Österreich

Vermutlich "gewaltige" Umstellungen erforderlich

8. Februar 2012, 13:47
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    foto: reuters/lisi niesner

    Am Großglockner mit Blick auf den Pasterzengletscher - neben dem alpinen Raum gilt der "sehr trockene Osten" Österreichs hinsichtlich des Klimawandels als Problemfeld.

Klimaforscherin Kromp-Kolb: Neben dem alpinen Raum ist der "sehr trockene Osten" Österreichs ein weiteres Problemfeld

Wien - Die notwendigen Umstellungen aufgrund der bereits stattfindenden und zukünftigen klimatischen Veränderungen werden in Österreich vermutlich "gewaltig" sein, so die Klimaforscherin Helga Kromp-Kolb von der Universität für Bodenkultur (Boku) im Gespräch. Wirtschaft und Politik würden bei der Bewältigung dieser Herausforderungen auch zunehmend wissenschaftlichen Input brauchen. 2011 wurden im Rahmen des Forschungsprogramms "StartClim" mehrere Projekte abgeschlossen. Ihre und andere Ergebnisse sollen auch in den erstmals 2013 erscheinenden österreichischen Klimabericht einfließen.

Problemfelder

Vor allem der alpine Raum werde von den Veränderungen stark betroffen sein, da der Klimawandel hier schneller von Statten gehe als im Großteil Europas, so Kromp-Kolb. Ein weiteres Problemfeld sei der "sehr trockene Osten" Österreichs. Hier würde es in Zukunft vor allem darum gehen, wie man die landwirtschaftliche Produktion "unter wesentlich größerem Hitze- und Trockenheitsstress aufrechterhalten kann" und wie die Böden vor Erosion geschützt werden können.

Ein weiterer Punkt sei die Sicherheit in den alpinen Tälern. Durch das zunehmende Auftauen des Permafrostbodens und den Rückzug der Gletscher würde die Gefahr für Muren, Gerölllawinen und Überschwemmungen vermutlich wachsen. Das liege auch daran, dass in Zukunft in den alpinen Regionen wahrscheinlich mehr Regen als Schnee fallen werde. Dazu komme, dass möglicherweise geschwächte Wälder ihre Schutzfunktion vor Lawinen- und Murenabgängen nicht mehr ganz erfüllen könnten.

Mit diesen Themen setzten sich im vergangenen Jahr insgesamt sieben Forschungsprojekte auseinander, die im Rahmen des Programms "StartClim" gefördert wurden. Die wissenschaftliche Leitung des seit 2003 laufenden Forschungsprogramms hat Kromp-Kolb inne. In den vergangenen Jahren sei es gelungen, mit wenig Geld eine "ganze Forschungscommunity" auf die Beine zu stellen.

"Saldo-Tool"

Im Rahmen eines der Projekte wurde letztes Jahr ein computergestütztes Bewertungsinstrument namens "Saldo-Tool" entwickelt. Das System soll dabei helfen, auf Gemeindeebene Entscheidungen über Maßnahmen zu treffen, die auf die Anpassung an veränderte klimatische Bedingungen abzielen. Wenn mehrere Möglichkeiten gleichzeitig auf Umsetzung drängen, gehe es darum festzustellen, "was den größten Nutzen für die gesamte Gemeinde - und zwar nicht nur wirtschaftlich - mit sich bringt", so die Wissenschafterin. Es handle sich um ein Instrument, das vor allem dabei helfen soll, über Probleme und Möglichkeiten zu deren Lösung nachzudenken. Durchgeführt wurde das Projekt vom Wegener Zentrum der Universität Graz und dem Umweltbundesamt.

Eine Stelle bei der sich Gemeinden wissenschaftlich zu Fragen der Klimaanpassung beraten lassen könnten, sei gerade im Aufbau. Das 2011 gegründete "Climate Change Center Austria" (CCCA) soll in Zukunft einen Überblick darüber liefern, "wer zu welchem Thema mit Kompetenz etwas sagen kann", so Kromp-Kolb. Eine Gesamtschau der Erkenntnisse aus verschiedensten Projekten soll bis 2013 das vom Klima- und Energiefonds geförderte Projekt "APCC" liefern. Die Zielsetzung bestehe darin, "alles was wir in Österreich schon über den Klimawandel wissen, zusammenzutragen", so die Klimaforscherin. (APA)

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 66
1 2
r.bf
20
13.2.2012, 02:17
In Österreich ist Hopfen und Malz verloren!

Auf beiden Ohren taub, blind und strohdumm, das ist mein Fazit aus diversen Postings hier.
König Auto regiert, bis wir uns die Kosten für unsere asthmakranke Kinder nicht mehr leisten können, die Müllverbrennung wird weiterhin ungeschoren alle Plastikabfälle mit dem Haushaltsmüll verbrennen (weil nur die Plastikflaschen recycelt werden) und der Feinstaub in Graz und Wien: ja mei, im Auto spürt man ihn ja eh nicht (in Wirklichkeit da aber umsomehr!) Hinter uns die Sintflut: das ist die Devise von Politik und Besitzstandswahrern.

carbonara
00
12.2.2012, 16:56

Das Ende der Klima-Scharlatane naht

yomellamo
21
12.2.2012, 17:26

Yep...die klimawandelleugner werden immer mehr von der Realität überrollt. Man muß schon sehr engstirnig und nti-wissenschaftlich, sowie einen starken ideolovischen Hieb haben um noch die menschlichen Auswirkungen auf das Klima zu leugnen. Klimawandelleugner sind sowas wie die Reinkarnation von den kreationisten.

NickKnarrkarton
02
10.2.2012, 02:04

"wer zu welchem Thema mit Kompetenz etwas sagen kann"
Auf deutsch gesagt ein Gremium, in dem nach dem Zucker im Kaffeehäferl geforscht wird

"Die Zielsetzung bestehe darin, "alles was wir in Österreich schon über den Klimawandel wissen, zusammenzutragen""
Richtiger wäre wohl: Das Unwissen zu bündeln ...

Typisch österreichische Lösung: 2 unnötige Organisationen mit lauter Ahnungslosen, die auf Kosten der Allgemeinheit heiße Luft reden.
Thema der ersten Gesprächsrunde:"Warum es nächstes Jahr möglicherweise wieder Winter und Sommer geben könnte".
Dazu steht Kromp-Kolb sicherlich auch wieder dem anerkannten Wissenschaftsblatt "Österreich" Rede und Antwort, wo sie sich gerne vor Tornadorüsseln ablichten läßt.

Pandoras_Box
 
00
10.2.2012, 01:34

Das hört sich nach guten Rotweinjahrgängen im Burgenland und der Steiermark an. Sandiger Boden, viel Sonne, das ist doch ein Traum!

Prof. h.c. Doleg Stinida
21
Gewaltig

Da sich immer mehr herauskristallisiert, dass langfristige Prognosen kaum möglich sind, wäre wohl etwas weniger Hysterie angebracht.
War z.B. der Grundwasserpegel in NÖ vor ca. 20 Jahren immer mehr gefallen, so ist er bis vor Kurzem wieder so gestiegen, dass zahlreiche Keller ständig überflutet waren. Momentan ist er wieder im Sinken begriffen. Daraus aber einen langfristigen Trend ableiten zu wollen, ist Humbug. Dann kommt so etwas heraus wie "mediterranes Klima in Mitteleuropa" oder "schneefreie Alpen".

Chris Quast
00
12.2.2012, 20:21

hahahha du bist lustig !

yomellamo
00
12.2.2012, 17:29

Aus den überschwemmungen der Keller in NÖ leitet auch niemand das Welt Klima ab....

War gut, wenn sie sich wenigstens ein bisserl informieren würden bevor sie blödsinn labern.

Landbus Bregenzerwald
20

Kein seriöser (und nicht von der Öllobby gesponserter) Wissenschaftler zweifelt mehr den Klimawandel und den anthropogenen Einfluss an.
Und die dadurch entstehenden Schäden sind so gewaltig, dass selbst wenn es nur eine 50%-Wahrscheinlichkeit gäbe, es höchste Zeit wäre was zu tun.

h k
24
Irgendwie hab ich das Gefühl, Fr. Kromp weiß auch nicht alles

Alle Jahre wieder gibt sie die Klima-Kassandra. wirklich treffsicher waren ihre Prophezeiungen bislang allerdings nicht.
So dürfte es seit 2000 in mittleren Lagen nur mehr ausnahmsweise Schnee geben. Von wegen.
Vielleicht sollte sie ihre Berechnungsmethoden überprüfen. Für Medienauftritte bliebe auch dann noch Zeit.

der schwitzbär der schwitzt sehr
01
Ich stell den Philodendron um

von der linken Ecke in die rechte Ecke.

Und das war's auch schon bei mir betreff Umstellungen.

Manni Schoko
 
01
zusammenfassend kann man mit Sicherheit sagen:

genaues wissen wir nicht....

dölerich hirnfidler
24

"vermutlich", "wahrscheinlich", "könnte", "möglicherweise" ... irgendwann hat die bisher so exakte naturwissenschaft den konditional für sich entdeckt.

yomellamo
10
12.2.2012, 17:34

wenn sie 100% aussagen wollen, dann lassen sie sich ihr Horoskop schreiben.

In der Wissenschaft wird mmer die unsicherbeit des Ergebnisses abgeschätzt. Wenn jemand mit 100% aussagen kommt, dann sind sie üblicherweise zu 100% falsch. Die klimawandelleugner treffen übrigens immer 100% aussagen.... und sind daher auch so gut wie immer falsch.

Searles
 
21

Irgendwann hat die exakte Naturwissenschaft fuer sich entdeckt, dass Wahrscheinlichkeiten keine schlechten Ideen sein koennten.

paulchen77
13

Kromp-Kolb ist keine Naturwissenschaftlerin.

erebos
00

Seit wann beansprucht denn Naturwissenschaft im Allgemeinen exakt zu sein?
Im Vergleich zu bloßen Mutmaßungen ist es das natürlich aber ansonsten nur Ergebniss von Wahrscheinlichkeiten und Theorien, basierend auf Beobachtungen, Berechnungen und Referenzen.
Wenn sie eine zuverlässigere Methode haben, beantrage ich ihnen die nächsten 10 jahren den Nobelpreis jedes jahr zu verleihen ;)

PEACETIME
24
Von den Klimatoliogen wurde prophezeiht, dass es in Österreich

ab 2000 ( also in Mitteleuropa) keinen Schnee mehr geben wird, Kinder die nach 2000 hier auf die Welt kommen NIEMALS Schnee hier sehen werden können und dazu in den Norden werden fahren müssen.
Es wurde vorhergesagt, dass hier in Österreich Palmen wachsen würden und die Winter der Vergangenheit angehören würden.

Die Realität 2012 widerlegt all diese Zukunftsprognosen, denn keine Palme überlebt in Österreich draussen ein ganzes Jahr und mit Schneelosigkeit haben wir auch nicht zu kämpfen, im Gegenteil: seit Jahren ersticken viele an den Massen an Schnee, die es jährlich runterhaut. Und die Winter haben auch immer lange Zeiten unter Null, Wie war heuer ein bisserl anders, glaub ich, aber im Rest Europas...

Chris Quast
00
12.2.2012, 20:22

hhahhah du bist lustig !

erebos
12

Kein ernstzunehmender Klimaforscher hat sowas behauptet. Gnaz im gegenteil solte jeder dieser gattung sich um die Komplexität des Themas bewußt sein und schon deshalb solcherlei aussagen tunlichst vermeiden.

1000undeine8
12

kein wort wahr.

es gab einen klimatologen, der im jahr 2000 in einem zeitungs-interview (also keineswegs in einer fachzeitschrift) die meinung geäußert hat, dass schnee in england (!) selten werden würde. im selben interview hat er dann noch gemeint, "heavy snow will return occasionally".

http://www.independent.co.uk/environme... 24017.html

PEACETIME
02
Nein, das stimmt nicht. Vielleicht sind Sie noch zu jung und wissen es daher nicht,

aber in den 90ger Jahren hat es diese Propaganda gegeben.
in den 80gern ist in den Schulen übrigens vor einer neuen Eiszeit gewarnt worden;)

Aber jetzt will man sich daran nicht mehr erinnern können. Na klar, wenn keine vorhergesagte Prognose stimmt, dann machte man sie halt einfach nicht. Vielleicht ist man ja auch deshalb dazu übergegangen die Prognosen mehr in die Zukunft zu schieben ( in 50, in 100 Jahren;), weil die kurzen Prognosen zu leicht überprüfbar sind, also zu schnell. Aber man sieht: wer schon keine zuverlässige Prognose für die nächsten 10 Jahre stellen kann, ist auch nicht in der Lage das über einen Zeitraum von 50 oder 100 Jahren zu machen, also er schon gar nicht dazu in der Lage;)

Chris Quast
00
12.2.2012, 20:22

hahahaha du machst immer noch witze !

1000undeine8
20

ich habe die 90er ziemlich klar in erinnerung.

die ewige, müde leier, dass man klimatische prozesse nicht prognostizieren könne, weil wetterprognosen nicht mehr als ein paar tage zuverlässig sind, die hat es damals schon gebeben. sie war schon damals unsinn.

ich spare es mir, auf die entsprechenden thermodynamischen prinzipien näher einzugehen. wer die vor 20 jahren ignoriert oder nicht geschnallt hat, wird's jetzt auch nicht packen.

Sogenet
13

Man hat weder vor 20 Jahren, noch heute das thermodynamische Rüstzeug, um längerfristige Wetter- oder gar Klimaprognosen zu machen.

Die Rolle der Wolken, deren Entstehung und Auswirkung auf die Temperaturen wird noch immer nicht vollständig kapiert.

Dazu kommt, dass es sich beim Wetter um das Zusammenwirken von mehreren (!) chaotischen Systemen handelt, wodurch eine sichere Vorrausschau über mehr als maximal ein, zwei Wochen nicht möglich ist.

Ohne das Wetter zu verstehen, ist es aber völlig sinnlos über Klimavorhersagen in 50 Jahren zu reden.

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