Börse Frankfurt schließt im Minus

7. Februar 2012, 18:35
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Zitterpartie in Griechenland und Industriedaten belasteten

Frankfurt - Die Frankfurter Aktienbörse ist am Dienstag wegen der anhaltenden Sorgen über eine Lösung der griechischen Schuldenprobleme mit tieferer Grundtendenz aus dem Handel gegangen. Der DAX verlor bis zum Handelsende um 10,63 Punkte (minus 0,16 Prozent) auf 6.754,20 Einheiten. Belastend wirkten sich auch schwache Daten zur deutschen Industrieproduktion aus.

Der TecDAX sank um 5,87 Punkte oder 0,76 Prozent auf 763,75 Punkte. Der M-DAX ermäßigte sich 68,48 Punkte oder 0,66 Prozent auf 10.306,48 Zähler. Der HDAX schloss mit 3.440,97 Einheiten und einem Minus von 7,88 Zählern oder 0,23 Prozent. Der C-DAX schwächte sich 1,48 Punkte oder 0,25 Prozent auf 595,04 Zähler ab.

"Die Zitterpartie um Griechenland lähmt die Börsen", hieß es in einem aktuellen Kommentar der Landesbank Baden-Württemberg. Eine Einigung Griechenlands mit der sogenannten Troika und den privaten Gläubigern ist nach Einschätzung von EU-Kommissionpräsident Jose Manuel Barroso aber "sehr nah". Anderenfalls ist das Land bis Ende März pleite.

Automobilaktien präsentierten sich europaweit in schwacher Verfassung. Händler verwiesen auf Aussagen der chinesischen Regierung, wonach sich das Wachstum der Industrieproduktion in China wegen der schwächelnden Weltkonjunktur und der europäischen Schuldenkrise im ersten Quartal verlangsamen könnte. Daimler verloren 1,84 Prozent, VW-Vorzugsaktien gaben um 1,19 Prozent nach und BMW fielen am DAX-Ende um 1,98 Prozent. Dagegen gewannen die Titel des Salz- und Düngemittelherstellers K+S Sog guter Zahlen des norwegischen Konkurrenten Yara 1,50 Prozent.

Im MDAX verbilligten sich die Aktien von Fielmann um 6,86 Prozen. Die Zahlen der Optikerkette hatten die Anleger trotz eines Umsatz- und Gewinnanstiegs im vergangenen Jahr enttäuscht. Papiere des Immobilienfinanzierers Aareal Bank litten Händlern zufolge unter einer Abstufung durch das Analysehaus Equinet und gaben 6,66 Prozent ab. Die Aktien des Reise- und Schifffahrtskonzerns Tui rückten um 2,70 Prozent vor, nachdem die Touristik-Tochter Tui Travel ihren saisontypischen Verlust im Zeitraum Oktober bis Dezember leicht reduziert hatte.

Im TecDAX verloren die Titel des Spezialanlagenbauers Aixtron nach einem enttäuschenden Ausblick des US-Wettbewerbers Veeco 2,40 Prozent. Dagegen legten die Papiere von Centrotherm nach einem Großauftrag um 4,13 Prozent zu. (APA)

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