E-Wirtschafts-KV

Gewerkschaften ersuchen um Streikfreigabe

6. Februar 2012, 12:50

Kommende Woche sind öffentliche Proteste und Warnstreiks geplant, falls die Arbeitgeber nicht "ein­lenken", zwei Angebote liegen am Tisch

Wien - Im Tauziehen um einen neuen KV für die Beschäftigten der heimischen E-Wirtschaft ersuchen die Arbeitnehmer-Verhandler am Montag den Österreichischen Gewerkschaftsbund (ÖGB) um eine vorsorgliche Streikfreigabe für die Beschäftigten der Branche. Wie berichtet haben GPA-djp und PRO-GE für 15. Februar Warnstreiks und für den Tag davor öffentliche Kundgebungen und Proteste angedroht, sollte bis dahin die Arbeitgeber nicht "einlenken". Die dritte KV-Runde für die rund 21.000 Beschäftigten war am vorigen Donnerstag abgebrochen worden, obwohl die Dienstgeberseite ihr Angebot erhöht hatte. Es sei aber an keine Stromabschaltungen gedacht, hatte es schon in der Vorwoche geheißen.

Die Arbeitgeber hatten den Arbeitnehmer-Verhandlern zuletzt zwei Angebote gemacht: Entweder 3,6 Prozent Anhebung der KV- und Ist-Bezüge nebst 200 Euro Einmalzahlung oder 3,9 Prozent Plus für alle seit Anfang 1998 geltenden Gehaltstabellen bzw. 3,5 Prozent für alle länger laufenden Verträge - plus Einmalbetrag. Beide Varianten seien ein faires Angebot, betonte die Generalsekretärin vom Branchenverband Oesterreichs Energie, Barbara Schmidt. Es trage den Interessen der Arbeitnehmer ebenso Rechnung wie der Verantwortung der E-Wirtschaft gegenüber ihren Kunden - Stichwort Strompreise.(APA)

Bilderrahmen
00

Man möge sich die Kollektivverträge ansehen und dort z. B. die Höhe der Biennalsprünge ansehen.
Da steigt wohl die Zornesröte einer Billa-Angestellte auf, wenn diese das sieht.

Die ganze E-Wirtschaft ist doch voll von Ex-Politiker die mal Lust auf "Privatwirtschaft" haben.

nussknacker8
00

es ist nicht einzusehen warum eine geschützte personengruppe wieder einen auf streik macht, wo man doch zur höchstbezahlten gruppe in rösterreich gehört und als netzbetreiber nach wie vor im geschützten bereich arbeitet!

saunaecho
00
Macht-Missbrauch ?

Die E-Arbeitgeber sind mit 51 % Staatsbesitz ein Monopol und der ÖGB hat auch ein Monopol. Also kann man Lohnerhöhungen "folgenlos" auf die Kon sumentenpreise aufschlagen. Wenn die E-Wirtschaft für die gleiche Arbeit schon jetzt höhere Löhne zahlt als die Privatwirtschaft, so ist das Machtmissbrauch von Monopolisten. Transparenz ist gefragt ! Wie schaut es den wirklich aus ?

purecynicism
01

weil die strompreise auch nur irgendwas mit den beschäftigten in der e wirtschaft zu tun haben.

so wie die gehälter der omv angestellten was mit den benzinpreisen zu tun haben.

die frau träumt scheinbar von den warmen eislutschern.

Nashwin_Fuller
 
00
Völlig richtig.

Auch wenn ich wenig Verständnis für die Luxusprobleme der Beschäftigten der E-Wirtschaft habe - der Strompreis wird am Markt (Deutschland und Österreich) gemacht und hat mit dem KV Abschluss so gut wie gar nichts zu tun.
Das ist nur simple Polemik.

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.