Klagenfurt - Der Kärntner ÖVP-Obmann Josef Martinz hat am Dienstag
juristische Schritte gegen den Ausschussvorsitzenden des Hypo-U-Ausschusses des
Kärntner Landtages, den Grün-Mandatar Rolf Holub, angekündigt. Es sei eine
"öffentlich geäußerte Lüge", wenn Holub behaupte, er, Martinz, sei für das
Milliardendebakel der Hypo Alpe Adria Bank verantwortlich, so Martinz in einer
Aussendung.
Der am 16. Jänner wegen der sogenannten Birnbacher-Affäre rund um ein
Millionenhonorar für seinen privaten Steuerberater als Landesrat zurückgetretene
Martinz erklärte, er werde die Lüge Holubs juristisch verfolgen. Martinz
betonte, er sei zu keiner Zeit im Hypo-Aufsichtsrat oder in einem anderen
Gremium der Bank vertreten und auch für die Landeshaftungen nicht verantwortlich
gewesen.
Holub zeigte sich in einer ersten Reaktion verwundert über die Klagsdrohung:
"Ich habe meines Wissens nie behauptet, dass Martinz für das Milliardendebakel
verantwortlich ist. Er ist aber verantwortlich für den Verkauf der Bank, da er
als Aufsichtsratsvorsitzender der Landesholding oberster Eigentümervertreter
war." Einer Klage sehe er daher gelassen entgegen, meinte der Grün-Abgeordnete. (APA)