Nachrichten in aller Kürze
Alles zur Community
Nachrichten, die zu Ihnen kommen: Newsletter, Feeds und SMS
Alles zu unseren mobilen Angeboten: Apps, Mobilversion und SMS
Unsere Radio- und TV-Angebote
Die Zeitung im Internet: Abo, E-Paper, Anzeigen und mehr
Alles über die Redaktion von derStandard.at
Alles über Onlinewerbung, Stellenanzeigen und Immobilieninserate
Salzburg - Ein mittlerweile geschiedenes Ehepaar soll mit Nichtraucher-Seminaren unter den Titeln "Europa wird rauchfrei" und "Deutschland wird rauchfrei" rund 50 Seminarleitern unter falschen Gewinnversprechungen eine Kaution von 5.000 Euro pro Person herausgelockt haben. Die Gesamtschadenssumme beträgt laut Staatsanwaltschaft 267.432 Euro. Die zwei Salzburger mussten sich am Montag bei einem Prozess am Landesgericht Salzburg wegen gewerbsmäßig schweren Betruges verantworten. Die Verhandlung wurde gegen Mittag vertagt.
Bei den Angeklagten handelt es sich dem Staatsanwalt zufolge um die handelsrechtliche Geschäftsführerin (45) und den tatsächlichen Geschäftsführer (44), der einschlägig vorbestraft ist. Die beiden hätten Seminarleiter angeworben und von ihnen jeweils 5.000 Euro Kaution eingehoben, mit dem Versprechen, es wäre ein monatliches Nettoeinkommen von bis zu 10.000 Euro möglich.
Kein Seminar durchgeführt
Die Kaution könne über die Abhaltung von Seminaren über dem Provisionswege (offenbar 30 Prozent des Umsatzes, Anm.) zurückverdient werden, so habe das Konzept der zwei Beschuldigten gelautet, erklärte der Staatsanwalt. "Die Seminare wurden dann schlecht besucht. 2009 ist erkannt worden, dass das System nicht tragfähig ist." Die beiden hätten im Wirtschaftsjahr 2009/10 dennoch 70 Seminarleiter aufgenommen. In Deutschland sei aber kein Seminar durchgeführt worden. Der Staatsanwalt warf den Beschuldigten persönliche Bereicherung zur Finanzierung ihres Lebenswandels vor. Die Erstangeklagte gestand ein, dass die Kaution auf das Geschäftskonto und nicht, wie vorgeschrieben, auf ein separates Konto einbezahlt worden ist. "Kautionen sind aber keine Einnahmen", betonte die vorsitzende Richterin des Schöffensenates.
Nachdem der Buchsachverständige ausgeführt hatte, dass die Angeklagten von Februar bis August 2009 einen Verlust von 535.000 Euro verzeichneten, sprach die Vorsitzende von einer "Milchmädchenrechnung", das Geschäftskonzept habe nie aufgehen können. "Wenn ich 70 Seminarleiter einstelle und kaum Seminare sind, kann sich das nie ausgehen, dass jeder bis zu 10.000 Euro monatlich verdient." Die 21.000 Euro aus Seminarerlösen im Wirtschaftsjahr 2009/10 "haben nicht einmal für ihr Gehalt gereicht", hielt die Richterin der Erstangeklagten vor.
Zusammenarbeit mit Gemeinden
Die Beschuldigten setzten auf die Zusammenarbeit mit Gemeinden. Österreichweit wurden 400 Bürgermeister zwecks Bewerbung der Seminare angeschrieben, doch es seien nur 25 Seminare daraus geworden, sagte die Richterin. Die Salzburgerin beteuerte, sie habe sich nicht bereichern wollen. Deren Anwalt betonte, "Ideengeber und Mentor" der Seminare sei der Ex-Mann gewesen.
Der Zweitangeklagte gab an, man habe noch gehofft, es würden mehr Nichtraucher-Seminare zustande kommen. Laut seinem Verteidiger habe es im Jahr 2008 in Österreich 48 Seminare gegeben, im Jahr 2009 noch 32. Erst Ende des Sommers 2009 habe man das System als gescheitert angesehen.Die Vorsitzende vertagte schließlich die Verhandlung auf unbestimmte Zeit zur Abklärung der Privatbeteiligten-Ansprüche und zur Einvernahme von Zeugen.(APA)
Tabakwaren sollen künftig nur noch unter dem Ladentisch, in Schubladen oder hinter Vorhängen aufbewahrt werden dürfen
Verwaltung der zweitgrößten Stadt Dänemarks erlaubt ihren Angestellten keine Rauchpausen mehr
Rauchverbot auf öffentlichen Plätzen geplant - Rauchen immer unpopulärer
Zwei Drittel stimmten dagegen - Tabakbranche spricht von einem "Etappensieg"
Ab Juni Verbote für Bahnhöfe und andere öffentliche Plätze
Qualm könnte künftig aus allen geschlossenen öffentlichen Räumen verbannt werden
Eine unattraktive Verpackung soll Rauchern die Lust auf den Glimmstängel nehmen
Naturkatastrophe lässt Bewohner der neuseeländischen Stadt vermehrt zu Zigaretten greifen
Schrittweiser Bann von Duma angeordnet
Die Hälfte aller Männer in einkommensschwachen Ländern raucht - Immer mehr Frauen rauchen immer früher
Die EU will größere Warnhinweise vor Gesundheitsgefahren einführen
Tabakproduktrichtlinie aus dem Jahr 2001 derzeit in Überarbeitung - Kombination aus Text- und Bildwarnhinweisen am wahrscheinlichsten
Ab 2015 sollen allen Rauchern in der EU die möglichen Folgen des Tabakkonsums vor Augen geführt werden. Slim-Zigaretten und Geschmacksstoffe wie Menthol sollen verboten werden.
In ihrem Kampf gegen Warnhinweise auf Zigarettenpackungen erlitt die Tabakindustrie in Australien eine schwere Schlappe. In den nächsten Wochen dürfte auch die EU-Kommission ihre Pläne vorstellen
Material kann über Homepage bestellt werden und liegt in Beratungsstellen auf
Kommen einheitliche Zigarettenpackungen auch in der EU, sei mit mehr Schmuggel zu rechnen, sagt Trafikantenobmann Peter Trinkl
Bei einer Untersuchung von 19 europäischen Ländern landete Österreich beim Anteil des Zigaretten-Schmuggels an drittletzter Stelle
Hohe Geldstrafen für Raucher und Wirte bei Verstößen - Zigarettenwerbung bereits im Vorjahr verboten
Umfrage des Deutschen Krebsforschungszentrums - 51 Prozent der Glimmstängel-Fans jetzt gegen Rauchen in der Gastronomie
Hohe Konzentration von Chrom, Nickel und Arsen werde unterschätzt
Mindestalter für Kauf von Tabakwaren soll von 18 auf 21 Jahre angehoben werden - Stadtpolitiker rechnen mit Mehrheit für Initiative
Raucherlounges waren seit Jänner 2012 geschlossen - Unabhängiger Verwaltungssenat gab Berufung statt
Gesundheitssteuer auf zuckerhaltige Softdrinks und alkoholische Getränke geplant
...mitnichten unbemerkt lassen, dass das einzige was die Nazis während ihrer Regierung Vernünftiges versucht haben, ein rigoroser Nichtraucherschutz war.
Natürlich haben Sie das -wie leider sonst alles andere auch- mit der ihnen eigenen Ruppigkeit durchsetzen wollen, aber das ist wohl im Kontext der Zeit zu sehen. Die Idee an sich war jahrzehnteweit der Zeit voraus.
Man rechnete den Leuten zB. auf Werbepostern vor, wieviel Geld man verpaffte, um das man sich einen KdF- Wagen, den späteren Käfer, erstehen konnte. In Diensträumen war das Rauchen streng verboten.
Die ersten Untersuchungen der Wirkung von Passivrauchen wurden übrigens von -sonst auch sehr verdienten- NS- Wissenschaftern gemacht!
Leider hatten sie auch diesen "Krieg" verloren.
Theoretisch schon. Aber nur, wenn ich genau null Seminarleiter einstelle. Dann, und nur dann kann jeder vedienen, wieviel er mag.
zB.: 1 Mio Euro.0 = 0
Wir hatten mit diesem "Mitbewerber" leider auch viele Probleme. Nicht nur, dass sie viel zu viele Trainer ausgebildet haben, die den Markt völlig unprofessionell überschwemmten. Es braucht auch relativ viele Seminare um als Trainer in dem Bereich erfolgreich zu sein. Um Qualität ging es in diesem Zusammenhang sowieso nie. Nur um Geldmache.
Dennoch ist es mir wichtig festzuhalten, dass Nichtraucherseminare mit erfahrenen Trainern die beste Unterstützung bieten, um erfolgreich und ohne Verlustgefühl mit dem Rauchen Schluss zu machen.
Ich sehe es als meine kleine Rache am Rauchen (habe selbst viel zu lang und viel zu viel geraucht), dass ich inzwischen mehreren Tausend Menschen in einigen Hundert Seminaren und Coachings helfen konnte.
und wollen sich dabei helfen lassen, weil sie es alleine nicht lange geschafft haben (Rückfall). In den letzten 3 Jahren haben in meinem Umfeld 37 Personen mit dem Rauchen aufgehört und fühlen sich jetzt viel besser.
So etwas zB. Den rest Googlen Sie selber bitte.
http://www.gluecklicher-nichtraucher.de/
Das kann für Deutschland durchaus richtig sein. Wir sind aber in Österreich. Ich habe bei unseren Teilnehmern nachgesehen, weil es mich selbst interessiert hat.
Tatsächlich ist das Verhältnis Firmen- zu Privatteilnehmer ca. 3:1 zurück bis 2008. Aber das sollte ja reichen. Förderungen, so wie in Deutschland, gibt es in Österreich leider nicht.
Aber natürlich, Sie haben recht. Was ich bezahlt bekomme, lasse ich mir nicht entgehen. Natürlich ist die Anzahl der Firmenteilnehmer dadurch höher.
Rachegefühle im Bauch sind sicherlich nicht die beste Voraussetzung, um an ein Thema neutral heranzugehen und "darüber" zu stehen, was aber Voraussetzung ist, um anderen wirklich helfen zu können.
Man stelle sich einen Paartherapeuten vor für dessen Berufswahl die noch bestehenden Rachgefühle gegenüber seiner Ex-Frau ausschlaggebend sind.
Die Frage ist, wer braucht da die Therapie...
Danke auch für Ihren Beitrag. Das gibt mir die Möglichkeit auch das zu erklären. Raucher kommen mit einer Erwartungshaltung zu uns. Sie möchten aufhören und brauchen Hilfe. Eben weil sie nicht mehr gerne RaucherIn sind. Da geht es nicht darum aus dem/der Raucherin und der Zigarette wieder ein glückliches Paar zu machen.
Es geht darum genau diesen Menschen glücklich zu machen, weil er/sie nun nicht mehr raucht. Und genau dort setzten wir an.
Die gesamtgesellschaftliche Moral dahinter dürfen gerne andere diskutieren.
Ach ja, das ist wahrscheinlich auch der Grund, warum wir ohne (versteckte) Beleidigungen auskommen.
Druck verspüren unsere Teilnehmer leider oft. Allerdings weniger den von anderen als den, der aus der kognitiven Dissonanz (zB. aus der subjektiv empfundenen Ausweglosigkeit) entsteht.
Wir weisen bei unseren Firmenkunden extra darauf hin, dass Freiwilligkeit eine Grundvoraussetzung für den Erfolg ist.
Wir wollen ja auch Freude und Erfolg bei unseren Seminaren haben. Das geht nur ohne Zwang.
Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.