Vorwürfe

Kritik an "überzogenem" Polizei­einsatz gegen Megaupload

7. Februar 2012, 14:37
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    screenshot: redaktion

    Mit dem Vorschlaghammer machte sich die Polizei bei der Razzia auf die Suche nach Kim Dotcom.

Neuseeländischer TV-Beitrag wirft Fragen auf - Mit Maschinengewehren und Elite-Anti-Terror-Einheit das Anwesen gestürmt

Auch beinahe drei Wochen nach der Razzia gegen den File-Hoster Megaupload und dessen Gründern Kim Dotcom (früher: Kim Schmitz) wollen die Diskussionen über diesen Vorfall nicht abreißen. Nachdem zuletzt vor allem die Frage in den Vordergrund rückte, was mit den Daten von ganz legalen NutzerInnen des Services passiert, gerät nun einmal mehr der Polizeieinsatz selbst in ein zweifelhaftes Licht.

Anti-Terror

So wirft ein Beitrag des neuseeländischen TV-Senders 3News die Frage auf, wie es sein kann, dass Verhaftung und Hausdurchsuchung mit dermaßen massiver polizeilicher Gewalt vorgenommen wurden. Obwohl keine einzige der betroffenen Personen irgendeine Vorgeschichte in Bezug auf Gewaltverbrechen hat, seien hier sogar Kräfte der Elite-Anti-Terror-Einheit "Special Tactics Group" zum Einsatz gekommen.

Durchmarsch

Wie der Sicherheitschef von Kim Dotcom bei einer Führung durch das Anwesen erzählt, seien dabei unter anderem die Nannys der drei Kinder des Megaupload-Chefs mit vorgehaltener Maschinenpistole aus dem Bett gezerrt worden und dazu befragt worden, ob sie irgendwelche Bomben oder Schusswaffen bei sich trügen. Hilfsangebote von Seiten des Personals habe man ausgeschlagen, stattdessen hätten die PolizistInnen lieber auf brachiale Mittel gesetzt. So habe man an mehreren Stellen Wände eingeschlagen, weil man Kim Dotcom dahinter vermutete, im Video ist dies etwa bei einem Wäscheaufzug zu sehen.

Offene Fragen

Der Beitrag wirft mehr oder weniger offen die Frage auf, ob die neuseeländischen Behörden im Auftrag des FBI bewusst einen solch massiven Einsatz durchgeführt haben, um ein Exempel zu statuieren, und auf diesem Weg zu Megaupload ähnliche Seiten einzuschüchtern. In einem auf den Beitrag folgenden Interview verneint der zuständige Behördenvertreter die Frage, ob es irgendeinen Einfluss des FBI auf die Durchführung der Polizeiaktion geben hatte. Eine Frage, die durchaus berechtigt ist, hatte sich das FBI doch umgehend nach der Verhaftung von Dotcom mit einem "gelungenen Schlag" gegen "massive Copyright-Verstöße" gebrüstet. (red, derStandard.at, 07.02.12)

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Michael Schmied
00
28.2.2012, 22:10

Den Link hatte ich von weiter unten?: http://www.3news.co.nz/Police-de... fault.aspx

70 Polizisten, zwei Hubschrauber, die Neuseeland-GSG9 mit Maschinengewehren, die Kindermädchen wurden mit vorgehaltenen Maschinengewehren aus dem Bett geholt, etc. weil Kim Dotcom so gefährlich ist.

Am Tag zuvor kam ein einzelner Polizist, der "warmly welcome" wurde und alles ansehen konnte.

Völlig absurd. Als normaler Mensch fragt mach sich, was das soll. Zwei Polizisten hätten völlig gereicht.

Dirk W1
00

Hach, wär das nicht schön, wenn auf einmal keiner mehr Inhalte der Content-Mafia konsumiert. Was die wohl machen würden? Aber das ist eine utopische Vorstellung, der Mensch ist schon so manipuliert , dass er nicht mehr ohne Besudelung des Fernsehers oder ähnlichem überlebt(Bis auf ein paar Ausnahmen)... Aber die Hoffnung stirbt zuletzt!

nacaseven
00
Ich nehme an, die Variante

mit den zwei Männern im Anzug und mit Haftbefehl vor der Tür hätte Kim Dotcom weniger gut gefallen...

Hasa Diga Eebowai
013
Es ist an der Zeit...

Diese Copyright Mafia den Prozess zu machen als Konsument...auch wenns um Kim.WTF sicher nicht schade ist...Urheberrechte dürfen Menschenrechte nicht verletzten...

miles a head
20
Tja ein Megaeinsatz

Fuer einen Megaegomanen. Passt eh.

momodeluxe
116

da bringen die amis reinen herzens nichts anderes als freiheit und demokratie in die welt, und nur mißtrauen, zweifel und verdächtigungen schlagen ihnen entgegen. das ist nun der dank.

SkateDestroy
05

*ba dum tsss*

Fritz Meyer
00
Wen hätt's gewundert?

Die Ex-Kolonien Grossbritanniens kriechen scheint's alle dem "grossen Bruder" USA auf den Leim. Dort ist ja schliesslich auch eine Mitte-Rechts Partei an der Macht - siehe auch UK, CAN, AUS* und eben NZ. Berühmt für besondere Willfährigkeit. (* gilt auch uneingeschränkt für Labour)

Also hat man weder Probleme damit, die Scharfmachergesetze der Content-Mafia durch's Parlament zu drücken ("three strikes"), noch die Polizei für solche peinlichen "Showdowns" auffahren zu lassen.

Oh, und ausliefern werden's den Kimble sowieso. Das bisserl Rechtsbeugung zum Arschkriechen macht dann eh keinen Unterschied mehr.

The Wizard of Oz
00

Panikmache ala United States ! waer ja nicht das erset Mal. Das Volk braucht beeindruckende Video footage.

großgoscherter Zwerghamster
00
Tja, die Propaganda von den extrem gefährlichen

Raubmordkindervergewaltigerkopierterroristen trifft bei den geistig eh schon schwer benachteiligten halt auf sehr sehr fruchtbaren Boden.
Ergo: Die glauben ihre Propaganda mittlerweile (als einzige) selber!

goope
212
Gerechtigkeit?

50 Jahre Gefängnis weil man Menschen ihre Lieblingsfilme zur Verfügung stellt.
20 Jahre Gefängnis weil man einen Menschen tötet.

http://i40.tinypic.com/nbooir.jpg

opryde
31

ich glaub, das hab ich jetzt schon in fünf verschiedenen varianten gesehen, eine schwachsinniger als die andere.

AlBundyFan
 
02
mir ist noch garnicht aufgefallen, daß es schon einen prozess mit erfolgter verurteilung gegeben hat....

goope
00

Die Absurdität besteht darin, dass allein die Möglichkeit besteht dass er eine mehr als doppelt so hohe Strafe bekommen könnte als ein Mörder.

Ja, das Bild ist plakativ. Aber es zeigt überspitzt die Absurdität der übertriebene Härte auf mit der gegen Leute vorgegangen wird, die der Musik- und Filmindustrie schaden - und den Künstlern sogar noch helfen! Stichwort megabox.

AlBundyFan
 
00
und?

weder wird angegeben wo die 50 jahre herstammen noch woher der verurteilte stammt und welches land in verurteilt hat.
bei uns zb. wären beide strafen vermutlich nicht so hoch wie angegeben.

und in den USA bekommen mörder auch schon mal ECHTES lebenslang - also mehr als 50 jahre maximalstrafe.

warum der herr dort 20 jahre bekommen hat und welches land ist nicht ersichtlich.

ich könnte auch gleich ein bild danebenhangen mit einem kambodschanischen blogger und drunter schreiben "getötet wegen kritik am könig".

opryde
10

"im internet gibts da so ein bild, dann wirds schon stimmen!"

hehe ...?
21
reine Formsache bei den Amis

Freedom to the people
33
Nazis.

Wowbagger
141

Die Einschätzung der Polizei war, dass es Schusswaffen im Haus geben könnte (was auch der Fall war), da wird IMMER eine Spezialeinheit geschickt, alles andere wäre extrem fahrlässig. Dass deren Einsatz nicht gerade angenehm für die Betroffenen ist, liegt in der Natur der Sache, aber der Schutz von Menschenleben (der Polizisten, des Gesuchten und anwesender Dritter) hat da absoluten Vorrang.

badoli from Hell
03
Ach geh, lächerlich...

Wenn wegen jeder Jägerbüchsn im Haus bei uns gleich die Cobra in Kampfmontur ausrücken würd, dann hätten die einen fetten Stress beinand, mein lieber Mann! Der Verdächtige hatte keinerlei Geschichte bezüglich Gewaltdelikte, insofern ist das übertriebene Polizeihärte komplett ausserhalb des normalen Rahmens. Allein dass am Vortag schon ein Polizist herzlich empfangen wurde zeigt, dass man da bei weitem subtiler hätte vorgehen können.

ioniation
01
Also Entschuldigung:

Beamten in Zivil fahren zur Haustür, klopfen an, fragen nach Kim Schmitz und nehmen ihn fest wegen der gestellten Vorwürfe. Keine Möglichkeit, zur Waffe zu greifen. Eventuell hätte man mit mehr Autos kommen können um Fluchtwege zu verstellen.

Das hätte gereicht und auch funktioniert.

Apropos Schusswaffe: die hatte Schmitz in seinem Panic Room - die Praxis widerlegt also auch oben genannte Theorie.
Im Gegenteil: Man könnte fast glauben, es sollte ein Showdown provoziert werden. Man machen sie als Millionär mit Puffn unterm Bett wenn Maskierte in ihr Haus stürmen?

momodeluxe
03

klar, kindermädchen mit bomben im bett sind heute schon alltäglich

maruh
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Die Einschätzung der Polizei war, dass es Schusswaffen im Haus geben könnte…

dazu gab es doch keinen grund

ioniation
00
Die Schusswaffen waren legal registriert.

Also, ja, die wussten dass es Schusswaffen, weil Kim sie gemeldet hatte wie es sich gehört.

Die interessante Frage wäre wohl, wieso plötzlich von Bomben die Rede war?

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