Kälteempfindliches iPhone 4S, Galaxy S II bis minus 30 Grad robust

6. Februar 2012, 10:24
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Finnisches Computermagazin testete populäre Smartphones in extremer Kälte

Bei den Temperaturen, die derzeit Europa im klammen Griff haben, frieren nicht nur die Finger ein, wenn man das Smartphone im Freien bedient. Auch die Geräte selbst können bei Minusgraden den Geist aufgeben. Das finnische PC-Magazin MikroPC hat populäre Smartphones einem Kältetest unterzogen.

Die populärsten Geräte am Prüfstand

Das Magazin hat die 15 meistverkauften Handys in Finnland - Modelle von Nokia, Apple, Samsung und HTC - sowie drei Vergleichsmodelle in einer Kältekammer am Technical Research Centre of Finland getestet. Dabei wurde die Temperatur ausgehend von null Grad Celsius in Schritten von fünf Grad immer weiter gesenkt.

iPhone 4S fällt bei minus zehn Grad aus

Um den Gefrierpunkt funktionierten demnach alle Smartphones noch problemlos. Die ersten beiden Geräte hatten schon mit einer Temperatur von minus fünf Grad zu kämpfen. Hier zeigte das Nokia N9 einen fast leeren Akku an, beim iPhone 4S trat ein SIM-Karten-Fehler auf. Der Akku des Apple-Handys fiel bei minus zehn Grad komplett aus.

Galaxy S II bis minus 35 Grad arbeitswillig

Zwischen minus 15 und minus 20 Grad war auch bei den meisten anderen Smartphones Sendepause. Einzig das Samsung Galaxy S II verrichtete noch bei minus 30 Grad seinen Dienst und schaltete sich erst bei minus 35 Grad aus. Noch tieferen Temperaturen hielten nur die simpleren Feature-Phones Nokia C1-01 und das fünf Jahre alte Nokia E65, das als Vergleichsgerät eingesetzt wurde, stand. Beide machten erst bei minus 40 Grad schlapp.

Akku und LCD als Schwachpunkt

Am anfälligsten auf tiefe Temperaturen sind demnach die Akkus der Geräte, selbst bei voller Ladung. Auch bei LCDs würden bei minus zehn Grad Probleme auftreten. Mit AMOLED-Touchscreens hingegen gebe es bei diesen Temperaturen noch keine Probleme. Daneben zeigten sich auch bei den Verbindungen Störungen.

Offizielle Angaben

Apple selbst gibt an, dass das Gerät zwischen null und 35 Grad betriebsbereit und zwischen minus 20 und plus 45 Grad lagerfähig ist. Wer das Gerät also bei tieferen (oder höheren) Temperaturen benutzt, kann im Schadensfall keine Garantie in Anspruch nehmen. Laut Samsung funktionieren Smartphones zwischen minus 20 und plus 50 Grad. HTC und Nokia geben nicht an, unter welchen Umweltbedingungen ihre Telefone noch funktionieren sollten. (red)

  • Bild nicht mehr verfügbar

    Mit dem Handy zu fotografieren könnte bei aktuellen Temperaturen problematisch werden.

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