Letzte Veteranin des Ersten Weltkriegs gestorben

Florence Green diente bei der Royal Air Force

London - Die letzte überlebende Veteranin des Ersten Weltkriegs ist tot. Die Britin Florence Green starb am Samstag im Alter von 110 Jahren, wie britische Zeitungen am Mittwoch berichteten. Green hatte sich 1918 als 17-Jährige der Royal Air Force angeschlossen. Sie diente als Kellnerin in der Messe einer Air-Force-Basis in Norfolk. Obwohl sie nie an der Front war, galt sie als Weltkriegs-Veteranin.

Der letzte überlebende Soldat des Ersten Weltkriegs, der tatsächlich im Kampfeinsatz war, war der Brite Claude Choules. Er starb im vergangenen Mai im Alter von 110 Jahren in Australien. Der letzte deutsche Veteran des Ersten Weltkriegs, Erich Kästner, war im Jänner 2008 im Alter von 107 Jahren gestorben. Der letzte französische Veteran starb im März 2008, der letzte Italiener im Oktober desselben Jahres. (APA)

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7 Postings
"dank des Eingreifens der USA". Und...

...Präsident Willson ist es zu verdanken, dass es zu keinem vernünftigen Friedensvertrag gekommen ist. Hätte es 1918/19 zu einem tragfähigen Frieden gereicht, hätte nicht einmal die von den USA ausgelöste Weltwirtschaftskrise (nochmals herzlichen Dank!) den Postkartenmaler hochschwemmen können. Und hätten die USA den Völkerbund nicht zerstört, obwohl er auf ihre Initiative zurückgegangen war, dann hätte man vielleicht trotz des aufkeimenden Nationalismus noch mal die Kurve gekriegt. Also dreifaches Dankeschön für das wunderbare Ende mit ein wenig Schrecken!

P.s: Ein kleiner Dank gebührt auch Frankreich und GB, denn ohne sie wäre die Balkanexpedition, dank Russland, zwar auch schiefgegangen, aber kein Weltkrieg geworden.

P.P.S: Lies Musil!

2014...

... jährt sich der Ausbruch der "Großen Zeit" zum hundertsten Mal.

Aus einem "Spaziergang" der "Kulturnationen" Deutschland und Österreich-Ungarn nach Paris und Belgrad wurde ein totaler Krieg, der nur dank des Eingreifens der USA sein Ende mit Schrecken fand.

Man lese Karl Kraus - die "Fackel" und "Die Letzten Tage der Menschheit" geben heute noch Zeugnis über den moralischen Zusammenbruch der "Kulturnationen", denen die Alliierten wenigstens so lange die Stirne bieten konnten, bis das Lügengebäude 1918 von selbst zusammenbrach.

England sei in diesem Sinne für die Kontinentalblockade gedankt, ohne die das "Durchhalten" noch länger gedauert hätte.

Dr. Heinz Anderle, abendländischer Freigeist

"Kulturnationen" waren wohl die anderen auch,

genau in dem Sinn, wie es im Marstheater beschrieben ist. Nur haben die eben den Krieg gewonnen...

Ich habs vor einigen Tagen schon geschrieben: in den "Letzten Tagen der Menschheit", aber auch im "Schwejk" ist jene Mentalität genau eingefangen, die den Nationalsozialismus brachte/möglich machte.
Allerdings richtig raufkommen konnte der erst nach einer Niederlage...
Torbergs "Tante Jolesch" find ich nimmer so gut, seitdem mir klar ist, daß er da den Untergang der Welt von vor 1914 beklagt.

Ich hab daher nix zu danken, denn die eigentlichen sozialen Konflikte blieben durch nationalismusförderndes "Divide et Impera" eher ungelöst.
Dem Herrn "J'aime Berlin", der den Braunauer erst groß gemacht hat habens zu danken vergessen...

Erich Kästner...?

und Bücher schrieb er auch... allerhand!

naja, nicht ganz. der emil-und-die-detektive-erich kästner ist schon 1974 gestorben... (und wenn es ein scherz sein sollte, war er nicht besonders gut...)

1. wk, wie lange das schon zurückliegt !!
es hat kaum mehr jemand verwandte/bekannte die direkt zu dieser zeit bezug hatten (und wenn sie diese zeit auch nur als kinder erlebten).

in unserer familie schloß sich mit dem tod meiner großtante (jg 1910) die verbindung zu dieser zeit für immer.

Franz Künstler diente in der KuK Armee. Hier ein interessanter Auszug eines Interviews im Alter von 107 Jahren

http://www.youtube.com/watch?v=l_VUq7urFJw

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