Umstrittene Rückkäufe im Jahr 2007 laut Behörde rechtskonform
Wien - Die Finanzmarktaufsicht der Kanalinsel Jersey (JFSC) habe ihre
Untersuchungen zur ehemaligen Meinl European Land (MEL, heute Atrium) endgültig
eingestellt, teilte die Meinl Bank am Dienstag mit. Die heutige Erklärung der
JFSC stehe im Zusammenhang mit einem bereits am 22. Dezember 2010
veröffentlichten Erkenntnis der Aufsicht, wonach die umstrittenen
MEL-Zertifikatsrückkäufe im Jahr 2007 mit dem Aktiengesetz konformgegangen
seien. Wegen jener Rückkäufe ermittelt in Österreich die Staatsanwaltschaft u.
a. gegen Organe der Meinl Bank. Das Geldhaus ist darüber hinaus mit tausenden
Anlegerklagen konfrontiert.
Für die Meinl Bank ist der Entscheid aus Jersey "von grundlegender
Bedeutung", weil die Jersey Financial Services Commission "die einzig relevante
Behörde für Untersuchungen bezüglich MEL" sei. Die MEL hatte ihren Firmensitz
auf Jersey. Beworben wurden die Papiere der Immobilienfirma aber hauptsächlich
bei österreichischen Kleinanlegern. Die MEL-Zertifikate, die Aktien des
Unternehmens repräsentierten, waren an der Wiener Börse gelistet.
Meinl-Bank-Vorstand Peter Weinzierl forderte heute zum wiederholten Male die
"umgehende" Einstellung der staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen gegen Julius
Meinl und andere. (APA)