Telekom-Fußball-Sponsoring

Der Verdacht eines Abtauschs erhärtet sich

7. Februar 2012, 17:45

Neue Anzeige wegen Telekom-Fußball-Sponsoring

Klagenfurt - In der Affäre um korruptionsverdächtiges Sponsoring der Telekom für den Fußballklub SK Austria Kärnten gibt es eine weitere Anzeige. Sie wurde ebenfalls an die Korruptionsstaatsanwaltschaft und den parlamentarischen Untersuchungsausschuss übermittelt. Wie der Standard berichtete, soll die Telekom 2,5 Millionen Euro an Jörg Haiders mittlerweile Pleite gegangenen SK Austria Kärnten gezahlt haben - ohne Gegenleistung.

Unbekannter Sponsor

Das Sponsoring soll im Abtausch an die Genehmigung des in Klagenfurt geplanten Gasdampfkraftwerks (GDK) gekoppelt gewesen sein. Dazu soll es einen detaillierten Plan gegeben haben, der vom Landesjuristen Albert Kreiner ausgearbeitet und Landeshauptmann Haider und Klagenfurts VP-Bürgermeister Harald Scheucher vorgelegt worden sein soll. Denn Haider wollte 2008 unbedingt eine Finanzierung für seinen damals schon finanzmaroden Retortenklub, Scheucher das GDK.

In der neuen Anzeige wird der Verdacht eines Abtauschs erhärtet. Kreiner habe ab 2008 die GDK-Verfahren aus Willfährigkeit massiv beeinflusst. So habe er die UVP-Entscheidung an sich gezogen - als sich abzeichnete, dass sie sonst negativ ausfallen würde. Die damit beauftragte UVP-Verfahrensleiterin wurde abgezogen, worauf Kreiner einen positiven UVP-Bescheid ausstellte.

Laut Plan sollte der SK Austria nach der ersten UVP-Runde zwei Mio. Euro erhalten. Nach dem positiven Abschluss des Verfahrens sollten weitere 2, 5 Mio. fließen. Da die finanziell ebenfalls angeschlagenen Klagenfurter Stadtwerke nicht als Austria-Sponsor auftreten konnten, sollte die Telekom einspringen. Dafür habe man ihr die Telekom-Sparte der Stadtwerke zum Billigstpreis angeboten. SK-Austria-EX-Präsident Mario Canori will vor dem U-Ausschuss aussagen, ebenso Landesjurist Kreiner, der alle Vorwürfe zurückweist und von einem "Anschlag" auf seine "Integrität" spricht. Canori hatte im März 2008 selbst bekanntgegeben, dass es eine Zusage von Haider und Scheucher über ein 2,5-Mio. -Euro-Sponsoring für den SK-Austria gebe, der damit gerettet sei. Im Mai 2008 konnte der SK Austria nur in letzter Sekunde eine Bankgarantie für seine Lizenz in der Bundesliga vorweisen. Die Sponsoren wurden nie genannt.(Elisabeth Steiner, DER STANDARD, Printausgabe, 8.2.2012)

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19 Postings
Neoliberal National der Untergang!
00
Ach da ist noch soviel was wir gar nicht wissen..

bin fest davon überzeugt wenn ich an die Einnahmen der Wettbüros denke!
Über die wird ja nicht gesprochen!

werner garscha
 
00
15.2.2012, 11:45
Klagenfurter Fussballstadion

Nach allen Korruptionsfällen, welche jetzt bekannt werden, welche unter Jörg Haiders Regie begangen worden sind sollte man das Wörthersee Stadion in Klagenfurt den Namen JÖRG HAIDER STADION verleihen.
Dieses Stadion steht symbolhaft für den Verfall rechtpopulistischer Ideen und sollte als Mahnmal der Nachwelt erhalten bleiben, damit auch unsere Nachkommen sehen, was aus dem Gedankengut der FPÖ/BZÖ und des FPK zu erwarten ist

The Baldy Man of Hütteldorf
00
14.2.2012, 14:20
Welcher Verdacht?

Ach, damit ist wohl das gemeint, was die Spatzen eh schon von den Dächern pfeifen?

stopmakingsense
00
12.2.2012, 20:50

Ach was. In Wien passiert das alles seit Jahren völlig ungeniert. Undurchsichtige Förderungen, Sponsoring durch staatsnahe Betriebe oder durch Waffenhändler, Rettung Rapids aus der Insolvenz durch ein staatsnahes Unternehmen, Stadionbau finanziert durch Steuergelder. Wen interessierts, nicht wahr?

Rudolfo Karellowitsch
01
10.2.2012, 12:20
Was ich ja nicht verstehe,

warum so viele Kärntner diese Partei wählen? Ist das so eine Art kollektiver Masochismus?

Uljanovnig
07
Symbolisch

sollte man einfach nur das Landesgefangenenhaus nach Jörg Haider benennen.

So ein elendiger Drecksagg.

xerxes0001
03
die einfachste Läsung...

...wäre die Landesregierung mit Stahlgittern zu versehen.

Zivilgeselle
14
Korruptionskatalog

In Kärnten gab es einen Korruptionskatalog:

Eine Staatsbürgerschaft 1 Mille.

Eine UVP um 2,5 +2 Mille.

Landesaufträge waren über eine "Beratung" durch die - nomen est omen - Schmiergeldfirma "contectum" zu buchen.

Und die Wähler wurden gegen FPK Händedruck mit Barauszahlungen aus der maroden Landeskasse gekauft.

Die Landesbank musste Prestigeprojekte finanzieren.

Wir Österreicher müssen die korrupte Kärntner Suppe auslöffeln.

Es geht um Milliardenschäden, die uns jetzt und in Zukunft für Bildung und Umwelt fehlen.

Den Kärntnern gefällt´s: Sie wählen Dörfler, Scheuch, Martinz und Dobernig wieder.

SiSe
00
13.2.2012, 13:35

Der Austritt Kärntens aus Österreich sollte schleunigst vollzogen werden ;-)

linkslinker gutmensch
00

So wirklich ärgern, müssen sich die Bayern.

daydreamer07
00
die nebel lichten sich

die nebel lichten sich und es sind wieder mal die üblichen verdächtigen....es wird spannend, denn zu guter letzt werden ein paar dieser vögel singen, damit sie sich selbst retten und dann werden etliche mitspieler über die klinge hüpfen....so schauts aus....aber schon grandios wie der fesche jörg mit den millionen der anderen jongliert hat, seine politerben dürfen jetzt das ganze desaster auslöffeln, hoffentlich häfnaufenthalt inklusive...

Kate Austen
32
in Wien nicht üblich?

Erisian Liberation Front
00
10.2.2012, 10:31
Doch doch

sogar die Leute, die das nach eigenen Angaben vermittelt haben wollen, sind die selben.
Sowohl bei der Austria Klagenfurt als auch beim SK Rapid war es ein und derselbe Ex-FPÖ Mann, Pleitier und späterer Mitarbeiter der EBD.
Der, den der Pilz nicht so gerne weiterbefragen wollte....

verleih nix
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typische kärntner reaktion!

Kate Austen
20
typisches Nichteingehen auf eine Frage

und nein, bin keine Kärntnerin

sainty1
11
immer die Anderen warens?

Der Manner
01

Sportsponsoring... kommt da jetzt auch schon wer drauf was da alles so läuft? Aber überall...

duck29
00
14.2.2012, 13:53
Apropos...

...WWP... liechtensteiner Agentur im so genannten Ski-"Welt"cup...

Sponsoren: u.a. Telekom, A1...

Vigoleis
06

Man kommt ins Staunen. Beeindruckend, wenn auch unschön, der Arbeitseifer insbesondere der Klagenfurter Leistungsträger.
Vielleicht sollte der verpflichtende Büroschlaf Eingang finden in die Kärntner Landesverfassung, das käme letzten Endes der Konsumentin und dem Steuerzahler billiger.

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