Mindestens 19 Tote nach Fabrikeinsturz

7. Februar 2012, 14:16
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Frau nach 30 Stunden gerettet

Lahore - Nach dem Einsturz eines Fabrikgebäudes in der pakistanischen Millionenstadt Lahore haben Helfer am Dienstag weiter nach möglichen Opfern und Überlebenden gesucht. Vorläufigen Angaben der Polizei zufolge wurden 19 Tote aus den Trümmern gezogen, darunter mehrere Minderjährige. Lebend geborgen werden konnte unter anderem eine 70-jährige Frau, dutzende weitere Menschen wurden noch vermisst.

Unter den geborgenen Toten waren nach offiziellen Angaben elf Frauen, drei Mädchen und drei Buben. Bis zu 50 Menschen wurden nach dem Unglück, das laut Polizei womöglich durch die Explosion einer Gasflasche ausgelöst worden war, noch unter den Trümmern vermisst. In einem örtlichen Krankenhaus wurden 31 Menschen behandelt, die bei dem Unglück verletzt wurden.

Frau nach 30 Stunden gerettet

Ohne Unterbrechung suchten Helfer seit Montag in den Trümmern der dreistöckigen Fabrik nach Verschütteten. Als Hilfsmittel nutzten sie alles, was sie zum Graben fanden, etwa Hämmer, Äxte, Meißel oder Schaufeln. Die Menschen, welche die Rettungsarbeiten verfolgten, brachen in Jubel aus, als die 70-jährige Frau mehr als 30 Stunden nach dem Unglück gerettet wurde. Derweil bemühten sich die Helfer einen Weg zu zwei Burschen zu bahnen, die lebend entdeckt wurden.

Nach Polizeiangaben wurde die Fabrik zur Herstellung von Tiermedizin illegal betrieben, offenkundig unter starkem Einsatz von Kinderarbeit. Laut Anrainern wurde das Unternehmen seit 2008 zweimal behördlich geschlossen, von den Inhabern aber jeweils wieder eröffnet. Die Polizei fahndete nach den drei Eigentümern. (APA)

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