USA reduzieren diplomatische Präsenz im Irak deutlich

8. Februar 2012, 06:32
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Hälfte der rund 16.000 Stellen könnte wegfallen

Washington - Zwei Monate nach dem Abzug ihrer Truppen aus dem Irak planen die USA nach einem Zeitungsbericht starke Einschnitte bei der diplomatischen Präsenz in dem Land. Von derzeit rund 16.000 Stellen an der amerikanischen Botschaft in Bagdad könnte fast die Hälfte wegfallen, berichtete die "New York Times" am Dienstag online.

Grund für die massiven Sparüberlegungen sei auch eine Enttäuschung über die Blockadehaltung der Iraker gegen die amerikanische Einflussnahme im Demokratisierungsprozess. Die mangelnde Zusammenarbeit würde jährliche Kosten von rund sechs Milliarden Dollar (4,5 Milliarden Euro) nicht mehr rechtfertigen.

Effizienz steigern

US-Außenamtssprecherin Victoria Nuland bestätigte Planungen, die diplomatische Präsenz im Irak "so effizient wir möglich zu machen". "Wir haben die hier eine Botschaftsstruktur, die für eine andere Zeit gebaut wurde", sagte sie am Dienstag in Washington.

Allerdings sei längst nicht klar, wie tief die Einschnitte würden. In Medienberichten genannte Zahlen bezeichnete sie als übertrieben. Vor allem über die 2.000 in den Irak entsandten Diplomaten seien keine Entscheidungen gefallen. Einsparungen bei den Tausenden zivilen Angestellten mit einem US-Vertrag dagegen seien wahrscheinlich. Sie sollen mit günstigeren lokalen Kräften ersetzt werden.

"Wie wollen so viel Geld wie möglich sparen, ohne die Qualität der Arbeit oder der Unterstützung unserer Bürger zu opfern", sagte Nuland. Letztlich sei das Ziel, die Vertretung im Irak "in eine viel normalere Botschaft zu verwandeln, wie einige unserer großen Botschaften überall in der Welt". (APA)

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