Air-France-Streik brachte Flugverkehr durcheinander

6. Februar 2012, 12:28
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Vier von fünf Kurzstrecken-Flügen sollen aber starten

Paris - Ein Streik bei der Fluggesellschaft Air France hat am Montag den Flugplan an den großen französischen Flughäfen durcheinandergebracht. Am Pariser Flughafen Roissy-Charles-de-Gaulle wurden nach Angaben von Mitarbeitern 126 der 1.190 Flüge gestrichen. Weitere Absagen könnten kurzfristig dazukommen. Air France ging allerdings davon aus, dass vier von fünf Kurz- und Mittelstrecken-Verbindungen starten können. Neben Piloten und Flugbegleitern streikte auch das Bodenpersonal, so dass auch andere Airlines Flüge streichen mussten.

Die Gewerkschaften protestieren gegen ein im Jänner von der Nationalversammlung verabschiedetes Gesetz, das Streikende im Flugverkehr verpflichtet, ihren Ausstand 48 Stunden vorher anzukündigen. Eine ähnliche Regelung, die Passagiere vor bösen Überraschungen schützen soll, gilt bereits seit mehr als vier Jahren bei der Bahn. Das Gesetz soll Mitte Februar im Senat beraten werden. Vor Weihnachten hatte ein Streik des Kontrollpersonals für Lohnerhöhungen den Betrieb an mehreren französischen Flughäfen stark beeinträchtigt. (APA)

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