Öffis mit Verzögerungen unterwegs

7. Februar 2012, 10:26
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Weichenprobleme, Unfälle und Falschparker halten Straßenbahnen auf - Wiener Linien empfehlen Umstieg auf U-Bahn

Laut Prognose der Hohen Warte wird es am Dienstag auch tagsüber weiter schneien. Dazu legt der Nordwest- bis Nordwind allmählich zu und erreicht Spitzen zwischen 50 und 60 km/h. Schneeverwehungen sind daher zu erwarten. Witterungs- und verkehrsbedingt kommt es im gesamten Wiener Öffi-Netz punktuell immer wieder zu Verzögerungen. Besonders Bus- und Straßenbahnlinien sind etwas langsamer als gewöhnlich unterwegs. Die Wiener Linien empfehlen den Umstieg auf die U-Bahn.

An einzelnen Punkten im Straßenbahnnetz, etwa auf den Linien O und 1, kam es zu Störungen aufgrund von Weichenproblemen. Staus, witterungsbedingte Unfälle, hängengebliebene Pkws und Lkws sorgen teilweise für Verzögerungen und unregelmäßige Intervalle. Auch Falschparker, die bei Neuschnee häufiger sind, sorgen immer wieder für Verzögerungen. Die Verkehrssituation hat sich erst gegen 9.30 Uhr beruhigt.

Verzögerungen

Auf der Straßenbahnlinie 10 kam es wegen einer ausgefallenen Weichenheizung am Dienstagvormittag vorübergehend zu Verzögerungen. Bis zu 360 Mitarbeiter sind für die Wiener Linien im Wintereinsatz. Mehr als 1.000 Straßenbahn-Haltestellen, 422 Straßenbahn-Gleiskilometer und 226 U-Bahn-Gleiskilometer werden im Winterdienst betreut. Dazu kommen noch 101 U-Bahn-Stationen und mehr als 3.200 Bus-Haltestellen. 42 Schienen-Schneepflüge mit Streuvorrichtungen stehen zum Räumen der Straßenbahngleise zur Verfügung.

MA 48 unterwegs auf den Straßen

Der Schneefall in der Nacht auf Dienstag bescherte auch der MA 48 den zweiten Volleinsatz in diesem Winter. Die aktuell 1.276 Einsatzkräfte der MA 48 sind mit 409 großen und kleinen Streu- und Räumfahrzeugen im Einsatz, um für einen reibungslosen Verkehr auf dem 2.800 Kilometer langen Straßennetz und den Fahrradwegen zu sorgen und die 25.000 Fußgängerübergänge von Schnee zu befreien.

Um 16.00 Uhr setzte am Montag der erste Schneefall in den Höhenlagen Wiens ein. Die gesamte A-Tour fährt seither auf den Hauptverkehrsrouten mit 77 Streufahrzeugen. Um 19.00 Uhr wurden auch die 132 Streu- und Räumfahrzeuge der Privatfuhrwerke in den Dienst gestellt. Seit Mitternacht sind auch sämtliche Kleinfahrzeuge der Straßenreinigung im Einsatz. Die StraßenkehrerInnen der MA 48 nahmen bereits um 3.00 Uhr in der Früh ihren Dienst auf, um die Straßenübergänge von Schnee zu befreien. Sämtliche 15 Winterdienstlagerplätze waren rund um die Uhr geöffnet, um die Nachlieferung von Streumitteln sicherzustellen.

Die Stadtautobahnen wie die Südost-Tangente sowie Privatstraßen liegen nicht im Zuständigkeitsbereich MA 48. Im Haltestellenbereich von öffentlichen Verkehrsmitteln sind die jeweiligen Betreiber wie etwa die Wiener Linien bzw. die AnrainerInnen zuständig. Für die Gehsteige sind die jeweiligen Liegenschaftseigentümer und Hausbesitzer verantwortlich, sie müssen entweder selbst oder über beauftragte Firmen für die Räumung und Streuung zwischen 6.00 und 22.00 Uhr sorgen. (red)

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