OGH prüft Freispruch von Ex-Hypo-Managern

6. Februar 2012, 18:31
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Nichtigkeitsbeschwerde seit vergangenem Freitag bei Höchstrichtern

Wien - Der Oberste Gerichtshof (OGH) prüft die erstinstanzlichen Freisprüche gegen Ex-Hypo-Alpe-Adria-Chef Wolfgang Kulterer & Co wegen umstrittener Vergaben von Krediten an die 2006 in die Insolvenz geschlitterte Styrian Spirit und an den Privatdetektiv Dietmar Guggenbichler. "Seit 3. Februar ist der Hypo-Akt bei uns", bestätigt OGH-Sprecher Kurt Kirchbacher der "Wiener Zeitung". Die Dauer des Verfahren sei kaum vorhersehbar. Für die Kärntner Hypo ist die Sache auch deshalb interessant, weil eine Schadenersatzklage der Bank gegen drei Ex-Manager wegen des Millionen-Kreditausfalls am Landesgericht Klagenfurt läuft.

Neben Kulterer wurden Ende März 2011 auch Hypo-Österreich-Chef Gert Xander und ein ehemaliger Prokurist der Kärntner Bank vom Untreue-Vorwurf am LG Klagenfurt freigesprochen. Die Staatsanwaltschaft Klagenfurt brachte Anfang Oktober 2011 Nichtigkeitsbeschwerde gegen das Urteil ein, womit nun die Höchstrichter in der Causa am Zug sind. Laut "Wiener Zeitung" soll die Staatsanwaltschaft in der Nichtigkeitsbeschwerde unter anderem vorbringen, dass der Erstrichter Dinge falsch verstanden und deshalb manchen Zeugen nicht befragt hat. (APA)

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