Eine Regel mit Ausnahmen

7. Februar 2012, 18:08
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  • Regelpension Laut Gesetz liegt das Pensionsalter für Männer bei 65, für Frauen bei 60 Jahren, letzteres soll zwischen 2024 und 2033 schrittweise an das männliche Niveau angepasst werden.
  • Korridorpension Ist als einzige reguläre Frühpension gedacht. Sofern 37,5 Versicherungsjahre vorliegen, kann man ab 62 in Pension gehen, muss aber für jedes vorzeitige Jahr Abschläge bezahlen. Derzeit ist diese Variante nur für Männer relevant, da das Frauenpensionsalter ja noch darunter liegt. Bei der Höhe der Abschläge wird's kompliziert, da Pensionen je nach Stichtag des Antritts nach verschiedenen Rechtslagen berechnet werden, die aneinander gekoppelt werden. Grob vereinfacht: Im neuen Pensionskonto-System gelten 4,2 Prozent pro Jahr, im Altrecht 2,1 plus 4,2 Prozent, wobei letztere aber unter einen Verlustdeckel fallen.
  • Hacklerregelung Erlaubt Männern ab 60 und Frauen ab 55 eine Frühpension ohne Abschläge, wenn 45 (Männer) bzw. 40 Beitragsjahre (Frauen) erreicht sind. Ab 2014 steigt das Antrittsalter aber jeweils um zwei Jahre, nachgekaufte Pensionszeiten werden nicht mehr angerechnet. Dazu gibt es Abschläge von 4,2 Prozent pro Jahr.
  • Invaliditätspension Frühpension aus gesundheitlichen Gründen ohne Mindestalter. Die Abschläge betragen 4,2 Prozent pro Jahr, maximal aber 13,8 Prozent. Bedingung sind 15 Versicherungsjahre. Außerdem muss vor jedem Antritt erst einmal ein Antrag auf Rehabilitation eingebracht werden. (red, DER STANDARD, Printausgabe, 8.2.2012)
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