US-Republikaner

Außenseiter Santorum mischt Vorwahlen auf

8. Februar 2012, 11:50

Sieg in Minnesota, Missouri und Colorado - Mitt Romneys Favoritenrolle angekratzt

Washington - Bei den Vorwahlen der Republikaner in den USA hat am Dienstag ein Außenseiter gleich dreimal triumphiert. Der ehemalige Senator von Pennsylvania, Rick Santorum, siegte in den Bundesstaaten Minnesota und Colorado, zuvor entschied erzkonservative Katholik bereits die Abstimmung in Missouri für sich. Bei allen drei Vorwahlen ist der Ausgang zwar nicht bindend für die Verteilung der Delegiertenstimmen. Mit seinen drei Siegen hat Santorum allerdings Newt Gingrich den Rang als aussichtsreichster Rivale des Favoriten Mitt Romney streitig gemacht.

"Der Konservativismus lebt und ist guter Dinge", rief Santorum seinen Anhängern am Abend zu. Erzkonservative Republikaner beäugen Romney, den ehemaligen Gouverneur von Massachusetts, nach wie vor mit Argwohn, weil er früher moderate Ansichten zu Abtreibung und Homosexuellenrechten vertrat. Santorum präsentiert sich dagegen als christlich-konservativer Hardliner. Zuletzt hatte Romney die Vorwahl in dem bevölkerungsreichen Staat Florida gewonnen.

Santorum hatte sich Anfang Jänner in Iowa mit nur wenigen Stimmen Vorsprung durchgesetzt. In Colorado erklärte der örtliche Parteivorsitzende Ryan Call Santorum zum Sieger der Vorwahl. Laut CNN kam Santorum hier auf 40 Prozent der Stimmen. Romney erhielt 35 Prozent. Der bisher als schärfster Romney-Konkurrent gehandelte Newt Gingrich landete mit 13 Prozent abgeschlagen auf dem dritten Platz, knapp vor dem Kongressabgeordneten Ron Paul (12 Prozent).

"Konservative Alternative zu Obama"

"Ich bin nicht die konservative Alternative zu Mitt Romney, ich bin die konservative Alternative zu Barack Obama", rief Santorum. Nach der Auszählung von 83 Prozent der Wahlbezirke in Minnesota erhielt Santorum 45 Prozent der Stimmen, der texanische Abgeordnete Ron Paul 27 Prozent, Romney 17 Prozent und der ehemalige Präsident des US-Repräsentantenhauses, Newt Gingrich, elf Prozent.

In Missouri konnte sich Santorum sogar mit 55 Prozent der Stimmen gegen Romney durchsetzen, auf den 25 Prozent entfielen. Sein Sieg in Minnesota brachte Santorum weitere 13 Delegierte für den Parteitag der Republikaner im August ein, auf dem der Präsidentschaftskandidat der Republikaner bestimmt wird.

Derzeit verfügt Romney über 101 Delegierte, Gingrich über 32, Santorum über 30 und Paul über neun. Für die Nominierung als Präsidentschaftskandidat sind die Stimmen von 1.144 Delegierten notwendig. Romney stellte sich bei seiner Rede in Denver als Außenseiter des Systems Washington dar. Als Einziger habe er niemals im Politikbetrieb der Hauptstadt gearbeitet, sondern vor allem in der privaten Wirtschaft Erfahrung gesammelt. Romney griff US-Präsident Obama an und kritisierte die Bilanz seiner Wirtschaftspolitik. (APA)

Kommentar posten
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Ravenspower
00
12.2.2012, 01:41
Genial

wie schön bei den kandidaten immer die ehefrau brav neben den mann steht und lächelt - obwohl diese während des wahlkampfes ihre frauen ohnehin zigmal betrügen!
trotzdem ist es den amerikanern wichtig das ja immer schön die ehefrau daneben steht. *g*
aus prinzip!

Alec
10
Gingrich oder Santorum wären die besten Gegner für Obama.

holismus
02
es lebe der konservatismus

schneller gings noch nie rückwärts!

WK1404
20
Für mich ist Santorum ein Hoffnungsschimmer

Wenn man nicht wüßte, daß diverse Gauner schon einen Modus finden werden, Santorum zu verhindern, könnte man, soferne man mit dem Christentum noch etwas im Sinn hat (aber bitte! Wir leben im 21.Jahrhundert usw. usw.) in Santorum einen Hoffnungsträger sehen, der (im Gegensatz zu Obama) gegen das Abmurksen der eigenen Kinder ist und anscheinend auch sonst einen "nicht zeitgemäßen" Wertekatalog hat. Solche Leute sind natürlich heutzutage nicht erwünscht. Die Rechnung wird dann präsentiert werden.

academius
11

In den USA zählen eben noch echte Werte. Christlich-konservative Politiker, die eben noch Anstand, Ehrlichkeit und Charakter haben.

In Österreich haben wir zwar die ÖVP, doch der österreichische Wähler ist nicht intelligent genug, ihr das gebührende Wahlergebnis zu verschaffen.

j.h.k.
01
ach, ich liebe ihre ironischen postings!!

anstand, ehrlichkeit und charakter. in der övp. das ist einfach großartig!
strasser ist ein besonders gutes beispiel für anstand.
schüssel für ehrlichkeit.
und für den charakter von mizzi, platter, mikl, prüll etc etc hätten sie schon längst den friedensnobelpreis verdient. jawoll!!

Gerhard von Amerika
00
Santorum

Santorum 1. The frothy mix of lube and fecal matter that is sometimes the
byproduct of anal sex. 2. Senator Rick Santorum.

http://spreadingsantorum.com/

Gerhard von Amerika
00
Santorum

http://spreadingsantorum.com/

Santorum 1. The frothy mix of lube and fecal matter that is sometimes the
byproduct of anal sex. 2. Senator Rick Santorum.

Lars Jonka
11
Die Wiederwahl Obamas ist längst beschlossene Sache

Er hat BILLIONEN Steuergeld an seine Eigentümer, die wallstreet umverteilt.
Gigantische Kriegsbudgets beschlossen.
Kriege ausgeweitet und neue begonnen.
Sie sind zufrieden.

Nach der Wiederwahl allerdings, ab 2013 wird er den nächsten crash durchstehn müssen, den Preis für die Geldfälscherei der FED und den Pseudoaufschwung. Aber er kann dann ohnehin nicht mehr kandidieren.

rattlesnake87
11

Hast du das auf Fox News gelesen?

Christian Pongracz
03

Ich bezweifle, dass die Leute, die sich auf Fox News verlassen, lesen können. Die dürften eine Audio-Version auf der Homepage integriert haben. Ansonsten wird das nix.

academius
32

Erfreulich, dass Politiker mit gesunden christlich-konservativen Wert wieder solchen Zuspruch erleben!

Das würde ich mir auch für Österreich wünschen.

peter schmidt
 
02
Um es mit den Worten von Jed Bartlett dem fiktiven Präsidenten in der sehr guten Serie "West Wing" zu sagen

"Diese Leute (die sehr religiösen) sind ja geradezu besessen von Sex"

Ich Bins6
01

Tja in Gottes Nation ist eben alles möglich.

Ich weiss schon, dass jetzt einige wieder schreien werden, dass man in den USA von Region zu Region unterscheiden muss und bla bla.

Aber sind wir ehrlich, solche Religiösen Spinner würden in Europa keine 10%(hoch gegriffen) der Wähler ansprechen können.

Dass in vielen Teilen der USA die Religion das Leben der Menschen dominiert (in einem Ausmass, welches ich in EU noch nirgends gesehen habe) wird jeder bestätigen der mal längere zeit drübern war.

Vayav indrasca
10

Könnten Sie als Liberaler nicht so liberal sein und die Menschen leben lassen, wie sie wollen?

Christian Pongracz
00

Mir ist ja komplett blunzn wie sie leben und was sie machen. Sollens doch das fliegende Spaghettimonster anbeten. Allerdings hört sich der Spass auf, wenn sie die eigene Weltsicht den anderen aufdrängen wollen, und, sammas uns mal ehrlich, da sind alle extrem religiösen Menschen sehr prädestiniert dafür.

Gerhard von Amerika
10
Verallgemeinern ist nie dumm

Genau, alle amerikaner und alle europaeer kann man ja so einfach vergleichen. Die amerikaner sind ja sogar so dumm die religionslehrer nicht vom staat bezahlen und von der kirche aussuchen zu lassen.
Ah, und kirchenbeitrag zahlens auch keinen weils so bloed sind. Die sind ja so bloed die amerikaner. Da kann ich ja nur zustimmen. :-)

tan48
01
Vergleichen sie mal Santorums Stimmen mit den Bevölkerungszahlen

Minnesota 0,5%
Colorado 0,5%
Iowa 1%
Missouri (sein Sensationssieg) 2,5%
Nur weil diese Spinner immer und überall so viel Medienpräsenz bekommen braucht man nicht glauben, dass alle Menschen dort so sind.

politisch verfolgt
00
es handelt sich aber

lediglich um die vorwahlen der republikaner, nicht um allgemeine wahlen.

accuser
00
Santorum? Was war das nochmal...

http://lmgtfy.com/?q=Santorum

Iwan Diwan Zahriman
00
bei dem seinem namen

lese ich immer sanatorium :o)

Sushinger
21

gabs in der geschichte der amerikanischen präsidenten einen fall wo ein präsident wenn er noch gelebt hat kein 2tes mal gewählt wurde? selbst das affengesich das dem wahlbetrug überführt wurde haben die ein 2tes mal gewählt...eigentlich völlig irrsinnig

Ben Hemmens
01
Ford, Bush Sr., Carter haben als amtierende Präsidenten Wahlen verloren.

Truman hat 1952, Johnson 1968 in der Vorwahlphase als jeweils ein mal gewählter Präsident auf die erneute Kandidatur verzichtet.

JQ Adams, Van Buren, Pierce, Buchanan, Hayes, B Harrison, Taft, Hoover und J Adams wurden nach der ersten Amtszeit nicht wiedergewählt.

Es kommt also schon vor!

http://en.wikipedia.org/wiki/List... _in_office

afterthought
00

Und auch: George H. Bush, Gerald Ford, Herbert Hoover, William Taft, Benjamin Harrison,  Grover Cleveland, Martin Van Buren, John Quincy Adams, John Adams

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