Lkw erfasst Fußgänger

Verkehrsunfall in Wien: Zwei Tote auf Schutzweg

8. Februar 2012, 12:55

Zwölfjähriges Mädchen und 59-jährige Frau getötet

Wien - Bei einem schweren Verkehrsunfall sind am Mittwoch kurz vor 12.00 Uhr in Wien-Favoriten zwei Menschen gestorben. Der Unfall ereignete sich im Kreuzungsbereich Laxenburger Straße/Raxstraße.

Wie orf.at berichtet, soll ein Lkw-Fahrer auf einem Schutzweg eine Fußgängergruppe erfasst haben. Nach ersten Angaben wollte der Lenker von der Raxstraße stadtauswärts in die Laxenburger Straße einbiegen. Dabei soll er die Fußgänger übersehen haben. Ein zwölfjähriges Mädchen und eine 59-jährige Frau kamen ums Leben. Eine 40 Jahre alte Frau soll ein Polytrauma erlitten haben.

Die Polizei gab an, dass es zum Zeitpunkt des Unfalls durch die Einstrahlung der Sonne starkes Gegenlicht gegeben habe. Aufgrund des Rettungseinsatzes kam es in der Laxenburger Straße zu Verzögerungen. (red/APA)

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sleepy
01
10.2.2012, 17:12
Ich war zwar nicht dabei .. und kenne die Fakten nicht ...

Aber sicherlich hält das Argument für mich NICHT, wenn man behauptet von der Sonne geblendet worden zu sein. Denn wäre dies der Fall gewesen und er bog trotzdem ein, dann ist dies fahrlässig. Ich steige da auf die Bremsen ... auch in meinem PKW. Wenn ich einen LKW lenken würde, dann denke ich, dass ich an seiner Stelle da noch einen tonnenschweren Grund mehr gehabt hätte ...

Ich denke auch, dass man vielleicht etwas ältere und reifere Leute solche Autos lenken lassen sollte ...

... und dass man den Lehrstoff in der Fahrschule erweitern und vielleicht auch noch eine psychologischen Test obendrein machen sollte, in dem man feststellt ob man ihm solch eine Verantwortung auch wirklich tragen lassen kann.

Walther von der Vogelweide, der 1.
00
Das Diktat der Straße und fehlende Diszipliniertheit

Wundere mich das da nicht vile mehr passiert. Viele Zebrastreifen sind während der Grünphase nicht zu überqueren. Und die Diszipliniertheit der Autofahrer tut sein übriges. Habe selbst schon öfters gesehen wie Autobusse die bei einer Haltestelle nach dazu vor einem Zebrastreifen stehen, dann von ungeduldigen Autofahrern auf der Gegenfahrbahn überholt werden. Wenn da einer vom Bus die Straße quert, hat der Autofahrer keine Chance den Unfall zu vermeiden.

meinrad
01

sowas wär mir schon mehrmals beim queren der museumsstraße mit den rechtsabbiegern aus der lerchenfelderstraße passiert, wenn ich ned selber aufgepasst hätte. ich weiß nicht warum, aber an manchen kreuzungen schalten viele autofahrer beim abbiegen auf autopilot und denken überhaupt nicht dran (oder pfeifen einfach drauf?), dass querende fußgänger ja auch gleichzeitig grün - und die autofahrer wartepflicht - haben.

hlg
00
14.2.2012, 18:21
zumindest dort...

gibt es eine eigene rechtsabbiege grünphase für den oben beschriebenen abbiegevorgang.

es wäre also leicht möglich, dass der lkw grün hatte und die bedauernswerten opfer rot...

lanebbia
02

Auch ich muss mich als Autofahrer manchmal an der Nase nehmen, wenn ich mich beim Schutzweg nicht korrekt verhalten habe, nur versuche ich nicht, wie viele hier, mein Fehlverhalten mit Ausreden zu legitimieren. Fußgänger auf Zebrastreifen= Rote Ampel bzw. Zug auf unbeschranktem Bahnübergang. Wer sich daran hält, braucht auch nichts in Frage zu stellen.

pascale
00
Niemand ist nur Autofahrer, sondern auch Fußgänger

bzw. Radfahrer. Mit mehr Rücksicht, Toleranz und Verantwortungsbewusstsein bzw. weniger Egoismus könnten viele Zwischenfälle vermieden werden.

pascale
01
Aufmerksamkeit könnte man noch hinzufügen,

nach meinen subjektiven Beobachtungen telefonieren mindest 25% fallweise beim Autofahren.

ittonips
01
wieviele tote soll es noch geben?

rechtsabbiegern und geradeaus gehenden und fahrenden (radfahrer) gleichzeitig grün zu geben ist ursache vieler vieler unfälle. warum wird hier nicht eine lösung wie in großbritannien (getrennte grünphasen) angedacht? eine rettungsgasse mit zweifelhafter sinnhaftigkeit wird überfallsartig durchgedrückt. das sollte doch auch, wo man nur die ampelschaltung richtigstellen bräuchte, machbar sein.

Michael Bakunin
01

das kann ja wohl nicht die lösung sein. man kann doch von jedem erwachsenen menschen erwarten, dass er beim autofahren die augen auf macht.

ittonips
11
fußgänger?

Michael Bakunin
02

naja in erster linie müssen die autofahrer bei solchen übergängen schauen, denn die fußgänger haben vorrang.

BraS
 
00

weil das den Autoverkehr weitgehend lahmlegt, wenn man an allen Ampelkreuzungen eine zusätzliche Grünphase nur für Fußgänger einrichtet.

ittonips
00

liegt ja in großbritannien auch nicht lahm

ittonips
00
wieviele tote soll es noch geben?

postfuchs3
53
nachdem ich nicht weiß,

was tatsächlich passiert ist, kann ich mir kein Urteil erlauben.
Was ich aber täglich sehe ist, dass Leute (auch Mütter mit Kleinkindern!!!) ohne Rücksicht auf Verluste bei ROT die kreuzung überqueren.
Die Angehörigen tun mir unendlich leid, aber ich möchte auch dem LKW-Lenker tröstend umarmen.

sleepy
00
10.2.2012, 17:07
Ich war zwar nicht dabei .. und kenne die Fakten nicht ...

Aber sicherlich hält das Argument für mich NICHT, wenn man behauptet von der Sonne geblendet worden zu sein. Denn wäre dies der Fall gewesen und er bog trotzdem ein, dann ist dies fahrlässig. Ich steige da auf die Bremsen ... auch in meinem PKW. Wenn ich einen LKW lenken würde, dann denke ich, dass ich an seiner Stelle da noch einen tonnenschweren Grund mehr gehabt hätte ...

meinrad
00

mitleid mit jemandem, der beim abbiegen drauf gesch....n hat, auf einen zebrastreifen achtzugeben? pervers

Michael Bakunin
00

hier hat die fußgängergruppe aber offensichtlich nicht bei rot sondenr bei grün die kreuzung überquert.
wenn der rechtsabbiegende kfz-verkehr grün hat, ist auch für die fußgänger grün.

hlg
00
12.2.2012, 09:22
es gibt dort eine eigene rechtsabbiege grünphase...

so ganz ausgeschlossen ist das also nicht...

Andreas Scherrer
21
...

Ich verstehe beide Parteien nicht.
Zum Ersten die Fußgänger: Ich kann nicht einfach auf die Straße steigen ohne zu schauen - insbesondere bei diesem Wetter wo ein Auto (oder LKW) rutschen könnte.
Zum Zweiten den Kraftfahrer: Werde ich geblendet, kann ich nicht einfach weiter fahren. Ich muss mich doch vergewissern, dass sich niemand in der Kreuzung befindet wenn ich diese befahre, insbesondere wenn ich abbiege hat doch der Fußgänger fast immer grün...

Für mich absolut unverständlich wie es zu diesem Unfall kommen konnte.

Feuergeist
 
12
Der kann net rutschen!!!!

Da er abbiegen wollte wär er maximal parallel zum Schutzweg gerutscht.
Schlechte Ausrede.
Und ja, Fußgänger sind in der Rangordnung auf der Srasse die uneingeschränkte Nummer 1 und auf einem Schutzweg BEI GRÜN immer im Recht.
Warum: der LKW-Fahrer war in einer Fahrschule. Dort hat er die Verkehrsregeln gelernt. Darin steht das Kinder und alte Menschen nicht unter den Vertrauensgrundsatz fallen. Sein Fehler!!!
Nach der Tötung eines 8-Jährigen am Schutzweg durch diesen Gemüsehändler, der seinen Führerschein noch immer hat ist das der zweite ähnliche Fall!!
Ab wann werden Verkehrsdelikte in Österreich endlich nicht mehr als Bagatelldelikte gesehen?

Andreas Scherrer
01
...

Der Schuldige ist mir absolut klar - davon haben die Toten aber nix mehr.
Auch wenn ich absolut im Recht bin und uneingeschränkten Vorrang habe, achte ich als Fußgänger genau auf den Verkehr und würde bei Gefahr niemals auf die Straße steigen - auch wenn ich grün habe...

Feuergeist
 
00
13.2.2012, 12:30
Der Umkehrschluss is das Problem!!

Wenn ich als Fussgänger beim Überqueren der Strasse auf einem Schutzweg erst überprüfen muß ob sich der Autofahrer an die Verkehrsregeln hält, und die Strasse nicht betrete weil er ja VIELLEICHT nicht anhält, dann ist die Verkehrsregel sinnlos da der Autofahrer einfach weiter fahren kann. Das kanns nicht sein.
Wir haben hier den dritten Fall eines Verkehrsunfalles am Schutzweg mit tödlichem Ausgang. Das Strafmass ist zu gering. Der Führerschein gehört länger als 18 Monate entzogen.

Andreas Scherrer
00
13.2.2012, 14:47
...

Ich denke man erkennt ob ein Auto anhält oder nicht... Ein bisschen Gefühl für bewegende Objekte entwickelt jeder von uns. Zudem versuche ich dem Fahrer eines herankommenden Fahrzeuges in die Augen zu sehen bevor ich auf die Strasse steige. Anders ist es, wenn an einer Kreuzung die Autos ohnehin schon stehen - erst hier kann ich davon ausgehen, dass ich sicher rübergehen kann

Feuergeist
 
00
14.2.2012, 09:29
Aber genau da liegt ja das Problem.

Der Autofahrer MUSS per gesetz anhalten und mir die Überquerung der Stasse ermöglichen und nicht der Fußgänger muß seine Absicht signalisieren sondern der Autofahrer MUSS von dieser Absicht ausgehen. Erst wenn ihm der Fußgänger signalisiert das er NICHT die Strasse überqueren will darf der Autofahrer seine Fahrt fortsetzen.
Auch die Kontaktaufnahem ist Pflicht des Autofahrers. Lernt man in der Fahrschule.
Bei ihren Vorgaben würden wir das System umdrehen und alle Rechte dem Autofahrer und die Pflichten dem Fußgänger geben. Klares Nein. Der schwächere Verkehrsteilnehmer muß die Rechte haben, der Stärkere die Pflichten.

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