Israels Premier: Abbas verlässt "Pfad des Friedens" - "Entweder Frieden mit der Hamas oder mit Israel, beides ist nicht zu haben"
Jerusalem - Israels Regierungschef Benjamin Netanyahu
hat dem palästinensischen Präsidenten Mahmoud Abbas vorgeworfen,
durch die in Katar besiegelte Versöhnung mit der radikalen Hamas "den
Pfad des Friedens" zu verlassen. "Wenn Abu Mazen (Abbas, Anm.) das
umsetzt, was er in Doha unterschrieben hat, dann entscheidet er sich
gegen den Pfad des Friedens und verbündet sich mit der Hamas",
erklärte Netanyahu nach Angaben seines Büros in Jerusalem am Montag
zu der jüngsten palästinensischen Einigung über die Bildung einer
gemeinsamen Übergangsregierung.
"Entweder Frieden mit der Hamas oder mit Israel, beides ist nicht
zu haben!", sagte Netanyahu nach einem Treffen mit
Likud-Regierungsmitgliedern. Die Hamas akzeptiere nicht die
"Minimalforderungen der internationalen Gemeinschaft", weder
anerkenne sie die israelisch-palästinensischen Verträge noch schwöre
sie dem Terrorismus ab. Netanyahu hatte wiederholt erklärt, keine
Verhandlungen mit einer palästinensischen Regierung zu führen, an der
die Hamas beteiligt ist. Der Nahost-Friedensprozess ist seit 2010
durch die Weigerung Israels blockiert, den Siedlungsbau im besetzten
Westjordanland einzustellen. (APA)