Nachrichten in aller Kürze
Alles zur Community
Nachrichten, die zu Ihnen kommen: Newsletter, Feeds und SMS
Alles zu unseren mobilen Angeboten: Apps, Mobilversion und SMS
Unsere Radio- und TV-Angebote
Die Zeitung im Internet: Abo, E-Paper, Anzeigen und mehr
Alles über die Redaktion von derStandard.at
Alles über Onlinewerbung, Stellenanzeigen und Immobilieninserate
Es ist nicht ungewöhnlich, wenn Regierungschefs für Parteifreunde in Europa Wahlkampfauftritte hinlegen. Das war in der Hochblüte des "dritten Weges" der Sozialdemokraten Blair, Schröder & Co gang und gäbe. Die Art aber, wie Angela Merkel sich für Noch-nicht-Kandidat Nicolas Sarkozy ins Zeug legt, ist ohne Beispiel: zu Mittag deutsch-französischer Ministerrat in Paris, später ein ideologisches Partner-Fernsehinterview zur besten Sendezeit.
So platt hat noch kein deutscher Bundeskanzler für einen französischen Präsidenten je Stimmung gemacht. Der TV-Auftritt stand hart an der Kante zur Schmiere, etwa als Merkel sagte, die "persönliche Zuneigung" sei ihr und Sarko "nicht in die Wiege gelegt", jetzt aber passe es total.
Ein Affront ist, dass sie als Kanzlerin nicht bereit ist, den Gegenkandidaten (den Sozialisten François Hollande) in Berlin auch nur kurz zu empfangen, wie das immer üblich war. Fast ungustiös war aber, wie die beiden die Griechenlandkrise für konservative Slogans aktuell instrumentalisierten.
Die Parteifreunde Merkel und der ihr zu Füßen liegende Sarkozy (der in Umfragen weit zurückliegt) müssen wohl Panik haben, wenn sie zu solchen Mitteln greifen. Die Kanzlerin fürchtet, dass es mit ihrem Spardiktat für Europa vorbei ist, sollte ab Mai in Paris Hollande regieren. Die Sache hat aber auch eine interessante neue Seite: Europäische Politik ist definitiv Innenpolitik geworden, und umgekehrt - nun auch auf höchster machtpolitischer Ebene. (DER STANDARD, Printausgabe, 8.2.2012)
Radler sind relativ schnell und sehr verletzbar, gefärbte Radwege sind ihnen ein sinnvoller Schutz
Berlin behält die Entscheidungsmacht lieber bei sich zu Hause
Und keiner dieser sich Europa zu inne machenden Politiker - naja bei Merkel und Sarkozy könnte man eher von Hofnarr und Dompteuse sprechen, macht etwas für das eigene Volk. Sprich - uns egal, was Ihr wollt, wir mögen uns - und wir tun was wir wollen.
So abgehoben sind die "Politiker" inzwischen. Denn das schlimmste, was droht - ist abgewählt zu werden. Dann kommen neue an den Topf, die sich Ihrerseits gütlich tun an der Macht.
Nur was hat das noch mit Demokratie zu tun? Wer hat denen jemals das Recht erteilt - so zu "regieren," wie einst die Könige und Königinnen? Man muss sie wirklich mal wieder auf den Boden der Tatsachen herunter holen, und sie die Realität spüren lassen. Nicht nur am Stimmzettel.
Das sage ich nicht. Wenn aber Politiker das jeweilige Land nicht nur repräsentieren sondern auch regieren sollten, so doch wohl im Sinn und zum Wohl der im jeweiligen Land ansässigen Bürger, was aber schlicht nicht passiert. Da kommen solche Zweier-Pärchen wie MerKozy, und deren Eskapaden erst recht nicht gut an.
Was sollen uns diese beliebigen Worthülsen denn nun sagen?
Und inwieweit, angenommen hinter dem Ganzen entdeckte man nach einem noch zu findenden Code einen nachvollziehbaren Sinn, kommen Sie beim kollegialen Besuch der CDU-Parteichefin dazu, "die" Demokratie in Frage zu stellen?
Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.