Fernost-Leitbörsen schließen leichter

7. Februar 2012, 12:35
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Griechenland-Sorgen belasten auch asiatische Handelsplätze - Shanghai Composite leidet zusätzlich unter Wachstumssorgen

Wien - Belastet von der noch ausständigen Griechenland-Lösung haben die Leitbörsen in Fernost am Dienstag mehrheitlich leichter geschlossen. Der Nikkei-225 Index in Tokio gab um 11,68 Zähler oder 0,13 Prozent auf 8.917,52 Punkte nach. Der Hang Seng Index in Hongkong büßte marginale 10,75 Zähler (0,05 Prozent) auf 20.699,19 Einheiten ein. Der Shanghai Composite schwächte sich um recht deutliche 39,23 Punkte oder 1,68 Prozent auf 2.291,90 Punkte ab. In China wurden die Indizes zusätzlich durch Wachstumssorgen belastet, verlautete aus dem Handel.

Wie das zuständige chinesische Ministerium mitteilte, belaste der von der europäischen Schuldenkrise ausgelöste weltweite Abschwung die Exporte der Volksrepublik und damit auch die Industrieproduktion. Angesichts dessen gehe man im laufenden Jahr von einem schwächeren Wachstum bei der Industrieproduktion aus.

Einzig der Markt in Singapur konnte ein positives Vorzeichen verbuchen. Der FT-SE Straits Times Index beendete die Sitzung bei 2.957,78 Zählern und einem Plus von 17,68 Punkten oder 0,60 Prozent. Der All Ordinaries Index in Sydney gab wiederum 19,7 Zähler oder 0,45 Prozent auf 4.344,90 Einheiten nach.

In Australien machte am heutigen Dienstag die überraschende Entscheidung der Notenbank, den Leitzins auf dem aktuellen Niveau zu halten, von sich Reden. Der Schlüsselzins verbleibe bei 4,25 Prozent, teilte die Reserve Bank of Australia (RBA) mit. Beobachter hatten angesichts der Risiken für das weltweite Wirtschaftswachstum und eines moderaten Inflationsausblicks mit einer Senkung des Leitzinsniveaus gerechnet.

Unter den im australischen ASX 20 gelisteten Einzelwerten gaben Macquarie 0,77 Prozent auf 25,90 australische Dollar nach. Wegen schlechter Geschäfte werde für das im März endende Gesamtjahr mit einem Gewinnrückgang um ein Viertel gerechnet, gab das Finanzinstitut am Dienstag bekannt. Die Entwicklung begründete das Unternehmen mit den weltweiten wirtschaftlichen Unsicherheiten, die zu einer geringeren Kundenaktivität in vielen Märkten geführt habe. Analysten hatten im Vorfeld im Schnitt lediglich eine Verminderung von zwölf Prozent prognostiziert.

In Tokio stützten die deutlichen Zugewinne der Japan Tobacco-Aktie (plus 5,45 Prozent auf 406.500 ) den Topix Index, nachdem der Tabakkonzern seine Prognose für das gesamte Geschäftsjahr nach oben geschraubt hatte. Im Nikkei Index gingen Toyota unverändert bei 2.986 Yen aus dem Handel. Der Autobauer veröffentlichte nachbörslich seine Drittquartalsergebnisse und vermeldete dabei einen 58-prozentigen Gewinneinbruch gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres. (APA)

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