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Video: Abrecht Konecny erzählt, was am 27. Jänner genau passiert ist.

Albrecht Konecny: "Wenn man aus Angst etwas nicht tut, was man für richtig hält, dann gibt man seine Freiheit auf."

Konecny nach der Attacke.
vergrößern 1000x668Konecny heute: Das Cut über dem Auge ist mittlerweile gut verheilt, die Narben bleiben.
Dafür, dass Albrecht Konecny vor kurzer Zeit brutal zusammengeschlagen wurde, ist er gut gelaunt. Der ehemalige SPÖ-Bundesrat und Nationalratsabgeordnete erzählt im Interview mit derStandard.at, was sich am Abend des Wiener Korporationsballs wirklich zugetragen hat. Die Polizei spielte dabei offensichtlich eine eher passive Rolle. Vom Täter fehlt weiterhin jede Spur, eine erste Gegenüberstellung brachte kein Ergebnis. Der 69-Jährige will sich trotz der Attacke nicht davon abhalten lassen, weiterhin an Demonstrationen gegen Rechts teilzunehmen.
***
derStandard.at: Herr Konecny, können Sie uns genau schildern, was am 27. Jänner passiert ist?
Konecny: Ich habe wie bei vielen antifaschistischen Demonstrationen seit Jahrzehnten auch an der Demonstration gegen den WKR-Ball teilgenommen. Ich bin bei dem Zug mitgegangen, der sich bei der Uni gesammelt hat. Dieser Marsch ging beim Hrdlicka-Denkmal mit einer Mahnwache zu Ende. Danach habe ich mich im Café Tirolerhof aufgewärmt und wollte nach Hause gehen. Ich habe versucht einen Weg zu finden, der nicht von der Polizei versperrt ist. Ich bin in die Dorotheergasse eingebogen und habe gleich gesehen, dass das aussichtlos ist.
15 Meter von mir entfernt war eine Gruppe von Polizisten auf den Vormarsch. Einige Meter vor diesen ging ein 30-jähriger Mann, dieser ist mir entgegengekommen. Als er auf gleicher Höhe mit mir war, hat er mir meine Kappe vom Kopf gerissen. Ich habe mich verblüfft umgedreht und vermutlich auch etwas gesagt, was nicht rasend freundlich war. Daraufhin hat er zweimal auf mich eingeschlagen. Einmal ins Gesicht, das hat mich meine Brille gekostet. Und einmal in die Rippen.
Für den zweiten Schlag bin ich ihm dankbar, denn nach dem ersten wäre ich auf den Hinterkopf gefallen. Beim zweiten habe ich mich zusammengekrümmt und bin aufs Knie gefallen. Er ist dann weitergegangen. Ich bin heftig blutend auf dem Boden gelegen und hatte schwere Hämatome im Gesicht. Ein Finger war aufgeplatzt, der wurde später genäht. Ich habe Prellungen im Rippenbereich und am Knie.
Dann kam eine Gruppe junger Menschen. Sie haben versucht, mit Papiertaschentüchern meine Blutungen zu stillen, und sie haben mich aufgerichtet. Eine junge Frau hat dann die Polizei ersucht, die Rettung zu rufen, was mit Hinweis auf die Überlastung des Polizeifunks zurückgewiesen wurde. Sie haben dann mit meinem Handy die Rettung gerufen, die mich in die Unfallstation gebracht hat.
derStandard.at: Die Polizisten haben tatenlos zugesehen?
Konecny: Dass ich niedergeschlagen wurde, müssten die Polizisten gesehen haben. Dass ich am Boden lag, das haben sie definitiv gesehen. Aber sie haben keine Anstalten gemacht, mir zu helfen.
derStandard.at: Glauben Sie, dass Sie der Täter gezielt aufgesucht hat?
Konecny: Nein, das glaube ich nicht. Mit meiner Kappe war ich auch nicht so gut zu erkennen. Was mir aufgefallen ist: Er hatte eine Mütze auf, auf der ein Zeichen war, das ich für eine Rune halte. Die Polizei hat gemeint, das könnte auch das Firmenlogo von Thor Steinar (beliebte Marke in der Neonaziszene, Anm.) gewesen sein. Zugeschlagen hat er mit einem Schlagring, der bei mir Verletzungen in Runenform hinterlassen hat.
derStandard.at: Wie ist Ihr heutiger Termin bei der Polizei verlaufen?
Konecny: Die Polizei hat die Aufnahmen von der Kamera des Jüdischen Museums gründlich analysiert, der Tatort war jedoch nicht im Gesichtsfeld dieser Kamera. Ich habe ein Phantombild anfertigen lassen. Aufgrund der Versendung des Bildes an diverse Polizeistationen gab es eine Meldung, wo ein Mann, der diesem Bild ähnlich ist, ebenfalls einschlägig auffällig geworden ist. Dieser Mann wurde gestern festgenommen und mir heute bei einer Gegenüberstellung vorgestellt. Das war jedoch nicht der Täter. Diese Spur ist kalt.
Die Annahme, man könne die Nicknames der Herren Eispickl und Prinz Eugen, die sich in einem einschlägigen Forum über diese Tat unterhalten, dechiffrieren, ist vermutlich überoptimistisch. Die Polizei hat sich wirklich sehr angestrengt und engagiert, was ich vom Büro für besondere Ermittlungen der Bundespolizeidirektion Wien nicht behaupten kann.
derStandard.at: Wenn die Polizei vor Ort in der Dorotheergasse sofort eingeschritten wäre, wäre der Täter vielleicht jetzt nicht flüchtig.
Konecny: Das ist vermutlich richtig. Wenn ihm einer von den Polizisten nachgelaufen wäre, hätte er ihn vielleicht erwischt.
derStandard.at: Mehrere FPÖ-Vertreter haben in den Raum gestellt, diese Tat könnte auch von einem Linken begangen worden sein.
Konecny: Natürlich kann ich nicht fix sagen, es war ein Rechtsradikaler. Es gibt genug Narren in allen politischen Spektren. Aber ich denke nicht, dass es einen Autonomen gibt, der mit einer Rune auf der Haube herumläuft. Und die Internetreaktionen auf den Vorfall deuten nicht gerade nach links.
derStandard.at: Im aktuellen Verfassungsschtzbericht heißt es: "Der Rechtsextremismus stellte im Jahr 2010 keine ernsthafte Gefahr für den Staat bzw. die Verfassung oder eine Bedrohung der inneren Sicherheit dar." Wie sehen Sie die Lage?
Konecny: Der Putsch steht nicht unmittelbar bevor, das ist sicher richtig. Dass es pausenlos Vorfälle dieser Art gibt, ist jedoch evident.
derStandard.at: Laut Verfassungsschutzbericht sind die Anzeigen wegen rechtsextremistischer Tathandlungen gestiegen. 2009 waren es 791, im Jahr 2010 waren es 1.040. Warum, denken Sie, ist das so?
Konecny: Die Szene ist seit der Verhaftung einiger Führungsfiguren ein bisschen desorientiert. Ich nehme an, dass sie sich auch deshalb stärker betätigt, weil sich jeder seinen Orden verdienen will in der Hoffnung, einer der künftigen Führer zu werden.
derStandard.at: Möchten Sie dem Mann, der Sie attackiert hat, etwas ausrichten?
Konecny: Eigentlich nicht, weil Menschen dieser Art für ein vernünftiges Argument nicht zugänglich sind, und Schimpfen alleine mag ich nicht.
derStandard.at: Welche Verantwortung hat die FPÖ für Entwicklungen in der rechtsradikalen Szene?
Konecny: Sie hat ein hohes Maß an Verantwortung, weil sie als sehr sichtbare politische Kraft immer wieder Erklärungen abgibt, mit denen sie um diese Gruppe wirbt. Es steckt ja auch in vielen von denen drinnen - das ist ja nicht aufgesetzt. Den Herrn Strache würde ich eher als inhaltsleeren Menschen bezeichnen, aber hören Sie sich einmal die Aussagen des Nationalratsabgeordneten Johannes Hübner an. Es wird zwar nicht geprügelt, aber es geht um das Gedankengut.
derStandard.at: Hat die SPÖ im Kampf gegen den Rechtsextremismus versagt?
Konecny: Nein. Natürlich kann man immer mehr an Aufklärung machen. Aber es ist ja nicht so, dass das nicht geschieht. Aber ich selbst habe auch noch keinen Neonazi bekehrt.
derStandard.at: Werden Sie selbst wieder an antifaschistischen Demos teilnehmen?
Konecny: Selbstverständlich. Meine erste Demo war 1958. Ich werde nicht aufhören. Wenn man aus Angst etwas nicht tut, was man für richtig hält, dann gibt man seine Freiheit auf.
derStandard.at: Es hat auch von linker Seite gewalttätige Aktionen gegeben. Was sagen Sie dazu?
Konecny: Das sind Idioten. Die Zufahrten zu blockieren halte ich für eine charmante Idee. Jemandem, der ein Ballkleid anhat, ein Bier drüberzuschütten ist schlichtweg undelikat und unnotwendig. Gewalt sollte nicht zum Spektrum von Leuten gehören, die sich als links definieren. Ein gewisses Maß an politischer Intelligenz erwarte ich mir auch von Linken.
derStandard.at: Was wird Ihrer Meinung nach mit dem WKR-Ball passieren?
Konecny: Es wird sich jemand für die Veranstaltung finden. Notfalls findet der Ball im Kaffeehaus vom Dritten Nationalratspräsidenten Graf statt.
derStandard.at: Werden Sie wieder dagegen demonstrieren?
Konecny: Na sicher.
derStandard.at: Sollte Strache einmal Bundeskanzler werden, was würden Sie tun?
Konecny: Ich würde mit dafür sorgen, dass er durch den unterirdischen Gang zur Angelobung beim Bundespräsidenten gehen muss. (derStandard.at, 8.2.2012)
ALBRECHT KONECNY (69) war zwischen 1966 und 1970 Pressereferent des Klubs der Sozialistischen Abgeordneten. Danach arbeitete er am Institut für empirische Sozialforschung (IFES; zuletzt Generalsekretär). Von 1979 bis 1986 gab er die "Neue Arbeiter Zeitung" heraus, danach bis 2000 die SPÖ-Zeitschrift "Zukunft". Von 1983 bis 1986 war er SPÖ-Nationalrat, von 1987 bis 2010 saß er im Bundesrat.
Polizei hatte Demonstration "vorsorglich" wegen drohender Zwischenfälle untersagt - das sei nicht zulässig, so die Verfassungsrichter
Auch die stellvertretende ÖH-Chefin Janine Wulz hat der FPÖ-Politiker angezeigt
Protestveranstaltungen rund um Ball in der Wiener Hofburg - FPÖ kritisiert Polizei - Neun Festnahmen und vier Leichtverletzte - mit Video
Umfangreiche Platzverbote sollen die Besucher des von der FPÖ ausgerichteten Akademikerballs und die angekündigten Gegendemonstranten voneinander fernhalten. Die Polizei stellt ein Großaufgebot.
Dritter Nationalratspräsident kritisiert Gegner aus der "linksextremen Szene"
"Ich wurde nie befragt", kritisiert Gewaltopfer Albrecht Konecny
Österreichs Burschenschaften sind traditionell rechter als viele ihrer deutschen Pendants. Am Freitag feiern sie in Wien
Er sage nicht "aus politischen Gründen" ab, sondern wegen eines Urlaubs, sagt der FPÖ-Chef
Ball der Burschenschaften sorgt trotz Veranstalterwechsels für Kritik - Gegendemos relativ jung, aber rasch gewachsen
Radikalität der Schlagenden hat eine lange Tradition
Der "Erste Wiener Akademikerball" der FPÖ, Nachfolgeveranstaltung des WKR-Balls, stößt auf breite Kritik. Nicht nur, dass die Hofburg angemietet wurde, auch der günstige Termin sorgt für große Verwunderung.
Oberösterreichischer Abgeordneter Podgorschek blitzte bei Unabhängigem Verwaltungssenat ab
Hofburgchefin Renate Danler hat die Aufregung um den Burschenschafterball nie verstanden - Der neue FPÖ-Ball in ihrem Haus ist für sie eine völlig andere Veranstaltung
Die Polizei für Demonstrationen gegen den umstrittenen Ball verantwortlich zu machen, ist ein Symptom blinder Wut - Von Michael Simoner
Disco, deutsche Balltouristen, Deckel am Kopf und ein Uniformskandal - Ein derStandard.at-Lokalaugenschein vom Burschenschafterball
Nachdem man nichts mehr darüber liest, muß man sich fragen, weshalb?
* ist der Täter/die Täterin gefasst worden?
* welchem Lager hat er nun tatsächlich angehört?
*oder ist gar der Konecny der Lüge überführt worden?
Meine Ahnung trügt mich sicher nicht, wenn ich annehme, dass
* es sich nicht um einen rechten Täter gehandelt hat (ews wäre sonst entsprechend in den Medien breitgetreten worden).
* der Konecny bewußt gelogen hat, um den Rechten in die Schuhe zu schieben, was vermutlich die Linke getan hat (ein Schlagring der Runenabdrücke verursacht (Spiegelbildnerisch? Man hat ja nie ein Foto gesehen, das die Behauptung von K. bestätigt hätte. Wäre es wahr gewesen, wäre es aber mit Sicherheit durch die Medien gehypt)
...meines Wissens auch in Innsbruck so getan wurde, als ob Rechte in ein (SPÖ-?)Lokal eingebrochen wären und es auch in Brand gesetzt hätten. Tatsächlich waren es aber Parteimitglieder selbst gewesen.
Nun, da liegt es nicht fern, anzunehmen, dass bei der Zusammenrottung linksextremer Aggression ein Konecny, den ja keiner mehr kennt, die geballte Gewalt "irrtümlich" abbekommt.
Die Petrovics wurde anläßlich einer Opernballdemo ja auch einmal irrtümlich niedergeschlagen - von ihresgleichen.
In Österreich gibt es eine rechtsextreme Partei die ein äußerst gewalttätiges Milieu fördert (siehe blutige Attacke auf Herrn Konecny),
mit einem Wählerpotential von 30%.
...und der Wolfi Oddo lamentiert darüber wie wild es denn in anderen Ländern nicht zugeht -
und dass man in Österreich gefälligst keinen "Aufstand" üben solle,
nur weil ein Rechter (mit ideologischer Rückendeckung der FPÖ) mit einem Schlagring auf ältere Herren losgeht.
Ein seltsames, in diesen Foren unheimlich auftretendes Phänomen - dieses Rechtfertigen, Behübschen, Verschleiern eines feigen Verbrechens gegen einen körperlich unterlegenen älteren Herrn - was treibt Leute mit FPÖ-Gesinnung an, auch hier Tatsachenverfälschung zu betreiben?
Gibt es vielleicht auch hier, wie schon geschehen mit rechtsextremen Homepages, mit Freundschaften zu Wiederbetätigern, "Devotionalien"bestellern, Wehrsportübern, Verbindungen zu einzelnen FPÖ-Funktionären?
Erkennungszeichen der (sich u.a. auch als Frauen ausgebenden) männlichen effenposter hier:
Einleitung mit <:
Ich bin nicht rechts, aber..."
"Ich bin mittig, aber..."
"Ich bin kein Mann, aber..."
"Ich will ja nichts sagen, aber (beliebigen Namen eines Opfers einsetzen) ist vermutlich selber schuld, dass er/sie verprügelt wurde, obwohl das ja SCHRECKLICH ist"
anschliessend Weiterleitung zu:
"Die Demo/die Linken/ (beliebigen Missliebigen der FPÖ einzusetzen) war gewaltbereit, die Opfer selber schuld"
Vorausschicken will ich, daß ich kein Freund von Strache bin und daß geheime Parteispenderlisten sich mit Demokratie mMn nicht vereinbaren lassen. Das betrifft alle Parteien und wird deshalb auch keine meine Stimme bekommen. Sogar in Afghanistan habens mehr Demokratie. Dort sind polit. Parteien nicht erlaubt, das Parlament wird vom Volk direkt gewählt.
Es scheint den meisten selbsternannten Nazi-Jägern hier im Forum entgangen zu sein, daß die Gewaltbereitschaft bei den Demonstranten zu je 3 verletzten Ballgästen und Polizisten und 20 verhafteten Demonstranten geführt hat. Kein FPÖ-ler oder Nazi hätte sich da allein auf die Straße gewagt, schon gar nicht mit einem eindeutigen Zeichen auf der Mütze, das wahrscheinlich ein Herstellerlogo war.
wo sind die fotos der hinüberströmten nazi-ball besucher? es gab reichlich gelegenheit sie alle beim bestem schein der luxus-luster zu fotographieren, und doch merke ich keine propaganda aussendungen der fpö, die zeigen willen, was für ein blutbad die demonstranten angerichtet haben (und das bei einer fpö, die ja alles andere als subtil ist wenn es um hetze geht). also wenn es so brutal in der demo zuging, dann hätten wir die beweise, aber es gibt keine, also ist ihr posting einfach nur fpö propganda, egal wie sie ihr posting einleiten einleiten.
DiE Polizei selbst bezeichnet die Demo als friedlich!
Ballbesucher haben die Demonstranten mit Pfefferspray angegriffen, es gibt einen Schwerverletzten,der von Rechtsradikalen angegriffen wurde, auch wenn Effen und effenposter es ständig zu verdrehen suchen, es gibt eine Verhandlung gegen Polizisten, die im Dienst Hilfe verweigerten
Und
Es gibt lauter Falschaussagen der Effenriege, die ständig von Medien und Polizei widerlegt werden.
Thats it.
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