E-Mail-Konten von Assads Mitarbeitern von Anonymous gehackt

8. Februar 2012, 10:23
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Mehrere Accounts im Büro des syrischen Präsidenten hatten das Passwort 12345 - E-Mail zu Interview von Assad veröffentlicht

Am Montag hat Anonymous hunderte E-Mails aus dem Büro des syrischen Präsidenten Bashar al-Assad im Internet veröffentlicht. Wirklich schwer haben es die Mitarbeiter von Assad den Hackern aber nicht gemacht. Laut Haaretz hat Anonymous 78 E-Mail-Konten von Assad-Mitarbeitern gehackt. Mehrere Accounts im Büro des syrischen Präsidenten hatten das Passwort "12345". In einer  Studie von 2011 rangiert das Passwort auf Platz zwei der schwächsten Passwörter, nur "Passwort" wird schwächer eingestuft.

"Wir töten unsere Leute nicht"

Unter den betroffenen Konten war auch jenes von Bouthaina Shaaban, Medienberater von Assad. Ein veröffentlichtes E-Mail an ihn bezog sich auch auf das Fernsehinterview von Assad mit Barbara Walters im Dezember. In diesem Interview behauptete Assad, dass die syrische Regierung seine Staatsbürger nicht tötet. "Wir töten unsere Leute nicht. Keine Regierung auf der Welt tötet seine Leute, solange sie nicht von einer verrückten Person regiert werden", sagte der syrische Präsident.

Anweisungen für Interview

Die E-Mail stammte vom syrischen Sprecher bei der UNO, Sheherazad Jaafari. Er gab Shaaban und Luna Chebel, ehemalige Al Jazeera Journalistin und jetzt Mitarbeiterin von Assad, Anweisungen, was Assad sagen soll, um die US-Bevölkerung zu manipulieren. Der syrische Präsident sollte zugeben, dass Fehler beim Polizeieinsatz gemacht wurden, die jetzt aber bereinigt werden. Damit könne man die amerikanische Psyche gut manipulieren, meinte Jaafari.

Vergleich mit #Occupy

Außerdem sollte Assad die Occupy-Demonstrationen an der Wall Street ansprechen, die von "Polizisten mit Hilfe von Polizeihunden und Schlägen unterdrückt wurden." 

 

Positiv gegenüber Facebook und YouTube

Jaafari gab außerdem den Rat, dass Assad sich positiv über die Offenheit von Facebook und YouTube äußern sollte, denn auf den Plattformen würde die wirkliche Situation in Syrien gezeigt. Die Beschränkungen für die ausländische Presse sollten als proaktive Maßnahme dargestellt werden, damit ausländische Journalisten das Land nicht falsch darstellen. Assad gab die Vorgaben fast wortwörtlich wieder. (soc)

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Haaretz

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