dort in jeder Hinsicht viel lernen :-)

Name entfallen
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Bruno Kreisky Gedenk Brille

Die hat er sich vermutlich extra für den Auftritt in Österreich ausgeborgt.

Tintenfaxi
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nicht mein fall

schlecker geschäfte waren mir immer unsymphatisch....

ebene600
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mit dem namen sollte man entweder einen eissalon aufmachen oder als rufknabe arbeiten

ich nicht
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schaut aus wie graf lobby nach 3 wochen fastenkur

the comedian
 
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lars schlecker

namen können strafen sein.....

Alexander Schmidt3
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gibt schlimmeres

Kannte mal einen der hieß "Axel Schweiß"!

s m s
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Hieße er ARmin oder A nton-R udolf wäre es dann besser ?

Der Große von Gegenüber
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wäre er Beamter und Amtsrat, dann wäre er AR Schlecker ...

ich nicht
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na immernoch besser als a.schlecker

the comedian
 
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aber schon teuflisch nahe......

Carlos Clementin
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Zum Glück sind wir in Österarm ..

Heimat bist Du großer Schlecker-Söhne und Schlecker-Töchterfilialen.

chmod777
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Bilderverwechslung? ist das nicht die Schaumburg-Lippe?

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