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Seattle/Wien - Der weltweite Malaria-Report der Weltgesundheitsorganisation (WHO) ging bisher von rund 650.000 Menschen aus, die der Krankheit jedes Jahr zum Opfer fallen. Das Wissenschaftsteam rund um Christopher Murray, Direktor des Instituts für Gesundheitsstatistik (IHME) und früher selbst bei der WHO, fand nun heraus, dass 2010 mindestens 1,2 Millionen Menschen am sogenannten Wechselfieber starben. Dieses neue Ergebnis sei vor allem auf mündliche Befragungen von Hinterbliebenen zurückzuführen - bislang stützte man sich hauptsächlich auf die Daten aus Krankenhäusern und allgemeine Sterberaten. Die mündliche Befragungsmethode gilt in Wissenschaftskreisen als umstritten.
Trend geht nach unten
Insgesamt sind sich internationale Wissenschafter jedoch einig, dass die Sterberate bei Malaria in den vergangenen Jahren stark zurückgegangen ist. 2004 wurden von der IHME noch 1,8 Millionen Tote angeführt, seitdem geht der Trend nach unten. In einigen Ländern wie Sambia oder Tansania sei die Sterberate mehr als 30 Prozent gesunken. Grund dafür sei wohl vor allem die verbesserte medizinische Versorgung.
Dass die Zahl der Malariatoten bis 2015 auf null reduziert werden kann, wie es das Ziel der WHO ist, bezweifeln die Wissenschafter. Aber eine Reduktion auf weniger als 100.000 Tote pro Jahr halten sie für möglich. (red, DER STANDARD, Printausgabe, 7.2.2012)
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hat bei der WHO die DALYs konzeptionell entwickelt. Er ist in seinem neuen Institut in Seattle zur Fortsetzung dieser Arbeiten mit einem riesig grossen grant (zweistellige Mio.$) von der Gates-Stiftung ausstaffiert worden.
Bill Gates hat sich zum Ziel gesetzt, die Malaria auszurotten und dadurch bleibenden Ruhm in der Welt zu hinterlassen.
Jetzt schätzt das Murray-Institut die WHO-Zahlen für Malaria-Tote nach oben. Honni soit, qui mal y pense.
dass die William&Belinda Gates Stiftung Einfluss auf die WHO-Strategie zur Bekämpfung der Malaria nahm, und dass die WHO (auf die Stiftungsmilliarden schielend) ihre Strategie wieder auf den flächigen Einsatz von Pestiziden erweitert hat. In diesem Zusammenhang ist Murray nur "Begleitmusik", aber dafür gut "orchestriert".
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