Facebook und ORF

VÖZ: ORF-Seiten füttern "ausländische Player mit Traffic"

7. Februar 2012, 11:44

Grünberger: ORF als größter Player hat besondere Verantwortung - Hälfte des österreichischen Onlinemarkts durch Social Networks und Google abgesaugt

Wien - Der Verband Österreichischer Zeitungen (VÖZ) kritisiert in der Debatte um Seiten auf dem US-Social Media-Portal Facebook für den ORF weiter den öffentlich-rechtlichen Rundfunk. Dieser bringe mit großen Fanseiten wie jener von Ö3 massenweise Usertraffic auf das US-Portal, sagte VÖZ-Generalsekretär Gerald Grünberger am Montag. Hier habe der ORF als größter Player im Onlinebereich eine besondere Verantwortung.

Grünberger kritisiert, dass mit den ORF-Seiten "ausländische Player mit Traffic gefüttert werden". Zwar hätten auch zahlreiche Zeitungen Auftritte in dem sozialen Netzwerk kreiert, nachdem der ORF dies tue, komme man darum aber nicht herum, erklärte er. "Wenn der Erste das am Markt macht, müssen auch die anderen nachziehen." Schon jetzt wird nach Schätzungen des VÖZ rund die Hälfte des 300 Mio. Euro schweren heimischen Online-Werbemarktes von großen Playern wie Facebook und Google abgezogen.

Die inländische Wertschöpfung liege bei Google und Facebook jedenfalls bei Null, sagte Grünberger. Die Konzerne würden ihre Einnahmen oft nicht einmal in Europa versteuern.

Der Kampf gegen die internationalen Player sei auch der Grund für den entsprechenden Passus im ORF-Gesetz 2010 gewesen. Zwischen VÖZ und ORF, die damals gemeinsam am Verhandlungstisch gesessen waren, sei dies auch ausgemacht gewesen. "Dass ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz sich daran heute nicht erinnern will, dafür kann ich nichts", so Grünberger. Damals sei jedenfalls der wesentliche Fokus darauf gelegen, den Onlinemarkt in Österreich weiterzuentwickeln, betonte er.

Persönliche Twitter-Accounts von ORF-Journalisten will der VÖZ jedenfalls nicht verbieten, wie Grünberger sagte. "Darum ist es uns nie gegangen. Es geht um Angebote, die mit der Marke ORF in Social Media kreiert wurden." (APA)

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24 Postings
Bortolino
00
10.2.2012, 15:58
Diese Argumentation ist dumm und verlogen zugleich:

Geh bitte: Dieses VÖZ-Gekeppel ist echt nicht mehr auszuhalten.

Haben die Tageszeitungen etwa keine Facebookportale ????

Wirklich ägerlich, daß derstandard jede Absonderung der VÖZ-Lobbyisten willfährig weiterverbreitet.

commu
01
VÖZ, ...

.. selbsternannter Robin Hood der österreichischen Social-Network-Szene, einsamer Kämpfer gegen die internationalen Player und Retter seiner enterbten Mitglieder. Also ist - wie bereits seit Jahren gemunkelt wurde - wahrhaftig der ORF mit seinen Internet-Aktivitäten ganz alleine schuld am sagenhaften Aufstieg feindlicher US-Portale wie Facebook, Twitter und Co. Um also gemeinsam den Onlinemarkt in Österreich weiterzuentwickeln, bedarf es nur eines Verbots der Online-Angebote des ORF und alles läuft ganz von alleine. Wohlan, VÖZ! Führe uns auf den richtigen Weg! In eine erfolgreiche virtuelle Zukunft!

Res
05
Onlinemarkt

Dass die Hälfte des österreichischen Onlinemarkts durch Social Networks und Google abgesaugt wird mag vielleicht stimmen, das aber so zu bringen, wie wenn der ORF daran schuld sei ist lächerlich! Der ORF liefert einen verschwindend kleinen Anteil der Pages verglichen mit all jenen, die durch "normale user" generiert werden. Die Argumente des VÖZ werden immer widersinniger.

ein Freund (der echte)
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Heult doch!

Und wenn man glaubt, eine Steigerung ist nicht mehr möglich, dann findet sich doch immer noch einer und setzt was oben drauf... :-(

purgatorio
113
also, ich finde das durchaus gelungen.

wie sich der VÖZ momentan lächerlich macht, ist wirklich beeindruckend.

gelungene aktion, muss man schon sagen.

sind sich alle sicher, dass der grünberger nicht doch ein u-boot vom orf ist...?

AntonPostBote
18
Das ist unpackbar.

Dann soll der VÖZ Geld in die Hand nehmen und eine österr. Social-Media Plattform gründen, eine österr. Suchmaschine (austronaut.at) ins Leben rufen oder einfach aus dem "Erfolg" der internationalen Konzerne lernen. Aber wegen der eigenen Unfähigkeit einem "gemeinschaftsfinanzierten" Medium den zeitgemäßen Kontakt mit seiner Gemeinschaft zu verbieten ist das Letzte.

WilliamvonBaskerville
18
Es lebe die Provinz

Sind wir im 21. Jahrhundert? Grünberger ist wohl wirklich einer der Sargnägel der Printbranche. Zum Glück nur ein kleiner. Die Visionskraft und der unternehmerische Geist aus dem VP-Stall führt in die Provinzialisierung.

Der Specht
00

Aber selbst im ÖVP-Stall war er eines der lahmeren Rösser.

Wolfgang Ullram
19
eigentor

die öst pay zeitungen haben auch
ipad services

da ist auch die wertschöpfung in cupertion, CA

und was ist da anders?

es ist halt mal so, dass diese netzwerke aus den usa kommen. da kann der orf ja nix dafür

und auch derstandard ist auf zwitscher, fressenbuch usw.,

der orf darf aber nicht?

das ist keine argumentation.

einfach neidig, weil die zeitungen bei radio und tv nur mist abliefern und keiner ihre bevorzugten sender schaut.

staatlich angeordneter boykott machts auch net besser.

pfui neider!

KornKreis
00
Diaspora

Sollen sie doch alle auf Diaspora wechseln. Dann würden vielleicht auch ein paar mehr die open-source-facebook-alternative kennenlernen.
joindiaspora.com !!!

Frobin Jojo
27
Woher kommt der Typ ...

... von hinterm Mond, oder wie?

Weil es Facebook gibt und es kein österreichisches Facebook gibt (das am besten noch dem VÖZ gehört), darf der öffentlich-rechtliche Rundfunk nicht mehr in einen Dialog treten mit dem Publikum? Weil die Werbedollars dann zu FB rollen ... schon blöd, dass sich das Rad der Zeit nur nach forwärts bewegt.

Im politischen Bereich würde man solche Aussagen wohl als reaktionär bezeichnen ... in dem Bereich als inkompetent, naiv, illusorisch und als Blockieren eines Möchtegerns, der selber nichts zusammenbringt!

Papp Kamerad
00
forwärts? auweh!

Frobin Jojo
00
Typisch ...

... dass genau das inhaltlich extrem wichtige Kommentar dringend gepostet werden MUSS!

Tatsächlich ist es schlicht ein Tippfehler ... da könnte genauso gut corwärts, gorwärts oder borwärts stehen.

Papp Kamerad
00
gorwärts klingt super!

die exfrau vom rathausmann
 
00
kann schon mal vorkommen

wenn man viel am Computer hackelt, forward - vorwärts, geht schnell ;o)

PEACES
 
14
Mei, ihr armen Zeitungsverleger

Fangts ihr nicht auch noch damit an das Internet für eure wirtschaftliche Misere verantwortlich zu machen! Passt euer Geschäftsmodelle gefälligst an! Die Zeiten eures Informationsmonopols sind schon lange vorbei und wenn euch das nicht passt, sucht euch einen anderen Job. Ich, als sehr aktiver Internetnutzer, hab langsam die Schnauze voll zusehen zu müssen, wie Verlage und Medienkonzerne versuchen das Internet Stück für Stück zu beschneiden nur weil sie sich und ihre Geschäftsmodelle nicht anpassen wollen.

Es ist ja nicht so, dass sie es nicht könnten. Sie wollen einfach nicht. Wenn ihr Verlage Angst vor dem Angebot des ORF habt, bietet ein besseres Angebot. So einfach ist das.

phobetor
11

naja das medium der cd ist halt auch nicht mehr so aktuell,...

...aso uup es geht nicht um die musikindustrie...

...die stelln sich nur genauso deppert an.

PEACES
 
10

Und damit ist nicht gemeint, liebe Verlage, dass ihr den "FREIEN INFORMATIONSFLUSS" zu euch umlenkt! PFUI!

KornKreis
01
Diaspora

sollen sie doch alle ihre eigenen Diaspora-Server betreiben und die Leute dort hin "locken". Der ORF-Diaspora-Server und dort sind alle Sendungsformate und Medien des ORF vertreten. - Dann wird die Open-Source-Facebook-alternative auch bekannter und ich hätte dann vl auch ein paar Freunde dort :)
https://joindiaspora.com/

Reich sein muss sich lohnen!
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Warum muss man da nachziehen, wenn damit doch eh kein Geld verdient wird?

Pretty Gumbo McGee
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Hab gar nicht gewusst, dass die Futurezone vom Ausland aus betrieben wurde.

Strammer Max
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It's series of tubes

Heieiei... vom Internet keine Ahnung und von Social Media noch weniger. Kein Wunder, dass es viele Verlage nicht ins 21. Jhd schaffen.

lola1234
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Hallo Herr Grünberger,

herzliche Grüße aus dem 21. Jahrhundert! In welcher Ära sind Sie stecken geblieben? Vielleicht findet sich noch ein mitleidiger Mensch in der ÖVP, der Ihnen das Internet erklärt.
Oder besser nicht, sonst kommen Sie womöglich noch drauf, dass man das Internet im Dienste der Ö Werbewirtschaft in Österreicht ganz verbieten muss.

Oliver Sender 9000
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Geh komm, Herr Grünberger,

sie werden doch nicht Österreichs Ansgar Heveling werden wollen.

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