Forscher stoßen auf Überlebenden eines Massenaussterbens

7. Februar 2012, 17:16
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Vertreter der Insektengattung Dasyleptus in 236 Millionen Jahre altem Gestein im Südtessin entdeckt

Meride - Paläontologen sind im UNESCO-Weltnaturerbe-Gebiet Monte San Giorgio im Südtessin auf das Fossil eines bisher unbekannten Insekts gestoßen. Der flügellose Dasyleptus triassicus wurde in Gesteinsschichten mit einem Alter von etwa 236 Millionen Jahren gefunden. Das bedeute, dass erstmals eine Unterart der Gattung Dasyleptus im Zeitalter des Mesozoikums nachgewiesen werden konnte, sagte der Paläontologe Rudolf Stockar vom Tessiner Naturkundemuseum.

Überlebender eines Massenaussterbes

Bisher war die Wissenschaft davon ausgegangen, dass diese rund 15 Millimeter lange Insektenart - optisch vergleichbar mit Felsenspringern - vor über 250 Millionen Jahren vollständig ausgestorben war. Am Ende des Paläozoikums hatte sich das größte Massenaussterben der Erdgeschichte ereignet. Der Fund des fossilen Dasyleptus triassicus in jüngerem Gestein beweise nun, dass die Gattung des Dasyleptus grundsätzlich überlebt und sich zu einer bisher unbekannten Art weiterentwickelt habe, hieß es seitens der Wissenschafter. Zudem gebe das Insekt Aufschluss über die Beschaffenheit der Region vor 236 Millionen Jahren. Die Gattung soll an Meeresküsten und Ufern von Süßgewässern gelebt haben. (APA, red)

  • Die neu entdeckte Insektenart Dasyleptus triassicus.
    foto: palaeodiversity/rudolf stockar

    Die neu entdeckte Insektenart Dasyleptus triassicus.

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