Spanische Immo-Krise

Santander legt erneut Milliarden zurück

7. Februar 2012, 12:10

Spanische Großbanken wappnen sich gegen massive Ausfälle bei Immo-Krediten, die Regierung hält bis zu 80 Prozent für gefährdet

Um sich für Zwangsversteigerungen und Problemkredite auf dem Immobilienmarkt zu wappnen, legt die spanische Großbank Santander nochmals 2,3 Milliarden Euro zurück. Insgesamt belaufen sich die Rücklagen damit schon auf 6,1 Milliarden Euro.

Schon im vergangenen Jahr wurden bei Santander 1,8 Milliarden fällig, um einen Wertverlust von Immobilien zu 50 Prozent abzudecken, statt zuvor von 31 Prozent. Ein Puffer von zwei Milliarden Euro wurde bereits früher angelegt.

Kreditschwemme führte zur Blase

Die Probleme des spanischen Bankensystems gehen auf eine Kreditschwemme für Baugesellschaften im Zuge eines Immobilienbooms zurück. Nach dem Platzen der Immobilienblase haben die Institute nun unverkäufliche Grundstücke und Häuser im Wert von vielen Milliarden in den Büchern. Zugleich fehlt in dem hochverschuldeten Euroland derzeit jede Perspektive für eine wirtschaftliche Erholung.

Erst vor wenigen Tagen hatte die Mitte-Rechts-Regierung die spanischen Geldinstitute aufgefordert, ihre Rückstellungen für problematische Vermögenswerte auf bis zu 80 Prozent zu erhöhen. Die Geldhäuser sollten rund 50 Milliarden Euro an zusätzlichen Geldern aufbringen, teilte das Wirtschaftsministerium des angeschlagenen Euro-Staates am vergangenen Donnerstag mit. Auch die Caixabank kam der Aufforderung nach und legte 2,4 Mrd. Euro zurück. (red/APA/Reuters)

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