Drei Fälle im Burgenland

Exekutive warnt vor falschen Polizisten

7. Februar 2012, 11:13

Unbekannte geben sich als Zivilbeamte aus und verlangen Geld - Polizei: Dienstausweis verlangen und Kennzeichen notieren

Die burgenländische Exekutive warnt vor falschen Polizisten: Nachdem am Wochenende ein Fall bei Lutzmannsburg (Bezirk Oberpullendorf) bekannt geworden ist, hat nun auch eine 38-jährige Frau eine Anzeige über zwei vermeintliche Zivilbeamte eingebracht. In beiden Fällen wollten die Unbekannten Geld haben. "Seit Oktober ist das nun der dritte Fall. Ein Muster ist schwer zu erkennen. Es sind immer andere Angaben", sagte ein Ermittler des Bezirkspolizeikommandos Oberpullendorf am Dienstag.

Bereits Mitte Dezember hielten die Unbekannten die Lenkerin aus Ungarn in Unterpullendorf wegen angeblichen Schnellfahrens auf und verlangten dafür 20 Euro. Da sich die Frau weigerte zu bezahlen, stiegen die Männer in ihren silbernen BMW mit Wiener Kennzeichen und fuhren davon, berichtete die Sicherheitsdirektion Burgenland. "Möglicherweise hat die Frau erst jetzt Anzeige erstattet, weil sie in der Zeitung von dem anderen Fall gelesen hat", meinte der Polizist.

Führerschein verlangt

Vergangenen Donnerstagabend verlangten Unbekannte von einem 62-jährigen Burgenländer allerdings 500 Euro oder seinen Führerschein. Die zwei Männer überholten mit ihrem Pkw mit ungarischen Kennzeichen den Lenker und brachten ihn durch Abbremsen zum Anhalten. Auch in diesem Fall stiegen sie wieder in ihren Wagen und fuhren davon, als sich der Burgenländer weigerte, 500 Euro oder seinen Führerschein herzugeben.

"Die Beschreibung zu den Unbekannten fällt immer unterschiedlich aus. Einmal sprechen die Männer mit ungarischem, beim nächsten Mal mit hochdeutschem Akzent. Auch Pkw und Kennzeichen unterscheiden sich immer", so der Ermittler.

Bei einer Anhaltung durch Zivilbeamte solle man sich unbedingt einen Dienstausweis zeigen lassen, rät der Polizist. "Wenn einem etwas komisch vorkommt, unbedingt einen Dienstausweis verlangen. Dieses Recht hat jeder Staatsbürger. Hat er keinen dabei, nichts aushändigen. Meistens fahren diese 'falschen Polizisten' dann davon." Außerdem ist es für die Ermittler hilfreich, das Kennzeichen zu notieren und mit diesen Angaben zur Polizei zu gehen. "Zu beachten ist auch, dass ein Organmandat im ganzen Land gleich ausschaut. Bekommt man keinen Beleg oder beispielsweise einen komischen A4-Zettel, dann stimmt etwas nicht", so ein Kriminalist. (APA)

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Posting 1 bis 25 von 67
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Liliom
00
Pisa Test

Ist doch ganz einfach. Eine Frage wie, wieviel Budesländer hat Österreich. Wenn die Frage richtig
beantwortet wird, ist Vorsicht geboten.

derPolizist
00
12.2.2012, 22:01

Im Gegensatz zum Durchschnittsösterreicher genießt der Polizeischüler doch etwas an Verfassungsrecht...

http://www.bmi.gv.at/cms/BMI_S... AK_PGA.pdf

steppenking
00
Im Zweifel festnehmen

Uniformierten oder zivilen "Beamten" festnehmen, auf die nächste Wachstube bringen und Identität feststellen lassen. Kann ja nicht so schwer sein.

Marlon62
03
Dienstausweis verlangen

Wenn der Beamte dies verweigert, ist er echt, oder wie?

. g.bac
00

und wie kann man die identität eines uniformierten kontrollieren?

derPolizist
00

ebenso

. g.bac
02
10.2.2012, 09:27
hatte ich probiert

die polizistin hat sich geweigert mir ihre identität preis zugeben.

derPolizist
00
10.2.2012, 16:10

Jetzt habe ich sie missverstanden... Die "Identität", also ich nehme an sie meinen den Namen, muss ihnen die Kollegin natürlich nicht sagen...

strangerinastrangeland
 
00
13.2.2012, 11:19
"den Namen muß die Kollegin ihnen natürlich nicht sagen.."

Das habe ich nie verstanden, ich frage mich, in wie vielen Ländern das so ist.

In den USA ist es üblich, dass der Officer seinen Namen gut lesbar auf der Uniform trägt und auch in England ist das nicht unüblich:

http://www.telegraph.co.uk/news/ukne... forms.html

Aber abgesehen von einem Namensschild kann man doch wohl erwarten, dass sich das Organ der Staatsgewalt mit seinem richtigen Namen vorstellt, wenn man danach frägt.

derPolizist
11
13.2.2012, 20:53

ja, fein, wenn´s die haben, muss es ja gut sein...

wie gesagt, mit der Dienstnummer auf der Uniform hab ich kein Problem, der Name muss nicht sein.

strangerinastrangeland
 
00
13.2.2012, 21:56

So, so, der Name muß nicht sein...

Wenn Menschen es vorziehen, ihre Tätigkeit aus der Anonymität heraus zu auszuüben, dann erregt das bei mir das größte Mißtrauen.

Üblich ist das eigentlich nur in den anrüchigen Gewerben, alle anderen stehen mit ihrem Namen zu ihrer Tätigkeit.

derPolizist
10
14.2.2012, 08:35

machen sie einmal einen Nachtdienst in Wien, wo sie es mit ein paar Ungustln zu tun hatten und ihnen wird die Lust vergehen, solchen Gestalten ihren Namen sagen zu müssen...

strangerinastrangeland
 
00
14.2.2012, 10:29

Ich habe mir während meines Studiums in Wien meinen Lebensunterhalt im privaten Sicherheitsgewerbe in einem sehr exponierten Bereich verdient und hatte ständig ständig mit ziemlich gefährlichen Menschen zu tun.

Spätestens nach der Anzeige kannten alle Beteiligten meinen Namen, mein Geburtsdatum und meine Adresse.

derPolizist
00
14.2.2012, 12:54

aha...

na wenn sie meinen, dass das so toll ist...

sie hätten auch auf eine anonymisierung in den akten bestehen können, zumindest was ihre Adresse betrifft...

ich bleib dabei: irgendeinen pülcher hat mein name nicht zu interessieren, es gibt auch keinen nachvollziehbaren grund, warum er den wissen muss.

I'll shit on your nick
01
14.2.2012, 20:25
Irgendein Pülcher ...

ist das der Bürger an sich - oder nur der, dem es an Autoritätsgläubigkeit mangelt?

strangerinastrangeland
 
00
14.2.2012, 19:49

Ich habe inzwischen in der Frage etwas weiter rechergiert.

Österreich und Deutschland sind die einzigen Länder in Europa, in denen es für Polizisten keine Kennzeichnungspflicht gibt.

In vielen Ländern tragen Polizisten Namensschilder, z.B. in Frankreich, Polen, Ungarn, Slowakei, Belgien, Estland, Litauen, Zypern, Rumänien...

In anderen Ländern wie Dänemark, den Niederlanden, Finnland, Poltugal, Italien etc. müssen sich die Beamten auf Wunsch ausweisen.

Wenn es in so vielen Ländern Exekutivbeamten möglich ist, mit dem eigenen Namen aufzutreten, dann frägt man sich schon, warum es Ihnen so ein besonderes Anliegen ist, anonym zu bleiben.

Das Ohr
00
11.2.2012, 18:49
Bei einer Anhaltung durch Zivilbeamte solle man sich unbedingt einen Dienstausweis zeigen lassen, rät der Polizist.

Wie sieht so ein Dienstausweis aus, sind die in Österreich alle gleich oder je nach Bundesland unterschiedlich?
Gibt es da eine Internetseite wo man sich die ansehen kann -Innenministerium -Polizeidirektion?

derPolizist
00
11.2.2012, 18:59

http://diepresse.com/home/pano... ener-City-

Ist bei diesem Artikel zu sehen,... leider, und das verstehe ich auch nicht, gibts auf den offiziellen Seiten kein Bild dazu...

Die Dienstausweise sind in ganz Österreich einheitlich.

Das Ohr
00
11.2.2012, 18:40
Frage:

Darf ich Polizisten in Zivil / Uniform Fotografieren um ihre Identität zu überprüfen?
Google Facebook, Stichwort GesichtserkennungsSoftware.

derPolizist
00
11.2.2012, 19:00

da sie die Fotos dazu ja wohl veröffentlichen müssen, wohl eher nicht...

Das Ohr
00
11.2.2012, 19:49
Danke für die prompte Antwort und den Link!

. g.bac
01
10.2.2012, 19:14

sie gibt mir eine 4stellige dienstnummer bei der ich nicht kontrollieren kann ob sie echt ist.
0815 und 4711 sind nehme ich an die beliebtestens numern.

wie soll ein staatsbürger hierbei die echheit einens organes feststellen können ohne auf einen betrüger hereinfallen zu müssen?

derPolizist
00
11.2.2012, 12:53

und sie hatten einen konkreten verdacht, dass sie nicht echt ist?

. g.bac
00
11.2.2012, 19:15
ändert ihre gegenfrage etwas?

glauben sie, dass es gut ist, im vorfeld informiert zu sein, wie man einen echten und einen falschen polizisten möglichst komplikationsfrei unterscheiden kann?

heute sind die betrüger in zivil, morgen kommen sie mit einer uniform aus dem faschingszubehör.

derPolizist
00
11.2.2012, 19:27

Also gut... wenn sie mit der Beamtin eine Amtshandlung hatten, können sie die Dienstnummer verlangen und sie muss ihnen bekannt gegeben werden. Dies kann, muss aber nicht in Form einer Dienstnummern-Visitenkarte geschehen. Wenn sie wirklich Zweifel an der Echtheit der Polizistin haben, rufen sie am Notruf an und schildern ihren Verdacht, sie können sicher sein, es wird ihnen ein Funkmittel geschickt (aber bitte, nicht jetzt schreiben, die entsendeten Polizisten könnten ja auch falsch sein)...

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