Mauerschimmel richtig entfernen

7. Februar 2012, 16:31
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Die "umweltberatung" gibt Tipps zum Schimmelentfernen in der Praxis

Müdigkeit, Migräne, Hautekzeme, Augentränen, Niesen, Schnupfen, Husten und sogar Asthma bronchiale ist denkbar: Schimmelpilze in der eigenen Wohnung sind nicht nur unangenehm, sondern können auch zu einer ernstzunehmenden Gesundheitsgefährdung führen. Schimmel sollte deshalb immer rasch entfernt werden, und auch die Ursachen dafür gehören behoben, darauf weist die "Umweltberatung" in einer Aussendung hin.

Bei großflächigen Schimmelflecken ist es besser, Professionisten arbeiten zu lassen, sagt Alexandra Bauer, Expertin für Bauen und Energie von "die umweltberatung". Sind die befallenen Flächen aber klein, wie zum Beispiel Schimmel in einer Zimmerecke, in einer Fensterlaibung oder in Badezimmerfugen, dann lässt sich der Schimmel ohne großen Aufwand selbst entfernen. Handschuhe und eine Staubmaske der Schutzstufe P2 sowie eine Schutzbrille sollten dennoch angelegt werden, rät Bauer. "Zuerst wird der Schimmel mechanisch entfernt, z.B. feucht abgewischt. Für die anschließende chemische Behandlung empfiehlt es sich, die befallenen Flächen mit möglichst gesundheits- und umweltschonenden Mitteln wie z.B. Alkohol großflächig abzureiben."

Empfehlenswert sind eine 20-prozentige Sodalauge (300 g Kristallsoda in 1 Liter Wasser auflösen), 30-prozentiges Wasserstoffperoxid (H2O2) oder mindestens 70-prozentiger Ethylalkohol (Weingeist). Sodalauge ist im Drogeriefachhandel erhältlich, Wasserstoffperoxid mit 30-prozentiger Konzentration ebenfalls. "Weingeist gibt es in Apotheken und im Drogeriefachhandel. Billiger als der Weingeist ist Spiritus", so Bauer. "Ein Liter Spiritus und 5 Tropfen Teebaumöl ergeben eine gute Mischung zur Schimmelentfernung."

Bei der Anwendung rät Bauer zur Vorsicht: "Alkohol wirkt narkotisierend und ist leicht entzündlich, verdunstet aber am schnellsten. Soda und Wasserstoffperoxid sind ätzende Chemikalien. Wasserstoffperoxid bleicht noch dazu. Daher ist es wichtig, Schutzhandschuhe und Schutzbrille bei der Anwendung zu tragen - sie sind in Baumärkten erhältlich." In jedem Fall sei nach der Anwendung gutes Lüften erforderlich.

Am besten ist es aber, Schimmel erst gar nicht entstehen zu lassen. Expertin Bauer rät zu einfachen Maßnahmen: "Achten Sie darauf, dass die Luftfeuchtigkeit zwischen 30 und 60 Prozent liegt. Messen Sie die Feuchtigkeit mit einem Hygrometer und lüften Sie, sobald es mehr als 60 Prozent anzeigt." Möbelstücke sollten nicht an die Außenwand gestellt werden oder einen Abstand von mindestens 10 cm zur Wand einhalten. In der kalten Jahreszeit sollte außerdem mehrmals pro Tag kräftig gelüftet werden. Kein Dauerkippen der Fenster, und "Fenster und Fensterstöcke trocken wischen, wenn sich dort Kondenswasser bildet". (red)

Hinweis

Auf www.umweltberatung.at kann das Infoblatt "Schimmel" kostenlos heruntergeladen werden.

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