Akte KHG

Grasser verteidigt sich und die Schwieger­mutter

8. Februar 2012, 10:16

Der Ex-Finanzminister sieht sich in Sachen 500.000 Euro keineswegs enttarnt und kann auch keine Widersprüche erkennen: "Niemand lügt"

Wien - Ex-Finanzminister Karl-Heinz Grasser sieht trotz neuer Vorwürfe keinen Widerspruch zwischen seinen Angaben und jenen seiner Schwiegermutter, Marina Giori-Lhota, bei der Veranlagung von 500.000 Euro. Er habe das Geld von ihr bekommen und ihr mit Erträgen zurückgezahlt. Einen Bericht des "profil", wonach ihn seine Schwiegermutter nun belaste, weist er als "bösartig" und "einseitig" zurück. Grasser versteht auch, warum sich seine Schwiegermutter gegenüber der Justiz der Aussage entschlägt: Sie beteilige sich eben nicht am "Verfolgungswahn" gegen ihn, meinte er Dienstagabend im Gespräch mit dem "Report" des ORF-Fernsehens.

"Schwiegermutter gegen Schwiegersohn"

Grasser richtete erneut Vorwürfe gegen die ermittelnden Behörden: Seine Schwiegermutter sei Schweizer Staatsbürgerin und lebe bei Besuchen in Österreich im Haus ihres Bruders in Kitzbühel. Die Behörde habe dort eine Hausdurchsuchung gemacht und ihr erst dann gesagt, dass man sie einvernehmen wolle. Für ihn stelle sich das Ganze als "Tiefpunkt einer Verfolgungsjagd" dar: "Man sagt, jetzt spielen wir die Schwiegermutter gegen den Sohn aus." In zweieinhalb Jahren Ermittlungen habe man nichts anderes gefunden.

Grasser: Keine Widersprüche zu sehen

Grassers Schwiegermutter hatte in einem Brief an das Finanzamt betont, dass sie nicht wirtschaftlich Berechtigte des Geldes gewesen sei und der Treuhandvertrag ohne ihr Wissen zustande gekommen sei. Da sie nicht wirtschaftlich Berechtigte war, habe sie es auch nicht in ihre Steuererklärung aufgenommen. Dazu befragt, meinte Grasser: "Da müssen Sie meine Schwiegermutter fragen." Er sei jedenfalls davon überzeugt, dass "niemand lügt": Er habe das Geld - rund 500.000 Euro - von seiner Schwiegermutter bekommen. "Alles danach, die Ferint AG, die Treuhandverwaltung, habe ich absolut in Eigenverantwortung gemacht." Genau das habe er auch den Ermittlungsbehörden gesagt, einen Widerspruch zu den Angaben seiner Schwiegermutter gebe es hier nicht, beteuerte Grasser.

"Hätte nie Geld der Buwog sein können"

Seine Schwiegermutter sei "entsetzt und schockiert" darüber gewesen, was das "profil" aus dem "vertraulichen Brief an das Finanzamt" gemacht habe, sagte Grasser. Sie werde sich weiterhin der Aussage entschlagen. Er habe das Geld auf ein Konto der Schwiegermutter in der Schweiz zurücküberwiesen. Es könne sich gar nicht um illegale Gelder aus der Buwog-Provision handeln: Diese Gelder seien ab 2006 geflossen, er aber habe das Geld der Schwiegermutter schon im Jahr 2005 eingezahlt. "Das hätte nie Geld der Buwog sein können."

Grasser: "Möchte Gerechtigkeit"

Nach zweieinhalb Jahren Ermittlungen gebe es keinen einzigen Zeugen gegen ihn, beteuerte Grasser, zweieinhalb Jahre lang sei kein einziger Beweis gegen ihn erbracht worden. Angesprochen auf Michael Ramprecht, der die Buwog-Privatisierung als "abgekartete Sache" bezeichnet, meinte Grasser, dieser sei in erster Instanz verurteilt worden. Das nicht rechtskräftige Urteil gegen Ramprecht war aber aufgehoben worden, das Ehrenbeleidigungsverfahren wegen einer Klage Grassers läuft nun wieder in erster Instanz.

Grasser betonte erneut seine Unschuld: "Mir steht das Wasser nicht bis zum Hals." Er sage die Wahrheit, versicherte er: "Ich bin unschuldig, ich habe nichts gemacht, ich möchte Gerechtigkeit und die Einstellung dieser Verfahren."

Mit Grassers Beschwerden konfrontiert, wies Christian Pilnacek, Leiter der Strafrechtssektion im Justizministerium, in der "ZiB 2" darauf hin, dass Grasser selbst seine Schwiegermutter ins Spiel gebracht habe. Der Buwog-Zuschlag sei schon 2004 erfolgt. Insgesamt betonte er, dass ein "großer, starker Verdacht in Richtung korruptiven Verhaltens" bestehe. Der schwere Tatvorwurf rechtfertige auch tiefgreifende Grundrechtseingriffe, so Pilnacek. (APA)

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Ah Ha
00

Kann es sein, dass der Grasser in seiner Amtzeit allen möglichen sonst noch auf die Zehen getreten ist. Man erinnere sich, dass der schwarze "Spezialist" Strasser bei der Angelobung dem Grasser die Hand nicht gab. Die Wirtschaftsunternehmen der grünen Reichshälfte wurde wohl während der Amtszeit mit außertourlichen Steuerprüfungen gesegnet. Ganz zu schweigen davon was er im roten Lager des "verschworene" F-Ministerium angerichtet hat, als er die Gewerkschaftsinteressen "hochgehen" hat lassen. Blaue und Orange hassen den Fahnenflüchtigen sowieso. Hätte er nicht aus der Konsolidierung wegen der Krise aussteigen müssen, (Der Schuldenzähler am Graben wurde ja auch abgeschaltet ;-) ) wäre die genannte Amtsperiode wohl sehr gelobt worden. oder ?

waldenoderlebenindenwäldern
 
00
Er ist ein Buberl

der Glaskugerln geklaut hat.
Doch jetzt sind die Kindelngeschichten,weg.
Er ist schon bestraft.Aber Knast würde seiner Philosophie VOLLSTÄNDIG widersprechen und dementsprechend noch mehr quälen.
Zum Trost Mähne:Alles ist vergänglich und geht vorbei.

waldenoderlebenindenwäldern
 
01
So gehts ihr mit leistungsträgern um

Schämts Euch.Der Leistungsträger beteuert was er alles nicht gemacht hat.Was wolltst!?.

totila39
01

Für die Grasserfans einfach zwei für sie leicht zu beantwortende Fragen:

1) Wer war jetzt wirtschaftlich Berechtigter? Grasser oder seine Schwiegermutter?
2) Wer hat die Steuern für den HYPO Deal bezahlt? Grasser oder seine Schwiegermutter?

Ist doch einfach, nicht wahr?

Auch Briefträger brauchen Liebe..
00
11.2.2012, 09:05
es dürfte ganz leicht zu beantworten sein, wenn man

den tatsächlichen Wortlaut des geschriebenen kennen würde. Und damit meine ich: wahrheitsgetreu wiedergeben kann

Denn von beiden Seiten (jawohl! Und das ist die größere Unterstellung) wird offensichtlich nicht fair gespielt. Die eine Seite ist Österreich, das ständig vorwirft und das in der Überzeugung, es berechtigt zu tun, denn Grasser ist ein Politiker und hat damit für Anfeindungen offen zu sein.
Und er ist Sündenbock. Etwas, das schwer faßbar und verifizierbar ist. Siehe durchgehende Anklagepunkte. Es gibtr keine.

Zur Frage Wirt.berechtigter: bezieht sie sich auf das Konto oder das Geld, und wenn das Geld, während der Kontoverwahrung? Sehen sie (oder auch nicht), das macht einen gr. Unterschied. Der selbst von "Journalisten" vernachl

Auch Briefträger brauchen Liebe..
00
11.2.2012, 09:04
2

vernachlässigt wird. Bewust und unbewust.

Das Geld stammte von der Schw.mamma, das Konto eröffnete Grasser.

Hypodeal? Oder die teuern für den Gewinn aus den 500 000 € ? Letzteres - fällt möglicherweise weg, wenn der Gewinn aus Aktien oder Genußscheinen nach mehr als 1 Jahr Liegezeit erfolgte.

So oder ähnlich schaut gwissenhaftes Vorgehen (recherche) aus, der sich keiner ..unterziehen will. Man will Schlachtopfer, die Motivation ist das hehrste der Gefühle

Rondocor
00
Mein Oma, 91 Jahre. Prof. a.D. sagte; der Rotzlöffel stolpert nur über die STEUER. Das war schon immer so.

peter Egon
01
Dann dürfte Ihre Oma die Geschichte des Herrn

Alphonse Capone wohl noch gut in Erinnerung haben.

Ah Ha
13
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A.H.

estragon001
10
Schnell raus aus'm Internet und NIE wieder rein...

Da wird man verfolgt, belauscht, zitiert sogar, und NIX ist geheim !!
Sowas aber auch...

Ah Ha
30
Die Angelegenheit nervt mich nun auch schon ein wenig

Jetzt sind die Behörden und vor Allem die Medien eine Ganze Weile an Grasser dran.
Es wurden geradezu geheimdienstliche Methoden angewandt. Gespräche wurden abgehört. Skype wurde geknackt. Alle Bankunterlagen wurden eingesehen.
Nur noch die Methoden im Tierschützerprozess waren fragwürdiger.
Insbesondere ist zu befürchten dass Personen der Ermittlungsbehörden möglicherweise gute Gelder durch die Weitergabe der dienstlichen Akten an Medien verdient haben.
Ich finde es wird endlich Zeit, dass da etwas stichhaltiges auf den Tisch kommt und der Grasser entweder angeklagt wird, oder dass wir endlich mit dem Gesülze in Ruhe gelassen werden.
Schön langsam glaube ich auch den scheinbar politisch lancierten Meldungen nicht mehr.

Auch Briefträger brauchen Liebe..
00
11.2.2012, 09:14

die die "Politik" verstehen, wissen daß alles (wirklich alles) um Grasser von anfang an inszeniert war um dessen Umfragewerte einzudämmen. Ich las davon vor vielen Jahren, es gab wie so oft ein Strategiepapier der opppositionellen Strategen (wie bei Waldheim)

und es begann mit der "homepage", für die Grasser 10 Jahre hinter Gitter kam. Oder doch nich?

Man muß unterscheiden, zwischen de facto begangenem Fehlverhalten (Verurteilung) und lediglich begründeten Vorwürfen, die eine teure und wertlose homepage als unnötig erscheinen lassen

Inkriminierende Details gab es nicht, man suchte sie .. und suchte sie ständig zu aufrechtzuerhalten,

Östrr. scheint einen einfachen Nenner zu brauchen, der dann alle auf diesem einfachen level "vereinigt"

natoll
01

da gehts um mehrere millionen euro an hinterzogenen steuern (betrifft ja nicht nur grasser). ganz abgesehen von der korruption.

das sind keine peanuts mehr. nachdem er freiwillig ja keine unterlagen rausrückt, ist diese einzusammeln (noch dazu ausgerechnet auch aus liechtenstein) eben etwas mühselig.

auf den tisch muss das ganze erst beim prozess.

Auch Briefträger brauchen Liebe..
00
11.2.2012, 09:08

Ich muß immer wieder lachen, wie da mit leichter Hand von "millionenfach hinterzogener Steuer" die Rede ist, - denn nichts, gar nichts unterstützt ihre These, wiewohl der Vorwurf huntertausendmal erhoben wurde - und noch in dutzenden Jahren auflebt.

Wo viel Dreck hingeschmissen wird, wird auch irgendwas irgendwann hängenbleiben, sagt wahrdeutend ein alter .. Spruch

estragon001
11
Ah, das sind "politisch lancierte Meldungen", nix "stichhaltiges" und "nur die Methoden der Tierschützer sind fragwürdiger" ????

Durch ihre Sprache werdet ihr sie erkennen... Sie können nicht anders und verraten sich immer.
Drei Bier bitte...

günter frank
01
Sie haben nicht ganz Unrecht,

trotzdem, Grasser selbst hat sich das zuzuschreiben.

Er ist ein Blender, in den Medien gibt er sich als unschuldig Verfolgter, er nutzt jede Gelegenheit seine bla bla Monologe abzuspulen um Zeit zu schinden, geht auf Kernfragen gar nicht oder nur schwammig ein.

Im Hintergrund hat er mit seinen Anwälten und Beratern die Voraussetzungen geschaffen die bei allen Fragen aufwerfen, und die Grasser nicht erklären muss und auch nicht will. (Stiftungen Geldkoffer Diplomatenpass Grenzgänge...)

Entgegen dem was er immer wieder sagt legt er selbst gar nichts offen was nicht auf "Umwegen" an die Öffentlichkeit kommt.

Er taktiert, spielt auf Zeit, wartet und hofft, dass die Wogen sich glätten.

Ich hoffe, dass das nie passiert.....

Auch Briefträger brauchen Liebe..
10

Sie widersprechen sich in einem Absatz. Vielleicht sollten Sie die Finger vom Philosophieren lassen, vor allem wenn dabei weitere Personen besschuldigt werden

Sir JPS
00
falsch

die bankunterlagen rückt er nicht raus, daher der antrag an liechtenstein, der alles blockiert.

Alfredo E. Newman
00

trauriges Dasein.
Kannst du ohne Medien und die tägliche Zeit im Bild etwa nicht leben?

Ah Ha
00

Ich fände es falsch zu resignieren und einfach informationsmäßig "abzudrehen".
Und auch deinen Ratschlag finde ich daher fragwürdig, einfach abzudrehen.
Meine Aufforderung gilt den ermittelnden Behörden und auch den Medien vermehrt Fakten zu veröffentlichen, die strafrechtliche Konsequenzen nach sich ziehen.
Bisher war es nur softes Schwaschwa.
Entweder es steht was dahinter, dann raus damit und sei es nur so, dass der Grasser seine Zeitung am Sonntagstascherl ohne zu zahlen entnommen hätte...

Andreas W
02
Sie haben recht, es dauert zu lang und Akten duerften nicht an die Presse gegeben werden!

Aber der Rest ist Schwachsinn, erstens liegt die Dauer der Ermittlungen nicht nur an unseren KStA, sondern vor allem an auslaendischen Verflechtungen, was ja genau das Kalkuel der Taeter war, nicht umsonst wurden hier sicher mehrere Rechtsanwaelte und Steuerberater taetig (wenn die nicht wissen wie man's macht, wer dann).

Denn KHG mag eloquent und dampfplaudernd sein, aber ueber besonderen Intellekt verfuegt er nicht und juristisch ist er ein Barfuessiger, nicht mehr!

Und das groeszte Problem ist ja die Aufdeckung der Zahlungsfluesse, weil Zypern und Delaware grundsaetzlich nichts offenlegen bzw in Delaware nicht mal konkrete Angaben bei Firmengruendungen gemacht werden muessen (wo nix is kann auch nix beauskunftet werden).

Alfredo E. Newman
00

Ich finde schon gut, dass die Akten der Presse gegeben werden.
Wie soll ich denn sonst meine Sensationsgier befriedigen.

Andreas W
00

Ich persoenlich find's auch gut, weil sonst wieder die Gefahr besteht, dass alles unter den Deckel gekehrt wird (allein das ist traurig, dass unsere Justiz derart an Vetrauen verloren hat) aber es gibt nunmal das Amtsgeheimnis und das sta Ermittlungsverfahren ist nicht oeffentlich (im Gegensatz zum Gerichtsverfahren)!

Und wenn ich von KHG und Komplizen rechtstreues Verhalten einfordere, dann muss ich das von allen anderen auch machen, sonst brauchen wir bald eh gar keine Gesetze mehr!

scrotum2012
00

und was meint sein advokat zu der ganzen causa ?

Der Doktor
00
gerechtigkeit?

kann er haben: bitte bei mir melden, KHG!

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