Abschied

Canonical zieht Entwickler von Kubuntu ab

Andreas Proschofsky, 7. Februar 2012, 08:56
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    grafik: kubuntu

KDE-Variante der Distribution wird zum reinen Community-Projekt - Bisheriger Hauptentwickler bekommt neue Aufgaben

Das Verhältnis zwischen dem Softwarehersteller Canonical und dem Linux-Desktop KDE ist ein - freundlich formuliert - "kompliziertes". Während man für Ubuntu von Anfang an auf eine GNOME-Basis setzte, war es vor allem Canonical-Gründer Mark Shuttleworth selbst, der gerne eine gewisse Affinität zu KDE kundtat - und auch schon mal öffentlichkeitswirksam mit KDE-T-Shirt auf Konferenzen posierte.

Vorgeschichte

Die daraus resultierenden Hoffnungen der KDE-Community, dass sich Canonical mit der Zeit stärker auf KDE konzentrieren würde, wollten sich aber nicht so recht materialisieren. Zwar stellte Canonical mit Jonathan Riddell einen Vollzeitentwickler für Kubuntu ab, im Vergleich zum GNOME-basierten Ubuntu blieb die KDE-Variante aber trotzdem ein Stiefkind. Ein Umstand, der gerade Shuttleworth auch immer wieder mehr oder weniger offen vorgetragene Kritik von KDE-Seite einbrachte. Immerhin hätte Shuttleworth mit seinen Wortmeldungen keine falsche Erwartungen wecken sollen, so die Argumentation.

Schlussstrich

Nun gehört diese Diskussion aber der Vergangenheit an, zieht Canonical doch jetzt einen klaren Schlussstrich unter diese Episode. Wie Jonathan Riddell in einem Blog-Eintrag verlautbart, wird er künftig andere Entwicklungsaufgaben bei Canonical übernehmen. Nach der Freigabe von Kubuntu 12.04 soll die KDE-basierte Distribution somit in ein reines Community-Projekt verwandelt werden, wie es jetzt schon bei anderen Ubuntu-Varianten wie Xubuntu und Lubuntu der Fall ist. Konkret bedeutet das, dass Canonical zwar noch die Infrastruktur zur Verfügung stellt, die Entwicklung aber vollständig der Community überlässt.

Kein Geschäftsmodell

Es handle sich hier um eine reine Business-Entscheidung, betont Riddell. Sieben Jahre nachdem man mit der offiziellen Unterstützung für KDE/Kubuntu begonnen hat, habe sich noch immer kein funktionstüchtiges Geschäftsmodell rund um dieses etabliert. Insofern sei es unrealistisch, eine andauernde finanzielle Unterstützung durch Canonical zu erwarten.

Hintergrund

Die Entscheidung dürfte aber auch mit der aktuellen Canonical-Ausrichtung auf die (GNOME-basierte) Desktop-Eigenentwicklung Unity zusammenhängen, auf die man derzeit die eigenen Kräfte konzentriert. Ob sich diese zu einem finanziellen Erfolg entwickeln wird, bleibt allerdings abzuwarten. Trotz der Popularität von Ubuntu wird dessen Entwicklung weiterhin massiv aus den Taschen von Gründer Shuttleworth, der sich selbst als "Software-Milliardär" bezeichnet, subventioniert. (derStandard.at, 7.2.2012)

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Kiki Novak
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Kubuntu vs. Debian

Hab einige Zeit lang Kubuntu 10.04 LTS mit KDE von den PPA-Repos verwendet und hab dann aus Neugierde Debian ausprobiert. Deren KDE-Version in Squeeze ist zwar etwas veraltet (4.4.5), aber ich war angenehm überrascht: alles funktioniert völlig reibungslos. Hab etwas dran rumgeschraubt, und jetzt schaut mein Arbeitspferd-PC genauso "sexy" aus wie ein openSUSE oder Pardus-Desktop. Großer Bonus für mich: kann dieselbe Distro auf Server und Desktop verwenden. Ganz abgesehen davon, daß Debian sich einer unschlagbaren Perennität erfreut.

Installationsskripts gibt's hier:

$ svn co svn://svn.tuxfamily.org/svnroot/microlinux/config

Liebe Grüße aus dem arschkalten Südfrankreich,

http://www.microlinux.fr

achwasweissdennich
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Das habe ich zwar schon mal gefragt gehabt, aber ich frage einfach noch mal:

Welche Distri bringt die beste KDE-Integration? Wo dran merkt man das eigentlich? Was wird wie integriert? Ist Kubuntu gut?

novalue
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kubuntu ist gut.. du bekommst einen grossteils unveränderten kde so wie er von den entwicklern gedacht ist und bist dank der ppa's auch immer mit der neuesten software versorgt falls du das möchtest.. daran wird auch der eine bezahlte entwickler der geht nichts ändern..

kubuntu ist jetzt auf dem selben status wie beinah alle anderen distributionen (es zahlt halt für die gesamte infrastruktur nichts und das ist auch schon was wert)

vl. ist es sogar besser jetzt da keine firma reinredet mit seltsamen vorstellungen von einem optimalen desktop (siehe unity)

wäre Ubuntu ein comunity projekt würde es wohl den besten gnome3 liefern den man haben kann....

ich kann kubuntu sehr empfehlen und sogar die 12.04 alpha1 läuft bereits sehr gut.

motd
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starte firefox/iceweasel oder Libreoffice

hat es default schon ein an qt angepasstes UI und wie schaut der dialog zum datei speichern/öffnen aus?

Meist ein guter Indikator :-)

Ansonsten sind es haupstächlich eben die Mime-typen (welcher Dateityp öffnet welches Programm :-) )

Bie Suse, Ubuntu und Konsorten sind auch, für manche, die Portierungen der Systemtools interresant, meine heißen aber Konsole bzw xterm :-)

motd
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interessant ;-)

DerMäx
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Ich kann daran nichts Negatives entdecken. Was soll daran schlecht sein, wenn Canonical KDE in Kubuntu näher(ganz) am Upstream lässt?

Ich glaube, dass durch diese Entscheidung ein besseres Kubuntu auf die Leute zukommen wird.

aceFruchtsaft
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Das Problem ist, dass der upstream keine Pakete für deine Distribution erstellt. ;)

DerMäx
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Für meine Distribution? Nene.. mich wird das nicht betreffen....

Xubuntu, Lubuntu.. sind ja auch Community-Projekte. Wo wird da der Unterschied bestehen? Überseh ich was?

aceFruchtsaft
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Nicht alle Bugs sind upstream-spezifisch, und diese müssen eben von den Distro-eigenen Entwicklern geschlossen werden (und selbst Bugs des upstreams müssen erstmal kompetent an diesen berichtet werden). Wenn es weniger bezahlte Entwickler gibt, werden weniger solche Bugs geschlossen.

Außerdem, wer weiß wie viel Potential für noch eine Community-KDE-Distro da ist. Wenn ich als unbezahlter Entwickler was beitragen wollte, würde ich das z.B. in diesem Fall lieber gleich bei Debian machen, oder bei anderen Community-Distris, die sich schon viel länger etabliert haben, z.B. Gentoo oder Arch.

Aber mal schauen...

novalue
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korrekt.. Viel wird sich nicht ändern

Sir Harry....
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Ein Entwickler bei Kubuntu mit der KDE Integration beauftragt...

Wer hat zuletzt noch darüber gesprochen, wie gut Ubuntu KDE integriert?

Threonin
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Ich verwende derzeit Ubuntu 10.04 LTS - Lucid Lynx. Die nächste LTS werde ich mir wohl sparen, ich steige um.

Wohin weiß ich noch nicht, aber jedenfalls zu einem System, bei dem ich mich nicht ständig an irgendwas Neues gewöhnen muss. Nix gegen den Fortschritt, aber bei meinem privaten Rechner mächte ich doch gerne, dass die Sachen möglichst lange so bleiben wie sie sind.

Dabei sollte die Software trotzdem immer aktuell genug sein, um zu funktionieren (Chatprogramme, Flash, Webbrowser, ...)

jazzica
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Willkommen bei Gentoo!

Systemanalytiker
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Mir gefällt OpenSuse KDE sehr gut

Nur warte ich, bis da KDE 4.8 implementiert ist.

Die Schriftarten muss man auch umstellen, denn die Standardschriftarten gefallen mir nicht.

aceFruchtsaft
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Gibt eh ein eigene Repository dafür, 4.8 wird sicher nicht über das Update-Repo für 12.1 ausgeliefert.

rote Lola2
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aha. und was hat das jetzt mit dem kde-desktop von kubuntu zu tun?

Threonin
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Es hängt mit unity zusammen, und damit dass eben weder KDE noch XFCE ordentlich unterstützt werden. Ich möchte mir diese Sachen ansehen und mich dann für etwas dauerhafteres entscheiden.

rote Lola2
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ich verstehe ja nach wie vor nicht was an unity so problematisch sein soll. aber wie "john matrix" schon schrieb, xubuntu kommt jetzt auch mit drei jahren support daher. und nach drei jahren kann ich mich dann auch wieder einmal an eine etwas geänderte oberfläche gewöhnen. aber auch ich kenne xp-user, die können sich nicht vorstellen nach zehn jahren mit etwas anderem zu arbeiten...

Threonin
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Ach wissen sie, ich musste mich schon oft umgewöhnen und selten wurde es wirklich besser, meistens wurde alles verschlimmbessert.

Prinzipiell gute und sinnvolle Funktionen waren of einfach weg oder wurden von anderen Herstellern einfach nicht übernommen, sinnloses Zeugs kam dazu,...

Meinen jetzigen Desktop habe ich mir nun mal eingerichtet und ich möchte selber entscheiden wann und wie ich das ändere und nicht fremdbestimmt sein.

Ich werde das neue Xubuntu probieren, finde aber drei Jahre support ansich schon recht kurz. Dafür ist es halt kostenlos, was aber für mich kein Entscheidungsgrund ist.

John Matrix
01

XFCE in Xubuntu ist gut unterstützt und bietet auch ab 12.04 3 Jahre Support.

Threonin
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Dann wird es auch in die engere Wahl gezogen, ich möchte mir jedenfalls mehrere Möglichkeiten ansehen. Aber auf jeden Fall danke für den Hinweis.

Lophiomys imhausi
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Das ist die Chance von SUSE

sich wieder auf seine Wurzeln zu besinnen und damit auf die KDE zu konzentrieren, um einen Unterschied zu machen.

birdy15
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Leider hat man sich bei OpenSUSE entschieden möglichst breit aufzustellen.
Also genau das Gegenteil von fokusieren. Beim Desktop den Schwerpunkt klar auf KDE zu setzten hätte meiner Meinung nach für SUSE Vorteile gebracht.

Ubuntu ist ja auch hauptsächlich deswegen groß geworden, weil sie sich ganz klar fokusiert haben.

Wer die Komplexität stark reduziert, kann den Rest dafür um so besser erstellen.

novalue
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gibt es denn eine andere empfehlenswerte debian basierende distri die auf kde setzt??? Echt schade wenn das projekt jetzz noch weiter an den rand rückt.. Bin mit kubuntu total zufrieden aber canonicals entscheidungen in letzter zeit gehen mir gegen den strich.. Dann halt wieder zurück zu opensuse..

denkender Mensch
00
10.2.2012, 01:42

Wieso nur Debian-basierend?
Ich hab u.a. aufgrund von Unity den Umstieg zu Debian testing gewagt und ihn bisher absolut nicht bereut.

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