Doping

Vielerlei Mast, vielerlei Maß

Kommentar | Fritz Neumann, 6. Februar 2012, 18:17

Überraschung! Ein Radfahrer ist wegen Dopings verurteilt und gesperrt worden. Alberto Contador, der mehrmals die Tour de France gewann, will während der Tour 2010 ein mit dem Kälbermastmittel Clenbuterol verunreinigtes Steak gegessen haben, so erklärte er den positiven Test. Eineinhalb Jahre später heißt es im Urteilsspruch des Sportgerichtshofs, dass nur außerhalb Europas Probleme mit Clenbuterol im Fleisch bekannt seien. Nun ja. Der deutsche Tischtennisstar Dimitri Owtcharow, in China positiv getestet, wurde jedenfalls freigesprochen.

Das Problem der Dopingjäger ist nicht ihr vielzitiertes Hinterherhinken. Sondern dass sie eine einheitliche Linie vermissen lassen. Es gibt Institutionen und Instanzen sonder Zahl, Verfahren ziehen sich hin, Urteile scheinen oft von Meinungen statt Fakten bestimmt. Kleine werden rascher und strenger bestraft, an Großen wird manchmal ein Exempel statuiert, manchmal nicht. Spaniens Verband hatte Contador noch freigesprochen, die Welt-Anti-Doping-Agentur setzte sich erst in der Berufung durch.

In Deutschland regt derzeit ein Sportmediziner auf, der vielen, auch prominenten Sportlern Blut abnahm, um es mit UV-Licht zu behandeln und rückzuführen. Diese Methode hat Walter Mayer 2002 bekanntgemacht, sie ist längst verboten. Aber die Deutschen eiern herum. Und das IOC, das sich Österreich zur Brust nahm, legt sich nicht mit Deutschland an. Überraschung!
 (DER STANDARD, Printausgabe, Dienstag, 7. Februar 2012)

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10 Postings
Wo woar mei Leistung?
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Doping und Doppelmoral sind Zwillinge

Wo sind jetzt die drohenden Worte des Herrn Bach? Und die deutsche NADA arbeitet ja auch sehr zurückhaltend an der Aufarbeitung.

Gut möglich, dass Erfurt keine Ausnahme ist. Die Deutschen zeigen gerne auf das Ausland, auf das Saubermachen im eigenen Stall vergessen sie eben. Der ostdeutsche Sport ist und bleibt unter Generalverdacht zu stellen.

1116er
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der eigentlich gedopte

ist der sport-konsument:

aufgedopte wampe, niedergedoptes nationalistisches hirn.

Kate Austen
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Tennis Has a Steroid Problem

adal1
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Hauptsache unsere

Alpinen leben von Iglo.

In jedem Land haben 2-3 Sportarten völlige Narrenfreiheit, Fußball hat sie weltweit. Und der Radsport ist halt als Bauernopfer dran.

Was passiert, wenn man einer nordischen Skimannschaft die "Infrastruktur" wegfetzt, sieht man derzeit eh ...

Buzz Lightyear
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Eine Verschwörung!?!?

zol ex
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Aber die Deutschen eiern herum. Und das ÖOC, das sich Österreich zur Brust nahm, legt sich nicht mit Deutschland an.

Das ÖOC, hm?

Der Freund Deiner Frau
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selten schwacher Kommentar!

Das "Hinterherhinken" (in den Methoden) ist fuer die Dopingjaeger natuerlich das groesste Problem,

Fuer die "nicht einheitliche Linie" sind Gesetzgebung und Politik verantwortlich.

Hoffentlich kommt da noch was Besseres im Standard.

Karl Joda
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Fuer die "nicht einheitliche Linie" sind Gesetzgebung und Politik verantwortlich.

Ganz einfach : Doping im Profisport = Betrug.
Darüber sollte Konsens herrschen...
Die Sportler sollten auch NICHT durch die Verbände selbst kontrolliert werden, sondern durch die NADAs. selbstverständlich Europa/ Weltweit einheitlich.
Einheitliche Gesetze.Das wirds nicht spielen, leider

Aluc4rd
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Ich finde den Artikel NCIHT schlecht.
Klar sind unterschiedliche Massstäbe ein Problem. werd ich in den USA getesten passiert vielleicht NIX werd ich in italien getestet geh ich mit pech 2 jahre in den knast. selbes mittel selbe sportart ....

Warum werden baseballspieler nur 6 monate gesperrt oder nur verwarnt!!!! radfahrer 2 jahre?

wär da contator eishockeyspieler oder footballer würd GENAU NIX passieren

Thomas Fanara
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Mannschaftssportler haben in dem Bereich generell einen Vorteil... Meldepflicht wird viel laxer gehandhabt, dh. keine 24/7 Überwachung, Dopingkontrollen werden weniger oft durchgeführt und dann wird normalerweise auch nicht die ganze Mannschaft sondern nur ein paar Spieler getestet...

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