Altmeister der Fotografie starb 90-jährig
Berlin - Der japanische Fotograf Yasuhiro Ishimoto ist
am Montag im Alter von 90 Jahren in Japan gestorben. Das teilte das
deutsche Bauhaus-Archiv mit. Anlässlich der Sonderausstellung "Die
kaiserliche Villa Katsura - Fotografien von Yasuhiro Ishimoto" hatte
der Künstler dem Bauhaus-Archiv/Museum für Gestaltung in Berlin erst
im Dezember 55 seiner wegweisenden Schwarz-Weiß-Fotografien der
kaiserlichen Villa Katsura bei Kyoto geschenkt.
"Mit dem Tod von Ishimoto hat die Welt einen einzigartigen
Fotografen verloren. Er hat dem Westen einen neuen Blick auf Japans
Kultur eröffnet", sagte die Direktorin des Bauhaus-Archivs, Annemarie
Jaeggi, in einer Würdigung. Yasuhiro Ishimoto wurde am 14. Juni 1921
in San Francisco als Sohn japanischer Eltern geboren. Er lehrte unter
anderem an der Kuwasawa Design School, dem Tokyo College of
Photography sowie in den Jahren 1966 bis 1971 an der
Zokei-Universität von Tokio. Er bereiste viele Länder und befasste
sich insbesondere mit Bauwerken der traditionellen japanischen
Architektur, so mit dem To-ji-Tempel in Kyoto, dem Ise-Schrein und
der Katsura-Villa, über die dann jeweils prachtvolle Bildbände
entstanden. Seinen fotografischen Nachlass vermachte Ishimoto dem
Kunstmuseum in Kochi. (APA)