Sparpaket

Bucher fordert "Perestroika"-Paket

7. Februar 2012, 17:09
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    foto: apa/ roland schlager

    BZÖ-Klubchef Bucher fordert von der Regierung eine "fundamentale Systemerneuerung."

BZÖ will 25 Milliarden Euro durch Privatisierungsoffensive einsparen

Wien - Eine kühle Atmosphäre herrschte am Dienstag Vormittag in der BZÖ-Zentrale. Die Presseräume waren spärlich gefüllt, die Heizkörper blieben abgedreht. Das Sparpaket lässt grüßen. Oder nach Josef Bucher: das Reformpaket. Der BZÖ-Klubchef bemängelte das "falsche Wording" beim Thema Sparpaket. Es müsse kein Sparpaket, sondern ein Reformpaket geschnürt werden, mahnte er bei einer Pressekonferenz am Dienstag. Am Beispiel Griechenlands zeige sich, dass sich das "zu Tode Sparen" rächen werde. Bucher forderte einmal mehr eine "fundamentale Systemerneuerung" und sprach selbst von "Perestroika." Einsparen will er zu aller erst bei den politischen Gremien. Neben einer Halbierung des Nationalrats könne auch die Zahl der Ministerien reduziert werden, so Bucher.

Auch für eine "Verschlankung der Verwaltungsstruktur" sei es endlich an der Zeit. Die zu vielen Gemeinden ließen sich von keinem mehr verwalten. "Gemeinden unter 100 Einwohner müssen einfach weg", forderte Bucher. Auch bei der Kompetenzverteilung müsse aufgeräumt werden. Zuständigkeitsfragmente aus dem Gesundheits- und Schulwesen sollen endlich einheitlich einer Gebietskörperschaft zugeteilt werden.

25 Milliarden Euro durch Privatisierungen

Die Mittel für die Budget-Konsolidierung sollten laut BZÖ auch aus Privatisierungen kommen. Als Beispiel nannte Bucher die Veräußerung von Anteilen des Staates an Stromkonzernen. Laut einer Berechnung der Wirtschaftskammer könnten mit Privatisierungen insgesamt 25 Milliarden Euro lukriert werden, so Bucher. Außerdem fordert er eine Beseitigung von Steuerprivilegien - etwa von Banken und Kirchen.

EU-Kritik zum 20.Geburtstag der Maastrichter Verträge

"Wir haben ein Vertragsgebilde, das andauernd gebrochen wird und nicht mehr hält", sagt Bucher anlässlich des 20. Jahrestages des Vertrages von Maastricht. Es sei nicht mehr möglich "unbeschadet aus der Sache herauszukommen", sondern die Schadensminimierung sei nun das Thema und dies sollte auch die Regierung zu ihrem Thema machen. "Man wird sehen, ob von der Bundesregierung etwas Vernünftiges kommen wird. Ich habe aber starke Zweifel."

Dem Thema Schuldenbremse sei er schon immer positiv gegenübergestanden, so der BZÖ-Klubobmann. Aufgrund seiner Bedingung, die Abgabenquote zu deckeln, gäbe es aber für ihn kein grünes Licht von Seiten der Regierung. Vielleicht würde sie aber mit einer anderen Oppositionspartei zustandekommen, so Bucher. "Die Grünen sind ja ausgewiesene Steuererhöhungsexperten." (wik, derStandard.at, 7.2.2012)

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Lucius Vorenus
02

Da hat man den Bucher nur falsch verstanden! Er will nicht privatisieren, sondern provisionieren!

most4tla
02

Und dann ham wir den Großkopferten unseren Dorfdeppen gschickt und erzählt dass es unser chef is

http://www.youtube.com/watch?v=NnXL9T3ekwI

einfach net ernstnehmen

Feuergeist
 
04
So wie beim letzten Mal?

Wo jetzt auf einmal der Schüssel (der oberste Verkäufer damals) jetzt ein Mitbesitzer der EVN ist....
Welchen verstaatlichten Betrieb hätt er denn gerne der Herr Bucher?
Bitte liebe Mitwähler: können wir dafür sorgen das auch die letzten paar BZÖler nach der nächsten Wahl nur mehr von der Zuschauertribüne an den Sitzungen teilnehmen dürfen?
Danke

GhostInside
01
Privatisierungen

Gibts eigentlich noch was zu privatisieren hierzulande? Bis auf die Justizvollzugsanstalten gehört doch schon fast alles dubiosen Investoren...

Feuergeist
 
00
Angesichts der tatsache das von rechts wegen etliche seiner

aktuellen (orangenen) und ehemaligen (blauen) Parteifruende dort Stammgast werden könnten wär das durchaus eine Möglichkeit....

re-play
02

Also bei der Wahl zwischen Faymann, Spindelegger, Strache und Glawischnig tu ich mir schon ein wenig schwer einen Bucher auf die Tribüne zu setzen.

styx12
33

"Perestroika" - ich dachte diese Phase hätten wir schon hinter uns. Was heute zählt ist doch ungezügelter Staatssozialismus.

GhostInside
02
ganz im Gegenteil

Heute zählt ungezügelter Staatskapitalismus. (Sofern noch Fragmente staatlicher Verwaltung vorhanden sein sollten)

Stahl_____666
01
.

Genau, Gemeinden unter 100 Einwohner gehören weg - immerhin gibts davon gezählte 6 Stück in ganz Österreich.

erkelteter tiger
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na sicher

energieversorger müssen wir abstoßen
die jährlichen einnahmen belasten uns ja dermaßen

GhostInside
00
Einnahmen

Die Einnahmen sollten aber besser einem Unternehmer zugute kommen, und nicht der Bevölkerung...

most4tla
01

weil???

aiuto
12
wenn der Bucher eine Perestroika will,

dann soll er nach Russland gehen.... dort gab es eine.

wildkater
11
Das russische Demokratiesystem gefällt dem Bucher offenbar.

Bin ich froh, wenn die mit ihrem saublöden Unsinn nicht mehr im NR sitzen.
Allein die aktuellen Figuren des BZÖ sind ein Graus und eine Zumutung für jeden ziviliserten Staat: Petzner, Westenthaler, Scheibner, Grosz, Haubner, Stadler...

Wer will WIRKLICH solche Witzfiguren und politische Blindgänger als Volksvertreter?
Da hilft auch die schleimige Redegewandtheit samt ebensolcher KHG-Grasser Gedächtnisfrisur nicht mehr weiter.

aiuto
01
das stimmt schon,

aber Sie haben die Witzfiguren von der FPÖ/FPK früher BZÖ vergessen....
auf die ist nämlich auch niemand mehr neugierig.

wildkater
01
Die hab ich nicht vergessen.

Ist eh der gleiche Verein für mich, aber in dem Artikel geht's um die Bienenzüchter.

Max Kahlenberg
00
Dann würde ich mit dem Privatisieren mal gleich bei den Parlamentariern beginnen...

bildungsferneschicht
010
privatisierung ähnelt in ö. leider immer

den bauern,welche die kühe verkaufen,um die melkmaschine zu finanzieren.

re-play
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Unser Staat ist die Melkmaschine und leider versickert von der Milch ziemlich viel irgendwo.

multivitamin saft
 
02

naja. klingt eigentlich ganz vernünftig.

jeff5
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privatisierungen ala karl-heinz?

die fähigen ausrangierten polit-monster warten auf neue manager-jobs um zu ihrer üppigen politikerpension dazu verdienen zu können.

GhostInside
22

Privatisierung = Enteignung des Volkes

Lucius Vorenus
01
Kurze Frage:

Haben wir überhaupt noch was zum privatisieren oder hat der KHG schon alles in Provisionen verwandelt?

Keyser
00

Wir hätten noch die ganze Politiker-Riege in den Ländern, die man sich sparen und statt dessen durch private ersetzen könnte. Frei nach dem Motto: In Österreich regieren ab nun die Bürger - und deren Untergeben Politiker - führen pflichtschuldigst Ihre Tätigkeit aus. ;-)

aiuto
02
sofortige Halbierung der Mitgliederanzahl

von Nationalrat und den Landtagen ! .... ohne Ansehung der Möglichkeit, wieviele Mandatare dann von jeder Partei drinnen sitzen würden.

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