Rolle der Frauen

Es gehört sich einfach, religiös zu sein

Doris Griesser , 7. Februar 2012, 17:42

Die "religiöse Rechte" und fundamentalistische Glaubensgemeinschaften bestimmen die US-Politik und den amerikanischen Alltag mit

Ein Grazer Theologe hat die zwiespältige Rolle der Frauen in einer dieser streng religiösen Gruppen untersucht. 

* * *

Der aktuelle Vorwahlkampf der Republikaner macht es wieder einmal deutlich: Religion und Politik sind in den USA auf eine Weise miteinander verbunden, die eher an die arabische Welt als an Europa erinnert. Viele der republikanischen Kandidaten wenden sich an extrem konservative bis christlich-fundamentalistische Wählerschichten.

Die konfessionell stark durchmischte "religiöse Rechte" etwa ist mittlerweile fest im amerikanischen Mittelstand verankert und gewinnt auch politisch immer mehr an Boden. Inhaltlich geht es ihren Anhängern beispielsweise um eine Reduzierung der staatlichen Sozialpolitik, eine kapitalistische "Wirtschaftsmoral" ("das Recht der Fleißigen, ihren Reichtum zu mehren"), das Recht auf Waffenbesitz, die traditionellen Familienideale, die Ablehnung von Frauenrechten, Abtreibung und Homosexualität.

Protestantische Fundis

Mitt Romney, der bislang erfolgreichste Kandidat bei den republikanischen Vorwahlen, ist zwar durch seine vergleichsweise liberalen Positionen zu Abtreibung und Schwulenehe kein ganz typischer Vertreter der religiösen Rechten. Dennoch bringt der Multimillionär und ehemalige mormonische Missionar immer noch genügend konservative und religiöse Werte ins Spiel, um für einen großen Teil dieses Bevölkerungssegments wählbar zu sein.

Eine nicht unbedeutende politische Größe sind auch die protestantischen Fundamentalisten, die sich zum Teil unter den religiösen Rechten finden. Wo aber liegt die Grenze zwischen religiösem Konservativismus und Fundamentalismus? Eine knifflige Frage, die ganze Bibliotheken füllt und auf die man selten eine klare Antwort erhält.

So zieht auch der Grazer Theologe Markus Löhnert eine Auflistung protestantisch fundamentalistischer Überzeugungen einer eindeutigen Begriffsdefinition vor. "Der religiöse Fundamentalismus in den USA ist von einer radikalen Ablehnung der Moderne geprägt, was sich beispielsweise in der untergeordneten Stellung der Frauen äußert. Wesentliche Aspekte sind auch die wörtliche Interpretation der Bibel, die als irrtumsfreies Wort Gottes angesehen wird, oder die Ablehnung der Evolutionstheorie."

Die Ursprünge des protestantischen Fundamentalismus ortet Religionssoziologe Martin Riesebrodt in einer konservativen religiösen Sammelbewegung zu Beginn des 20. Jahrhunderts, die sich nach dem Ersten Weltkrieg zunehmend politisierte und zu einer sozialen Bewegung entwickelte. Sie war maßgeblich an der Durchsetzung der Prohibitionsgesetze beteiligt und erzielte ihren größten politischen Erfolg mit dem Verbot der Verbreitung der Darwin'schen Evolutionstheorie an öffentlichen Schulen in mehreren Bundesstaaten. Insbesondere der 1925 gegen einen Lehrer in Tennessee geführte "Affenprozess" prägte das Image der Fundamentalisten als antimodernistische Hinterwäldler. Die damalige Überzeugung, dass diese Strömung durch die Verbreitung von Bildung und urbaner Kultur in der amerikanischen Gesellschaft automatisch verschwinden werde, bewahrheitete sich jedoch nicht.

Bestens organisiert

Mittlerweile präsentiert sich der Fundamentalismus nämlich als starke und bestens organisierte Bewegung mit zahlreichen politisch und gesellschaftlich höchst einflussreichen Institutionen sowie eigenen Fernsehstationen, über die ein Millionenpublikum in der gesamten USA erreicht wird. In christlichen Elite-Colleges wird der religiöse Nachwuchs gezielt auf eine politische Karriere vorbereitet.

Bereits während des Studiums können Interessierte durch Praktika im Weißen Haus oder die Mitarbeit in Wahlkampfteams konservativer Abgeordneter erste politische Erfahrungen sammeln und die Kunst des politischen "Networking" üben. Während die Ausbildung an derartigen Colleges zurzeit noch ein Minderheitenprogramm ist, sind fundamentalistische Überzeugungen in der amerikanischen Bevölkerung weit verbreitet. So lehnt nach einer Untersuchung des Wochenmagazins Newsweek rund die Hälfte aller US-Amerikaner die Evolutionstheorie ab und glaubt, Gott habe den Menschen in den letzten Jahrtausenden in seiner gegenwärtigen Form erschaffen. Zahlreiche fundamentalistische Religionsgemeinschaften ermuntern ihre Mitglieder, die eigenen Sprösslinge aus Respekt vor der reinen Lehre selbst zu unterrichten.

Was aber treibt Menschen dazu, sich angesichts des enorm vielfältigen religiösen Angebots in den USA gerade fundamentalistischen Gemeinschaften anzuschließen? Eine Frage, die sich Markus Löhnert in seiner Dissertation speziell in Bezug auf Frauen stellte: "Diese Kirchen sind streng hierarchisch strukturiert und Frauen spielen eine sehr untergeordnete Rolle. Dennoch ist ein Großteil ihrer Mitglieder weiblich." Um dieses Phänomen genauer zu untersuchen, hat Löhnert umfangreiche Interviews mit weiblichen Mitgliedern der unabhängigen Bibelkirche "Community Bible Church" geführt.

Was also bewegte diese großteils gut ausgebildeten Frauen dazu, sich einer kleinen, fundamentalistischen Religionsgemeinschaft anzuschließen, in der sie so viel weniger zählen als Männer? "Entsprechend der 'Theory of Religion', bei der es um das Abwägen von Kosten und Nutzen im Entscheidungsprozess geht, hat auch für diese Frauen der nicht nur im Jenseits zu erwartende Nutzen durchaus überwogen", sagt Löhnert. "Er besteht vor allem in der Überzeugung, einer eingeschworenen, unzerstörbaren Gemeinschaft anzugehören. Dieses Gefühl, in einem absolut sicheren sozialen Netz geborgen zu sein, ergibt sich nicht zuletzt aus der Kleinheit der Gruppe. Die strengen religiösen Überzeugungen stärken zudem den Glauben, nach der Apokalypse zur Gruppe der Auserwählten zu gehören."

Diese Erlösungsgewissheit sowie das Gefühl sozialer Geborgenheit in einer exklusiven Gemeinschaft wiegen die Geschlechtsdiskriminierung auf. Wobei ihre untergeordnete Rolle von den Frauen selbst keineswegs als negativ wahrgenommen werde, sondern als gottgewollte Aufgabenteilung zwischen Mann und Frau.

Politisch-spiritueller Konsens

Warum sich der christliche Fundamentalismus in den USA so weit verbreiten und bis heute erhalten konnte, erklärt Löhnert mit der amerikanischen Geschichte: "Die USA wurden von religiösen Flüchtlingen gegründet, die in das biblische 'neue Jerusalem' aufgebrochen waren, um einen Staat nach ihren Glaubensvorgaben und ihren demokratischen Überzeugungen zu gründen." Ein politisch-spiritueller Grundkonsens, der unterschwellig von Generation zu Generation weitergegeben worden sei. "In den amerikanischen Köpfen hat sich über die Zeit hinweg eine Art 'staatsbürgerliches Religionsempfinden' verankert. Für einen guten Amerikaner gehört es sich einfach, religiös zu sein." Die meisten Reden amerikanischer Politiker enden dementsprechend mit "God bless you" - was in Europa jenseits religiöser Versammlungen wohl Befremden auslösen würde. (DER STANDARD, Printausgabe, 08.02.2012)

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Linker Emanzerich
00
28.2.2012, 10:57
Evolutionstheorie vs Gott als Schöpfer?

Sinnlose Alternative. Beides gilt. Das eine ist eine nawi Aussage, das andere eine theologische. Beides kann Wahrheit beanspruchen. Ebenso wie die Beschreibung eines Baumes chemisch, biologisch, poetisch oder metaphorisch vorgenommen werden kann und die eine Möglichkeit nicht mehr Wahrheit als die andere beanspruchen kann.

Bernhard Marold
00
11.2.2012, 12:59
Eigentlich sehr einfach

zu verstehen. Die USA, als unser aller Vorreiter, sind halt auch als erste an den "Grenzen des Wachstums" angekommen. Dass heisst, dass alle ihren Lebensstil radikal ändern müssten. Da bleiben nur zwei Aktionsstränge: Entweder in die Hände spucken und es angehen oder kräftig beten und auf ein Wunder vertrauen. Vielleicht regnet's ja wieder "Mannah", wer weiss.

Nick Tameer
00
14.2.2012, 07:47

Auch wenn beten nicht helfen mag, aber die "Grenzen des Wachstums" überschreiten, in dem man in die Hände spuckt und "es angeht"? Wie meinen?

Bernhard Marold
00
14.2.2012, 11:04
Nur mal so zum andenken:

Die meisten Relgionen fordern (teilweise erhebliche) Einschränkungen unserer Freiheit - z.B.: Sexualität, Kleidung, Haartracht etc. - Die Situation, in die wir unseren Planeten gebracht haben fordert z.B. dass wir auf's Auto verzichten, weniger Kinder haben, weniger Reiniguns und Pflegemittel gebrauchen und uns ganz allgemein von einer Konsum- zu einer nachhaltigen Gesellschaft entwickeln. Da unsere veränderungsunwillige Gesellschaft den Forderung der Selbsterhaltung nicht nachkommen will wendet man sich halt wieder vermehrt der Religion zu und erfüllt lieber einige deren Forderungen, nach dem Motto "Gott wird's schon richten".

e_Neutrino
 
01
Lebenswissenschaften anstatt Religionen?,...

.
nun der Kampf religiöser Sichtweisen läuft seit langem, eine gemeinsame tiefere Ebene scheint schwer möglich od. zumindest den Anschein nach erfolgt sie meist nur an deren Oberfläche, dessen ungeachtet eine Religion die Frauen nicht als Gleichberechtigt erklärt ist längst nicht mehr zeitgemäss, u. Religion mit der Staatsführung zu vereinen, od. vielmehr noch die religiösen Oberhäupter (irgendwann) an 1. Stelle zu setzen wäre langfristig wohl der Untergang der modernen Zivilisation,... deshalb zurück zu den Grundlagen, was ist dass wirklich gemeinsame, innerlich verbindende für jeden Menschen?

All dies sollte man lieber in einem neuen Forschungszweig, eben unter "Lebenswissenschaften" völlig unabhängig und gründlich erforschen,... ;)

Zinsenfeger
01

Den Forschungszweig gibt es schon, er nennt sich die Philosophie und wird zu Unrecht als Orchideenfach abgetan.

santa fe
 
32

wenn wir die geschichte der naturvernichtung und menschen-unterdrückung zurückverfolgen, stossen wir auf das alte testament, genesis 1:28.

dort sagt angeblich gott, dass wir uns die erde und alle ihre lebewesen zu unterwerfen haben, wir, die von ihm auserwählten. da die christen am alten testament festhalten, ist das unsere kultur, unsere zivilisation.

bei allem respekt für menschen, die religion brauchen, weil sie mit ihr dem chaos und der ungerechtigkeit der realität entkommen zu können glauben, sie haben sich auch zur verantwortung für die auswirkungen ihres glaubens zu bekennen.

Nick Tameer
00
11.2.2012, 13:30

"Völlig falsch," höre ich den Öko-Christen rufen, denn die Bibel macht alles mit, "uns trifft eine Pflicht zur Erhaltung der Schöpfung!" Im Ernst, was ist schon ein Bibelspruch gegen den kapitalistischen Drang zur Kapitalverwertung? Höchst fundamentalistische Gemeinschaften wie die Amischen werden ja (was heute einer Realitätsprüfung auch nur noch bedingt standhält) teilweise als Musterbeispiel ökologisch-nachhaltigen Wirtschaftens gepriesen. Wäre es übrigens besser, wenn es in der Genesis hieße: "Ihr sollt allerlei Tiere jagen und Beeren und Pilze sammeln, aber diese neumodische neolithische Revolution ist mir ein Greuel"?

santa fe
 
11
11.2.2012, 14:33
das gesellschaftliche, psychologische und ökologische resultat von 3000-5000 jahren altes testament ist höchst unbefriedigend. die erfindung der gottes-authorität hat uns neurotisiert und selbstentfremdet, zur totalen versklavtheit geführt.

spirituelle (also areligiöse) transzendierung und dekonkretisierung des gottesbegriffs ist erforderlich.
was immer der begriff "jesus" bedeuten mag, er war/ist ein ansatz zur befreiung.

seine hinrichtung ist eine metapher für das immer noch herrschende verbot der wiedervereinigung von ich und gott, natur und mensch, leben und tod.

seine ebenfalls metaphorische auferstehung signalisiert die überwindbarkeit der schizophrenie des dualismus. jesus, gott und mensch & alle gegensätze sind letztlich eins.

religion mag hier sogar zustimmen, aber der authoritative charakter dieser zustimmung verhindert das befreiende resultat. jesus war kein christ, ihn dazu zu machen ist die fortsetzung seiner hinrichtung.

Bernhard Marold
00
11.2.2012, 13:06
Verantwortung für die Auswirkungen ihres Glaubens...

Das wird sicher nicht geschehen, schliesslich ist die Erfolgsformel der Religionen, dass man jemanden hat, der einem alle Verantwortung abnimmt. Schliesslich ist doch alles von Gott geplant, nicht wahr. Ohne Religion wäre niemand auf die Idee gekommen, den Menschen als etwas von der Natur abgetrenntes zu sehen.

Bernhard Marold
11
gut ausgebildeten Frauen in fundametalistischen Religionsgemeinschaften

Das ist doch ein weit verbreitetes Phenomen. Machistische Gesellschaften haben sich schon immer auf machistische Frauen gestützt. Es ist ein Irrglaube, dass alle Burka-Trägerinnen arme unterdrückte Frauen sind. Das "Sklavendasein" hat auch durchaus seine Vorteile. Wenn einem gesagt wird wo's lang geht, brauch man sich um die Richtung schon mal keine Gedanken machen und hat den Kopf frei für andere Aufgaben. "Freiheit" ist ohnehin immer eine relative.

Nick Tameer
00
11.2.2012, 05:11

Die simple Reduktion komplizierter gesellschaftlicher Strukturen auf simple Schemata: "die Unterdrückung der - guten - Frauen ist eine Machenschaft böser, herrschsüchtiger und geiler Männer", prägt, teils ganz offen, teils eher unterschwellig einen großen Teil dessen, was man (wenn auch vielleicht in einer Ausdrucksweise, die nicht mehr ganz up-to-date ist) den "feministischen Diskurs" nennen könnte. Schwer erträglich ist mir daran nicht so sehr, dass den Männern dabei pauschal der böse Part zugewiesen wird, sondern dass die Frauen so umstandslos für das Gute reklamiert werden.

Zinsenfeger
00

Ich frage mich auch, was die Frauen in diese Richtung treibt. Aber für einige von ihnen läuft es sicher gut im konservativen Establishment. Vor allem, wenn sie sich selbst in eine gewisse Machtposition setzen können. Dann dürfen sie die anderen so richtig schöne von oben nach unten maßregeln. Und das macht wahrscheinlich Spass (was sie natürlich nie zugeben würden).

Nick Tameer
00
11.2.2012, 05:36

So etwas auf das "konservative Establishment" einzugrenzen, ist aber auch etwas realitätsblind. Rigorose Vorstellungen über Geschlechterrollen findet man ja nicht nur bei Frauen (und Männern) die sozial in dieser Schicht zu verorten sind. Es ist sogar so, dass Frauen des "konservativen Establishments" sich mittlerweile gerne feministische Argumente - man vergleiche etwas dem Schwachsinn der Töchtersöhne-Diskussion - aufgreifen. Mir scheint überdies, dass der Feminismus sich zu einer Ideologie sozial aufstrebender Mittelstandsfrauen wandelt, die Wettbewerbsnachteile auf dem Arbeitsmarkt beseitigen wollen und mit gesellschaftskritischen Parolen die Agenda des Kapitalismus betreiben - eine Befreiung der zwiespältigen Art.

hallo tschüss
00
Man kann nur hoffen dass der christliche Fundamentalismus nicht auch uns in Europa erfasst, wir übernehmen ja vieles gern von den Amerikanern.

Dass es aber in den USA auch nicht nur Fundamentalisten gibt ist klar, habe selbst Verwande in NYC und die sind Agnostiker, jedoch scheint es mir das Fundamentalisten am Vormarsch sind..

ps.: http://www.youtube.com/watch?v=WwG9pDNSAXA
Atheisten & Theisten können auch humourvoll miteinander diskutieren ; )

Nick Tameer
00
11.2.2012, 04:21

Den hinterwäldlerischen Fundamentalismus hat es in den USA schon immer gegeben. Im Süden dürfte er durch den Ruin der quasi aristokratischen und europäisch-gebildeten Gutsbesitzklasse im Bürgerkrieg an Bedeutung gewonnen haben. Neu ist seit der Reagan-Ära die einseitige Ausrichtung des früher eher christlich-sozial geprägten Fundamentalismus (man schaue sich etwa Johnny Cash an: Jesus hier, Jesus da, dabei aber durchaus links) auf gesellschaftspolitisch aggressiv reaktionäre Positionen. Ironischerweise ist dies auch eine Folge des sozialen Aufstiegs des "white trash" durch die noch bis zur Präsidentschaft L.B Johnsons vorherrschende und erst unter Reagan endgültig aufgegebenen New-Deal-Politik.

Stahl_____666
92
.

Naja - der ganze "Ruaß" aus Europa hat sich halt in den USA angesiedelt.

Hätte die Naziherrschaft nicht Hunderttausende gebildete Juden in die USA gezwungen, wäre dieses Land wahrscheinlich schon vor 50 Jahren untergegangen.

Nick Tameer
00
11.2.2012, 06:23

Diese reaktionär-elitäre Sichtweise (der Ruaß = die Armen) ist empirisch nicht nachvollziehbar. Tatsächlich war weder in den Anfängen der eigentlichen USA im 18. Jahrhundert, noch vom 19. Jahrhundert bis weit über die Mitte des 20. Jahrhunderts hinaus war der enge Fanatismus heutiger Fundamentalisten die herrschende geistige Haltung in den USA. Man muss einsehen, dass der heutige amerikanische Fundamentalismus (nicht weniger als sein islamisches Pendant) ein modernes Phänomen und nicht einfach ein Relikt ist. Für einen selbst eher zopfigen Fortschrittsglauben ist die Sache aber damit abgetan, kopfschüttelnd einen den vorschriftswidrigen Triumpf an sich überwundenen Aberglaubens zu diagnostizieren.

werwolfi
06

Ja - und wir haben 300-400 Jahre nach der Abwanderung des angeblichen "Ruaß" die halbe Intelligenzia hinausgeschmissen und umgebracht, und dafür den dumpfen braunen "Ruaß" behalten...

Deswegen waren die Amerikaner als Erste im Weltraum und die erste Großmacht, und sind nach wie vor federführend in neuen Technologien, gefolgt von den Japanern.
Die Europäer zerstreiten sich lieber untereinander und kriegen sich wegen lächerlicher Beträge zur Spitzenforschung (Stichwort CERN-Mitgliedschaft) in die Haare.

Gendo
00

Da würde ich nicht gerade die Monlandung so als Gegenbeispiel zum dumpfen braunen Ruaß her nehmen.
Sie wissen schon wer da die führenden Köpfe waren im Racktenprogramm oder?

werwolfi
01

Auf die von Amis und Russen aquirierten Naziwissenschaftler bezog ich mich nicht konkret.
Aber das war zumindest der intelligente braune Ruaß, so verwerflich die Einstellung der meisten davon war.

Wir dagegen haben die Handhochreißer, Synagogenanzünder, Kriegsverbrecher und KZ-Schergen behalten dürfen.

Was war wohl besser?

Gendo
00
10.2.2012, 09:42

Ja da haben Sie schon recht. Aber eben eben ist der Erfolg der USA im Weltall nicht desswegen so gut weil vor 300 Jahren wir die guten Leute auswandern haben lassen, sonder schlicht weil (zum Glück) das deutsche Reich den Krieg verlohren hat.

Zur Ausgansdiskussion kann man im Grunde nur sagen Amerika hat so zu sagen die Extreme angezogen denen Europa zu eng (primär nicht Räumlich) war. Das spiegelt sich auch heute in den USA wieder aber vor allem desshabl weil sich die Abgneigung gegenüber der "europäischen Enge" lieber die Extreme riskieren, mit positiven und negativen Auswirkungen. (so zu sagen die USA als manisch depresives Europa)

werwolfi
01

Ja - und wir haben 300-400 Jahre nach der Abwanderung des angeblichen "Ruaß" die halbe Intelligenzia hinausgeschmissen und umgebracht, und dafür den dumpfen braunen "Ruaß" behalten...

Deswegen waren die Amerikaner als Erste im Weltraum und die erste Großmacht, und sind nach wie vor federführend in neuen Technologien, gefolgt von den Japanern.
Die Europäer zerstreiten sich lieber untereinander und kriegen sich wegen lächerlicher Beträge zur Spitzenforschung (Stichwort CERN-Mitgliedschaft) in die Haare.

werwolfi
00
10.2.2012, 09:50
Keine Ahnung, warum das Posting 2x erschienen ist...

andreas lamers
 
01
lernen sie geschichte.

http://www.spurensuchemidwest.org/a_burgerl... german.htm

die menschen und ihre angehoerigen die immer noch im gleichen land leben wie sie werden sich freuen als russ bezeichnet zu werden.

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