Täglicher Einkauf

Ein Drittel schaut nur auf den Preis

7. Februar 2012, 16:26

Ein Drittel der Österreicher entscheidet beim Einkauf praktisch nur nach dem Preis, ein knappes Viertel ist bereit, für Bio mehr zu zahlen

Wien - Ein Drittel der Österreicher entscheidet beim täglichen Einkauf praktisch nur nach dem Preis, ein knappes Viertel ist bereit, für Bio mehr zu zahlen, geht aus einer am Dienstag veröffentlichten Nielsen-Umfrage hervor. Preisbewusster sind vor allem Spanier und Engländer. In England sind nur acht Prozent der Kunden bereit, für umweltfreundliche Einkäufe mehr Geld auszugeben.

Laut Umfrage gaben 35 Prozent der Österreicher an, sie würden beim Einkauf immer das kostengünstigste Angebot wählen. 42 Prozent gaben an, sie würden umweltfreundliche Produkte zwar bevorzugen, diese seien ihnen aber zu teuer. 23 Prozent sind bereit, dafür mehr Geld auszugeben. Und praktisch niemand traut sich laut zu sagen, "ich mag/kaufe keine umweltfreundlichen Produkte". In Frankreich (6 Prozent) und England (7 Prozent) bekennt sich ein substanzieller Teil der Konsumenten dazu, Bio-Muffel zu sein.

Die Schweizer sind laut dieser Umfrage die Umweltbewusstesten: 29 geben für Öko-Produkte mehr Geld aus. In England tun dies nur acht Prozent, in Frankreich 13 Prozent, in Deutschland 14 Prozent. In Deutschland wie auch in Frankreich geben 49 Prozent der Befragten an, ihnen seien umweltfreundliche Produkte zu teuer. Das sagen in Italien und England nur 37 Prozent, in Spanien sogar nur 34 Prozent. In diesen Ländern ist aber der Anteil jener, die ohnehin ausschließlich nach dem Preis einkaufen, mit 37 (Italien), 47 (Spanien) bzw. 48 Prozent (England) ungleich höher.(APA)

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21 Postings
MeisterLampe2050
11
schnapp.at

Ich denke die Antwort liegt in einem mündigem Bürger. Ich kann ein stückweit entscheiden, ob ich preisbewusst oder qualitätsbewusst und manchmal beides haben will und wo sich es auszahlt!
Ich habe meine Produkte des täglichen Bedarfs auf
http://www.schnapp.at eingetragen (Schnäppchenalarm) und jetzt kauf ich meistens in größeren Mengen - sprich geplanter und dadruch günstiger also früher.

Poldi Fesch
01
die Italiener kaufen

Lebensmittel ausschlieszlich nach dem Preis, schon gut. Wenn die gesamte Umfrage so serioes ist, kann man sie auch vergessen

Drink Grog
03

Mir sind diese Produkte nicht zu teuer, ich bin zu arm! Ich verdiene einen Bruchteil dessen, was diese ganzen Jammerer im Monat bekommen. Trotzdem muß ich diese Produkte wählen, weil die anderen unseren Planeten verdrecken. Gibt es sowas wie Vernunft, Anstand und Verantwortung heute nicht mehr?

Ich bin der Meinung...
23
Ich gestehe

mich interessiert in erster Linie der Preis. Ob die Kuh in Holland oder Österreich mit Medikamenten vollgestopft und geschlaftet wurde interessiert mich nicht. Ob Tomaten aus ölbefeuerten heimischen Gärtnereien oder aus dem sonnigen Tunesion kommen interessiert mich nicht. Ob das Joghurt aus Tirol oder Bayern kommt interessiert micht auch nicht.
Die ganzen "Güte-Siegel" sind doch Makulatur. Mehr Marketing- denn Qualitätsmerkmale.

Einzig Qualität interessiert mich. Aber WO findet man die heutzutage noch? Dort wo man Qualität nicht findet (das sind >90% bei Lebensmitteln) interessiert mich NUR der Preis.

Poldi Fesch
00
das ist fast

richtig, dort wo man Lebensmittel nicht findet, das ist in supermaerkten, muesste es heiszen

Befreier von Butter und Eier
00

Gerade deswegen würde ich keinen Cent für diese Lebensmittel ausgeben.
Solange ich es mir leisten kann will ich keine dieser Lebensmittel zu mir nehmen auch wenn es noch so günstig ist.

ritter sperber1
00

frage ist ob ich häuslpapier oder frisches obst kaufe ..
im ersteren fall werdens wohl mehr als 1/3 sein ....

akis96
 
03

schon gehört: es soll Leute geben, die auf den Preis achten müssen...

Susanne_B
15

Das bestreitet ja niemand. Ich bin aber immer wieder überrascht, wie viele Fertiggerichte, Tiefkühlpizze und Soft Drinks in vielen Einkaufswagerln landen. Da könnte man Unmengen sparen und sich gleich auch gesünder ernähren, wenn man stattdessen zu Gemüse, Hülsenfrüchten usw. greift...

flatline
00

Viele Leute wollen aber nicht mehr kochen.
Ich kenne viele Frauen und Männern denen Kochen zu viel arbeit ist, weil dann nacher nicht abwaschen möchten, und vorher auch nicht einkaufen müssen bzw müssen sie sich keine gedanken machen was mann wofür braucht.
Noch dazu ist der ganze BIO eh nur schmäh.
Wenn ich was frischen will fahr ich zum Bauern.
Da konnte man sein Schnitzel vorher noch streicheln :-D oder dem Speck noch einen Namen geben.

Poldi Fesch
00
es musz nicht

gleich Gemuese sein, man kann dann auch ruhig eszbares waehlen

->---
02
Zusammenhänge

Deckt sich das auch damit, dass die (Median-)Gehälter seit Jahren nur unbedeutend steigen, während die Lebenshaltungskosten ganz massiv ansteigen?

Ivan Bukov
33

Wenn die Leute bei dem von ihnen genannten Zusammenhang dann beim Essen sparen haperts ganz gewaltig an ganz grundegendem Verstaendnis.

Moment, 1/3 sind D*ppen... Das kommt hin!

Poldi Fesch
00
1/3 sind D*ppen

heut habens aber ihren freundlichen Tag, ich taete sagen, fast die Haelfte

Rainer M.
13
Was bringt der billigste Preis wenn...

... das Lebensmittel wie Asche schmeckt, damit mein ich nach nichts.

Ich achte vornehmlich darauf, dass Preis-/Leistungsverhältnis in Waage ist bzw. entscheide mich immer zugunsten des besseren (geschmacklich) Produkt. Ist Bio besser geschmacklich und mir ists Wert kauf ich Bio ist bspw. Clever billiger und besser kauf ich Clever.. Ich habe nichts von Lebensmittel wenn ich viele habe aber diese nach nichts schmecken.

Ich bin der Meinung...
00
Ich kaufe auch lieber 2-3 Tomaten

und wiege sie ab, anstatt dieser grauslichen 1kg-Tassen.

KlausVie
43
Spielt der Geschmack keine Rolle?

Also, ich kaufe die Lebensmittel, die mir am besten schmecken. Der Preis ist eher nebensächlich, und ob das Produkt biologisch, ökologisch oder gentechnisch produziert ist, ob es aus Österreich, Spanien oder Südafrika kommt, ist mir vollkommen blunzenwurst.

Andrej Stoltz
00
Gratuliere,

Sie habens raus.

Baum am Berg
01
Heimische Produkte

Mich würde interessiern wieviele bereit sind führ regional hergestellte Produkte mehr auszugeben. Dabei spreche ich nicht vom schwammigen "Made in Austria" sondern von Herstellern zu denen man Bezug hat.

Auch währe hierbei ein Bundesländervergleich durchaus spannend.

Ich bin der Meinung...
10
Sicher 60% (mich eingeschlossen)

glaube ich. Aber nur, wenn Sie Erzeugung und Verarbeitung kennen. Sobald eine Ware beim Spar/Billa/Hofer liegt zählt für mich nur der Preis. Denn um überhaupt dort zu liegen, MUSS es der letzte Dreck sein.
Was glauben Sie? Ja natürlich! ;-)

WienerInFrankfurt
00
das Lorey Sackerl im Foto

aus Frankfurt passt aber net ganz zu dem Artikel.

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