Berlin

Deutsches Guggenheim wird geschlossen

6. Februar 2012, 12:00

1997 begonnene Zusammenarbeit mit der Deutschen Bank wird nicht weitergeführt

Berlin - Das Deutsche Guggenheim in Berlin, eine einzigartige Zusammenarbeit zwischen einer Bank und einem Museum, wird geschlossen. Die Deutsche Bank teilte am Montag mit, sie habe gemeinsam mit der amerikanischen Guggenheim Stiftung beschlossen, das 1997 gegründete Ausstellungshaus zu schließen. Der Vertrag laufe 2012 aus.

Das Deutsche Guggenheim galt als eine der führenden Adressen für zeitgenössische Kunst in Berlin. Die bisher 57 Ausstellungen zogen 1,8 Millionen Besucher an. Deutsche Bank-Chef Josef Ackermann kündigte an, die Räumlichkeiten an der Straße Unter den Linden sollten für ein neu geplantes Dialogforum zwischen Wirtschaft und Politik genutzt werden. (APA)

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Keine Überraschung, der Ausstieg wird innerhalb der Bank schon seit einigen Jahren völlig zu Recht diskutiert.
Guggenheim installiert weltweit für jeden potenten Geldgeber gegen entsprechendes Kleingeld "Ableger", die dann aus eigenem Fundus bestückt werden.
Ob nun fast zwei Mio Besucher seit 1997 für Berlin eine repräsentative Zahl sein kann, kommt auf das monetäre Investment der Bank an.
Guggenheims Maxime: Sensation vor Qualität, Kommerz vor Kunst ist eine krakenartige Entwicklung.
Übrigens, als nächstes ist BMW den Herren auf den Leim gegangen: hier in Berlin eröffnet im Mai 2012 das Guggenheim-Lab, eine sogen. Ideenschmiede.
Die Deutsche Bank wird außerdem an gleichem Standort weiterhin Kunst zeigen.
Chapeau, DB.

Engel Bert
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Darauf muss aber fairerweise eingewendet werden, dass nahezu alle großen Museen und Ausstellungshäuser weltweit ähnlichen "Maximen" folgen. Und zwei Millionen zahlende Besucher sind keine Peanuts, naja, für die DB vielleicht schon ...

mister moster
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Ahja

Ackermann meint: "...die Räumlichkeiten an der Straße Unter den Linden sollten für ein neu geplantes Dialogforum zwischen Wirtschaft und Politik genutzt werden."

Dialogforum. Zwischen Politik und Wirtschaft...
Ich weiss nicht, ob ich noch mehr schreiben muss, aber ich glaube es liegt auf der Hand, was der sich darunter vorstellt.

Aber trotzdem hier noch ein Link: http://www.zeit.de/2012/06/Bankenlobby

Fritz Meyer
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Ziemliche Schande.

Aber bei dem Sponsoren vielleicht besser so.

Quintus Beckloeffel
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Da könnten die Banken mal was gegen ihr ramponiertes Image tun, und was tun sie? Aber Hauptsache in der Filiale von Hintermurmeltal gibt man den Absolventen des lokalen VHS-Aquarellkurses brav eine Ausstellungsfläche! Oh Ihr Krämerseelen!

die zwei des
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Ist Kunst zuwenig gewinnbringend oder was?

Diplomatenpass a.D.
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Ganz eindeutig: Ja.

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