Konsumentenschützer

Sammelklage im Implantat-Skandal möglich

8. Februar 2012, 17:33
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    foto: lionel cironneau/ap/dapd

    Rund 200 Frauen in Österreich sollen Brustimplantate der Firma PIP eingesetzt bekommen haben, die mit Industriesilikon gefüllt sind und leichter platzen.

Haftpflichtversicherer von PIP könnte Schadenersatz und Schmerzensgeld zahlen

Wien - Der Skandal um fehlerhafte Silikonimplantate der französischen Firma Poly Implant Prothèse (PIP) beschäftigt international die Gerichte, vielleicht auch bald eines in Österreich. Das Konsumentenschutzministerium hat den Verein für Konsumenteninformation (VKI) damit beauftragt, die Fälle Betroffener zu sammeln und die Möglichkeiten für Schadenersatz und Schmerzensgeldforderungen zu prüfen.

Als "durchaus erfolgversprechend" bezeichnet Peter Kolba, Leiter der Rechtsabteilung des VKI, die Möglichkeit, Ansprüche bei der Haftpflichtversicherung der 2009 in Insolvenz gegangenen Firma PIP geltend zu machen. Dabei handelt es sich um die Allianz- Versicherung in Paris.

Bisher haben sich fünf Betroffene an den VKI gewandt. Der Verein ruft nun alle in Österreich lebenden Geschädigten dazu auf, sich zu melden - auch jene, die Eingriffe im Ausland durchführen ließen. Seit Mittwochmittag besteht die Möglichkeit, auf der Homepage des VKI seinen Fall kostenlos mittels Online-Fragebogen einzugeben. Das Konsumentenschutzministerium schätzt, dass rund 200 Frauen in Österreich mit Industriesilikon gefüllte Kissen von PIP, die leichter aufplatzen als hochwertige Implantate, eingesetzt bekamen. Bis auf acht Eingriffe erfolgten alle im Ausland.

Einer etwaigen Sammelklage in Österreich, die nach französischem Recht behandelt würde, könnten sich Frauen anschließen, die medizinisch indiziert PIP-Kissen entfernen ließen oder lassen.

Klagen erfolgversprechend

Dass man damit Erfolg haben könnte, zeigt der Fall einer Französin, die im Jänner von der Haftpflichtversicherung in einer einstweiligen gerichtlichen Entscheidung (nicht rechtskräftig) für einen Austausch ihrer Implantate 4000 Euro zugesprochen bekommen haben soll. Der VKI prüft zudem, ob oder wie man sich dem in Marseille anhängigen Verfahren gegen den PIP-Gründer und einen Manager anschließen könnte.

Betroffene, die den Arzt belangen wollen, der ihnen PIP-Kissen eingesetzt hat, müssen dies in Eigenregie tun. Eine Spanierin, die das tat, bekam am Dienstag von einem Gericht in Madrid 7500 Euro Entschädigung zugesprochen. Allerdings weist Kolba darauf hin, dass das Recht des Landes gilt, in dem der Eingriff erfolgte. Nach österreichischem Recht müsste ein Verschulden seitens des Arztes nachgewiesen werden - was dann der Fall sein könnte, wenn die Implantate 2010 oder später eingesetzt wurden, als vor deren Verwendung bereits gewarnt wurde. (Gudrun Springer, DER STANDARD, Printausgabe, 9.2.2012)

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10 Postings
Michael Richard
00
Brustvergrößerung duch Handauflegen!

Termine nach Vereinbarung.

miss chicken
02

Hat jemand eine Ahnung, wieviele Prozent der Silikonnutzerinnen das aus medizinischen Gründen (nach Brustamputation) tun,
und wieviele davon freiwillig einen Fake-Busen wählen, dafür zahlen und das Risiko einer OP tragen?

Angelika70
13

Es war zu lesen, dass etwa 1-3 % der OPs nach Amputationen gemacht werden.

Demnach sind 97-99 % der ausgestopften Frauen einfach nur de**ert.

karl radek1
00
Besonders die Dummen sind schutzbedürftig

Die Schuldigen sollen jedenfalls für die Kosten aufkommen, damit nicht letztlich die Versicherten die Kosten tragen müssen.

atomkraft neindanke
11

es ist egal, aus welchem Grund eine Frau sich entscheidet eine solche OP ausführen zu lassen, sie hat ein Recht darauf, dass das verwendete Material einwandfrei ist.
Auch wenn für mich eine Schönheits OP keine Option ist, habe ich dafür Verständnis, allerdings finde ich bedenklich, wenn solche OPs im TV ständig indirekt beworben (da verharmlost) werden.
Diese Sendungen, die Mädchen dazu bringen, sich nicht hübsch zu finden, sind die Ursache für viele unnötige OPs.

Solemnly Soliloquising Somnambulist
01
der vki sollte sich wichtigeren anliegen widmen

V3G4S
30
Recht habts, Mädels!

Schnell noch klagen und Kohle kassieren und dann noch mehr Silikon in den Busen!

Juhu, ich fordere Silikonbrüste für alle.

Silicon Boobs for all, for free and now!

woifmoa
00

siliciumbusen-computerchips sind auch wirklich sexy

EricCartman
 
30

Für Frauen die vorhaben, sich die Brust durch Implantate verändern zu lassen: Ich stelle mich kostenlos zur Verfügung, um die Quetschfestigkeit vorher <--> nachher zu testen.

die rote baronin
00
Diesen Test könnten Sie ja auch bei sich machen.

Dann können Sie an Ihrem neuen Busen herumquetschen, wie Sie wollen.

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