Schweizer Großbank

Schuldenkrise nagt kräftig am UBS-Gewinn

7. Februar 2012, 08:24

Der Jahresgewinn sank auf 4,23 Milliarden Franken, von 7,5 Milliarden im Jahr davor, die Investmentbanking-Sparte fuhr im Schlussquartal Verlust ein

Zürich - Die Euro-Schuldenkrise hat im letzten Jahr am Gewinn der Schweizer Großbank UBS genagt. Der Jahresgewinn sank 2011 auf 4,23 Milliarden Franken (3,51 Mrd. Euro) von 7,5 Milliarden im Jahr davor, wie die größte Schweizer Bank am Dienstag mitteilte. Im vierten Quartal allein fiel der Reingewinn mit 393 Millionen Franken deutlich geringer aus als ein Jahr zuvor, als er 1,02 Milliarden Franken erreicht hatte.

Die Investmentbanking-Sparte fuhrt im Schlussquartal einen Verlust von 256 Millionen Franken vor Steuern ein. Dem standen 882 Millionen Franken Gewinn in der Vermögensverwaltung und im Schweizer Geschäft gegenüber. Im zweiten Quartal hatte das Investmentbanking nach dem Handelsskandal in London einen Verlust von 650 Millionen Franken produziert.

Von der Nachrichtenagentur Reuters befragte Analysten hatten mit einem Rückgang des Jahresgewinnes um knapp 40 Prozent auf 4,58 Milliarden Franken (3,6 Milliarden Euro) gerechnet. Für den Quartalsgewinn hatten sie einen Rückgang um 43 Prozent auf 737 Millionen Franken veranschlagt.

Trotz der Krise konnte UBS im Wealth Management bei reichen Anlegern 3,1 Milliarden Franken einsammeln. Im US-Wealth-Management waren es 1,9 Milliarden Franken. Bereits im November hatte UBS eine symbolische Dividende von 0,1 Franken je Aktie angekündigt.(Reuters)

Berthold Goergens
 
00
Der Neoliberalismus ist die Ursache für Verbrechen

Man muss dabei bedenken, dass der neoliberale Zeitgeist noch immer in den Köpfen spuckt. Ausgehend vom Putsch in Chile 1973 unter Pinochet hat die Deregulierung ganzer Bereiche der Daseinsvorsorge, über Thatcher und Blair, mit der De-Industrialisierung Großbritanniens, über Reagan und Schröder, die EU erfasst. Alternativen zur Finanzmarktgetriebenheit müssen gefunden werden, sind da nicht die deutschen Erfahrungen mit der Mitbestimmungskultur eine wichtige Erfahrung der Gewerkschaften. Diese Kultur könnte weitergedacht werden bis zu wirtschaftsdemokratischen Elementen, wie Stiftungsunternehmen, Genossenschaften - ich weiß, die deutschen Gewerkschaften haben damit schlechte Erfahrungen gemacht - aber schaut Euch mal die baskisch-spanische Pr

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.