Mehr als 10.000 Beschäftigte beschließen weitere Maßnahmen,
nächste Verhandlung morgen, 9. Februar
Mehr als 10.000 Beschäftigte der Finance-Branche
beschlossen bei Betriebsversammlungen flächendeckend in ganz
Österreich in der vergangenen Woche weitere betriebsrätliche und
gewerkschaftliche Maßnahmen, sollte es auch bei den morgigen
KV-Verhandlungen zu keinem akzeptablen Angebot der Arbeitgeber
kommen. "Die Beschäftigten fühlen sich von ihren Arbeitgebern trotz
engagierter Arbeit in der Kälte stehen gelassen. Wir haben daher die
nötigen Vorbereitungen getroffen, um ihnen gegebenenfalls
entsprechendes Gehör zu verschaffen", so Wolfgang Heinzl,
GPA-djp-Verhandlungsleiter und Betriebsratsvorsitzender der Bank
Austria, zur Stimmung bei den Versammlungen. ++++
Trotz mancher Einschüchterungsversuche seitens der Arbeitgeber
stellten sich mehr als 10.000 Beschäftigte hinter die Forderungen
ihres Verhandlungsteams und beschlossen mit überwältigender Mehrheit
weitere betriebsrätliche und gewerkschaftliche Maßnahmen. Sollte die
morgige Kollektivvertragsrunde ebenfalls scheitern, wird als nächster
Schritt unter allen Angestellten eine Befragung bzw. Urabstimmung
über die weitere Vorgangsweise abgehalten.
Dass es die Arbeitgeber bei zwei Verhandlungsrunden nicht einmal der
Mühe wert fanden, ein Angebot zu legen, wird von den
Finance-Beschäftigten als Affront empfunden. "Das ist nicht die
Sozialpartnerschaft, wie wir sie kennen. Ich hoffe, dass es bei der
morgigen Runde ein vernünftiges Angebot gibt, über das wir verhandeln
können. Wenn nicht, sind wir für alle Eventualitäten gut
vorbereitet", so Wolfgang Heinzl.
"Uns wurde bei den Versammlungen vergangene Woche auch berichtet,
dass Beschäftigte angewiesen wurden, sich für die Teilnahme an der
Versammlung aus dem Zeiterfassungssystem auszuloggen. Deshalb möchte
ich noch einmal festhalten, dass die Teilnahme an
Betriebsversammlungen in Österreich verbrieftes Recht ist und als
Arbeitszeit gilt", so Heinzl abschließend.
Die Verhandlungen werden morgen Nachmittag, 9. Februar, fortgesetzt.
Rückfragehinweis:
GPA-djp Öffentlichkeitsarbeit
Mag. Elisabeth Schnallinger
Tel.: 05 0301-21386
Mobil: 05 0301-61386
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OTS0046 2012-02-08/09:41