KV-Finance: GPA-djp-Heinzl: "Wir sind für alle Eventualitäten gut vorbereitet"

8. Februar 2012, 09:41

Mehr als 10.000 Beschäftigte beschließen weitere Maßnahmen, nächste Verhandlung morgen, 9. Februar

Mehr als 10.000 Beschäftigte der Finance-Branche beschlossen bei Betriebsversammlungen flächendeckend in ganz Österreich in der vergangenen Woche weitere betriebsrätliche und gewerkschaftliche Maßnahmen, sollte es auch bei den morgigen KV-Verhandlungen zu keinem akzeptablen Angebot der Arbeitgeber kommen. "Die Beschäftigten fühlen sich von ihren Arbeitgebern trotz engagierter Arbeit in der Kälte stehen gelassen. Wir haben daher die nötigen Vorbereitungen getroffen, um ihnen gegebenenfalls entsprechendes Gehör zu verschaffen", so Wolfgang Heinzl, GPA-djp-Verhandlungsleiter und Betriebsratsvorsitzender der Bank Austria, zur Stimmung bei den Versammlungen. ++++

Trotz mancher Einschüchterungsversuche seitens der Arbeitgeber stellten sich mehr als 10.000 Beschäftigte hinter die Forderungen ihres Verhandlungsteams und beschlossen mit überwältigender Mehrheit weitere betriebsrätliche und gewerkschaftliche Maßnahmen. Sollte die morgige Kollektivvertragsrunde ebenfalls scheitern, wird als nächster Schritt unter allen Angestellten eine Befragung bzw. Urabstimmung über die weitere Vorgangsweise abgehalten.

Dass es die Arbeitgeber bei zwei Verhandlungsrunden nicht einmal der Mühe wert fanden, ein Angebot zu legen, wird von den Finance-Beschäftigten als Affront empfunden. "Das ist nicht die Sozialpartnerschaft, wie wir sie kennen. Ich hoffe, dass es bei der morgigen Runde ein vernünftiges Angebot gibt, über das wir verhandeln können. Wenn nicht, sind wir für alle Eventualitäten gut vorbereitet", so Wolfgang Heinzl.

"Uns wurde bei den Versammlungen vergangene Woche auch berichtet, dass Beschäftigte angewiesen wurden, sich für die Teilnahme an der Versammlung aus dem Zeiterfassungssystem auszuloggen. Deshalb möchte ich noch einmal festhalten, dass die Teilnahme an Betriebsversammlungen in Österreich verbrieftes Recht ist und als Arbeitszeit gilt", so Heinzl abschließend.

Die Verhandlungen werden morgen Nachmittag, 9. Februar, fortgesetzt.

Rückfragehinweis:

GPA-djp Öffentlichkeitsarbeit Mag. Elisabeth Schnallinger Tel.: 05 0301-21386 Mobil: 05 0301-61386 E-Mail: elisabeth.schnallinger@gpa-djp.at http://www.gpa-djp.at

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OTS0046 2012-02-08/09:41

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