Kunstblutiger Protest gegen Stierkampf

Ansichtssache
6. Februar 2012, 11:47

Mehr als 250 Demonstranten haben sich am Sonntag in Mexiko-Stadt ausgezogen, mit Kunstblut überschüttet und symbolisch aufgespießt. Mit der drastischen Aktion wollten sie gegen Stierkämpfe protestieren und forderten die Politik auf, diese zu verbieten. 

Der umstrittene Sport hat eine lange Tradition: Die ersten Stierkämpfe wurden in Mexiko im Jahr 1526 ausgetragen. Immer wieder gibt es auch Tote und Verletzte unter den Matadoren: Vergangene Woche ging ein Video um die Welt, das einen Zwölfjährigen zeigte, der mehrmals von einem Bullen attackiert wurde. Der Bub blieb jedoch unverletzt. (red)

Dieses Bild darf aus Gründen von Copyrightbestimmungen nicht im Archiv angezeigt werden.
foto: reuters/claudia daut
Dieses Bild darf aus Gründen von Copyrightbestimmungen nicht im Archiv angezeigt werden.
foto: ap/christian palma
Dieses Bild darf aus Gründen von Copyrightbestimmungen nicht im Archiv angezeigt werden.
foto: reuters/claudia daut
Dieses Bild darf aus Gründen von Copyrightbestimmungen nicht im Archiv angezeigt werden.
foto: ap/christian palma
Dieses Bild darf aus Gründen von Copyrightbestimmungen nicht im Archiv angezeigt werden.
foto: reuters/claudia daut
Dieses Bild darf aus Gründen von Copyrightbestimmungen nicht im Archiv angezeigt werden.
foto: ap/christian palma
Dieses Bild darf aus Gründen von Copyrightbestimmungen nicht im Archiv angezeigt werden.
foto: reuters/claudia daut
Share if you care
Posting 1 bis 25 von 117
1 2 3
Eine Diskussion wie jede andere über Stierkampf

Diese Diskussion verläuft wie eine jede andere Auseinandersetzung zum Thema Stierkampf. Unsachlich, rechthaberisch, emotional und beleidigend.

Gut, man kann gegen Stierkampf sein, aber statt ihn einfach nur abzutun sollte man schon mal einen Blick hinter die wahren Kulissen werfen und nicht irgendwelche Behauptungen in den Raum stellen.

Tatsache ist doch, der Stierkampf zieht nach wie vor Millionen von Menschen an. Und wer sich mal genauer das Profil der Zuschauer in den Rängen betrachtet (Pamplona ausgenommen), wird feststellen, dass es eine durchaus zivilisierte Gesellschaft ist. Menschen aller Schichten sowie aller Bildungsniveaus geben sich ein Stelldichein.

Re: Und wer sich mal genauer das Profil der Zuschauer in den Rängen betrachtet (Pamplona ausgenommen), wird feststellen, dass es eine durchaus zivilisierte Gesellschaft ist. Menschen aller Schichten sowie aller Bildungsniveaus geben sich ein Stelldic

'
Also, erstens verstehe ich nicht ganz, warum Sie bei der Behauptung Pamplona ausnehmen (bei den Encierros sind genauso Menschen aller Gesellschafts- und Bildungsschichten dabei, sowohl als Zuschauer, wie auch als Mozos), und zweitens konnte man das gleiche wahrscheinlich auch über die Zuschauer im Circus Maximus im alten Rom sagen. Und ich nehme nicht an, dass Sie mit Ihrem Argument auch die Gladiatorenkämpfe rechtfertigen wollen...!

Die Millionen

Menschen aller Klassen und Nationen sollten sich alle gemeinsam einen Ofen anzünden und vor sich her grinsen.

Wär mir lieber.

vor einiger Zeit:

Eine Diskussion wie jede andere über Hexenverbrennung

Diese Diskussion verläuft wie eine jede andere Auseinandersetzung zum Thema Hexenverbrennung. Unsachlich, rechthaberisch, emotional und beleidigend.

Gut, man kann gegen Hexenverbrennung sein, aber statt sie einfach nur abzutun sollte man schon mal einen Blick hinter die wahren Kulissen werfen und nicht irgendwelche Behauptungen in den Raum stellen.

Tatsache ist doch, die Hexenverbrennung zieht nach wie vor Millionen von Menschen an. Und wer sich mal genauer das Profil der Zuschauer in den Rängen betrachtet, wird feststellen, dass es eine durchaus zivilisierte Gesellschaft ist. Menschen aller Schichten sowie aller Bildungsniveaus geben sich ein Stelldichein.

tausendmal grün von mir

leider nur einmal möglich

Menschen die der langsamen "Hinrichtung" eines Tieres aus Vergnügen zusehen können in meiner Welt nicht zivilisiert sein.

Und dafür werd ich mich auch nicht entschuldigen.

?????

Wo habe ich da irgendetwas behauptet? Ich habe analysiert und Schlüsse daraus gezogen, die zur rezipierten Realität der Aficionados diametral entgegensteht.
Außer immer wieder in dieselben Plattitüden zu verfallen (schon alleine hier bekommen Sie ein Gefühl, wie oft ich gegen diese dumme Gleichsetzung Arena = Schlachthof schon angeschrieben habe), kommt von euch nichts an Substanz.
Und dass das Unvermögen, die analysierte Realität ins Bewusstsein treten zu lassen, offensichtlich unabhängig vom IQ ist, spricht nur noch mehr gegen den Stierkampf.
Schlimmer als die offen bewusst ausgelebte Aggression ist die unterschwellig kompensierte.

Viel wichtiger ist doch die Frage ...

... darf der Stierkämpfer nach dem erfolgreichen Kampf das Blut des Stieres trinken?

die rühren nicht mal sein Fleisch an, da es schlecht schmeckt.
Oft gibt man es mittellosen und hilfsbedürftigen, um sich die Entsorgung zu ersparen.
Dass das Fleisch von 6 jährigen Bullen nur noch zu Hundefutter taugt, hat mehrere Gründe, die ich hier auch nicht weiter ausführen kann.

Re: "die rühren nicht mal sein Fleisch an, da es schlecht schmeckt. Oft gibt man es mittellosen und hilfsbedürftigen, um sich die Entsorgung zu ersparen." - Wo haben Sie denn diesen Unsinn her?

'
Ich bin wahrlich kein Freund von Stierkämpfen, aber es hat auch keinen Sinn, hier mit völlig falschen Argumenten hausieren zu gehen:

Das Fleisch der Kampfstiere wird nach dem Stierkampf tierärztlich untersucht und selbstverständlich (ausser in Ausnahmefällen) für den Verzehr freigegeben. Und zwar keineswegs als "Armenausspeisung, um sich die Entsorgung zu ersparen", sondern als geschätzte Delikatesse, zumeist in den Restaurants rund um die Arenas, aber in kleineren Orten auch über spezielle Fleischereien.

Ausnahme war nur zur Zeit des Rinderwahns, 2001-02

http://www.eldiariomontanes.es/20080728/... 80728.html
http://es.answers.yahoo.com/question/... 824AAMokCs

ich kann mir nicht vorstellen ..

... dass das Blut "schlecht" wird (weil Bulle älter). Und darüber hinaus tendiere ich dazu - dass es ja als mehr ein Akt von Respekt gegenüber dem Tier angesehen werden sollte. Es (das Tier) zu huldigen, nachdem man es in einem ehrlichen Kampf - Mann vs. Bulle getötet hat.

Im Gegenteil zu einem Nutztier, welches respektlos (weil ein täglicher Prozess) geschlachtet wird. Eigentlich muss man klar daraus ableiten - der Schlachter ist hier das Ferkel - nicht der Torero (ole!).

Es lebe also der Stierkampf. Es lebe der Torero. Es lebe das Steak auf meinem Teller. Und das Ferkel von Schlachter sollte beim töten ein bisschen mehr Respekt aufbringen und hin und wieder ein bisschen Stierblut trinken.

Nachhilfeunterricht für einen patholog. Faktenresistenten

aka Aficionado
1. die Bindegewebsfasern im Rinderfleisch bauen über die Jahre Querbrücken ->je älter das Stierfleisch desto zäher
2. dass Schlachtvieh ausgeblutet werden muss, wußten schon die alten Orientalen. Allerdings ist durch moderne Schalchtmethoden das Schächten obsolet. Nur einige relig. Würdenträger kapieren das bis heute nicht. Dass das Kampfstierfleisch schlecht ausgeblutet ist, ist selbstsagend
3. die Laktobazillen brauchen die Glykogenreserven im Muskelfleisch, um es anzusäuern und auszutrocknen. In der Arena verbraucht der Stier aber diese Reserven, sodass dieser Prozess nicht stattfindet. Das Fleisch wird DFD (google einfach dazu!)
Ergo: wie üblich: der Analogieschluss Schlachthof-Arena spiegelt nur Aficionadounwissen wider!

Wer lesen kann, ist klar im Vorteil!

So einfach wie es mir möglich ist.
Wir reden nicht über das Fleisch.
Wir reden über das trinken von Blut.
Wir reden über eine Ehrung des Bullen.
Wir reden über den Schlachter (der ein Ferkel ist –natürlich kein Echtes – sondern nur im sprichwörtlichen Sinn)
Wir reden über den Torero (Ole!) - der gut ist - weil ehrlich - weil respektvoll gegenüber den Tier!

Noch kürzer: Blut trinken. Torero respekt. Schlachter is(s)t das Schwein (ole!)

Und weil es so schön war .. noch einmal ... Ooole!

hallo

Zitat:..Wir reden über den Torero (Ole!) - der gut ist - weil ehrlich - weil respektvoll gegenüber den Tier! ..

ist da noch wer, der auf so etwas noch antworten will?

und genau .. hier liegt ihr problem.

Sie verstehen nicht die Quintessenz dieser Tradition. Es ist ein ritueller Kampf. Mann gegen Stier. Der Torero hat respekt gegenüber den Tier. Das alles im Gegensatz zum Bolzenschussgerät und den Schlachter der am Tag hundert Tiere emotionslos tötet.

Aber durch ihre Aussagen muss ich einerseits davon ausgehen das sie kein Verständnis oder Respekt für andere Kulturen und deren Rituale haben. Und den Massai in Ostafrika das rituelle Schlachten und Blut trinken am liebsten verbieten möchten. Und anderseits keine Selbstreflektion besitzen gerade in Bezug auf ihren zukünftigen Beruf. "Na wird das Katzerl eingeschläfert oder nicht". Je nach dem was sie für ein Typ sind. ...

Re: Aber durch ihre Aussagen muss ich einerseits davon ausgehen das sie kein Verständnis oder Respekt für andere Kulturen und deren Rituale haben. Und den Massai in Ostafrika das rituelle Schlachten und Blut trinken am liebsten verbieten möchten.

'
Was sind Sie denn für einer?

Da ich nicht annehme, dass Sie ein Massai sind, gehe ich davon aus, dass Sie zu der Zeit als Sie diesen Beitrag verfasst haben, etwas ganz anderes als Stierblut getrunken hatten.

Die Tradition interessiert mich nicht.

Der Kampf ist überhaupt nicht fair. Und völlig unnötig.
Warumwird hier ein Tier als weniger Wert erachtet als ein anderes Lebewesen?
Tatsache bleibt: ein Tier wird aus reinem Vergnügen getötet.
Was soll der Blödsinn das der Torrero den Stier ehrt wenn er sein Blut drinkt?
Is ja wie in der Antike, bitte.

es fängst schon damit an

dass Stierkampf kein rituelles Messopfer ist, sondern eine üble Volksbelustigung mit einer stark ökonomischen Komponente.
Dabei sehen sie auch nur die paar aufgeppeppten Stierkämpfe in den Nobelarenen (die Stiere werden da nicht für Gotteslohn geopfert, sondern kosten alle ein Heidensgeld), die billigen schäbigen Dorf-Corridas, die Übungsstierkämpfe in den Stierkampfschulen, die Fiestas und sonstige Privatvergnügen (jeder kann für ein paar € selber einen Jungstier und falls er zu feig ist ein Kalb oder Kuh auf so einer Ganaderia niedermetzgern) sehen sie nicht.
Sie mögen es Respekt nennen. Das gilt aber nur für eine Sprache, die nur Sie verstehen!

werden sie ja oder nein sagen. Aber sie werden auf jeden Fall über das Leben von Lebewesen entscheiden und das immer mit einen monetären Hintergedanken.

Ist also das rituelle Schlachten, der rituelle Kampf udgl. ethisch "schlechter" einzustufen als "Lebensunterhalt verdienen" mit "Menschen einzureden das des Katzerl auf jeden Fall eine Hüft-OP benötigt"?

So oder so - entweder sind sie ein Heuchler oder ein Rassist. Beides ist grundlegend abzulehnen!

Sie vergleichen hier Äpfel mit Birnen, mein Freund.

Es ist ein erheblicher Unterschied ob sich ein paar Verrückte am Leiden eines Tieres aufgeilen oder ein Tier einen möglichst raschen Tod zwecks Ernährung hat.
BTW: ich bin auch gegen langwierige "rituelle Schlachtungen" die in früheren Zeiten in bestimmten Regionen durchaus auch einen gesundheitlichen Hintergrund hatten der aber Heute und erst recht in unseren Breitengraden nicht mehr gegeben ist.

???

Zitat:..ntweder sind sie ein Heuchler oder ein Rassist..

so etwas verbiete ich mir: weder geil ich mich an einer zutiefst feigen Tierquälerei ab und lüg mich durch irgendwelche euphemist. Fehlbezeichnungen darüber hinweg, noch möchte ich nicht wissen, wie schnell solche "Rituale" in unsere Breiten importiert würden, gäbe es dagegen keine Tierschutzgesetze.
BTW: die Hetzgasse im 3.Bezirk hat ihren Namen davon, das es dort ein Amphitheater gab, wo man Tiere bei ihrer Todeshatz zusehen hat können. Natürlich gegen ein Entree' und nicht für ein Vergelt's Gott!
http://de.wikipedia.org/wiki/Hetztheater

Stierkampf ist grausamer Tiermord.

Jedes Jahr werden alleine in Spanien über 40.000 Stiere getötet. Die Stierkampf-Industrie erhält schätzungsweise etwa 530 Millionen Euro an Subventionen von der EU. Ohne diese Mittel könnte das blutige Spektakel gar nicht stattfinden. Noch bevor die Tiere die Arena betreten, werden sie mit Elektroschocks traktiert. Oft verabreicht man ihnen Abführmittel und in ihre Augen wird Vaseline gerieben, um ihre Sehkraft zu trüben. In der Arena angekommen werden sie mit Lanzen und Speeren verletzt und gequält. Nach der grausamen Prozedur versucht schließlich der „Matador“, die geschwächten und panischen Tiere mit seinem Schwert zu töten. Oft genug verfehlt der Matador das Rückenmark und das Sterben dauert qualvoll lange.

Re: Stierkampf ist grausamer Tiermord

'
Da stimme ich Ihnen voll und ganz zu, trotzdem hatt es keinen Sinn, hier mit falschen Zahlen zu argumentieren, das tut der Sache (gegen den Stierkampf zu sein) keinen guten Dienst:

Es sind nicht 40.000, sondern zwischen 25 und 30.000 Kampfstiere, die jährlich in Spanien getötet werden, und zwar davon je etwa 1/3 in öffentlichen Stierkämpfen, in Trainingskämpfen und privaten Veranstaltungen ohne Publikum und schliesslich die, die bei den regelmässigen Qualitätskontrollen ausgeschieden und einer normalen Schlachtung zugeführt werden.

Die Subventionen sind keinesfalls 500 Mio. Der Hauptteil, ca. 800.000 gehen jährlich an die 5 grossen Zuchtvereinigungen und daneben gibt es noch Zuschüsse für Ausbildung und Erhaltung von Infrastruktur.

Anmerkung

der MAtador sticht nicht ins Rückenmark sondern versucht das Herz zu treffen. Meist erwischt er aber die Aorta und gar nicht selten schneidet er damit die Trachea u/o den Ösophagus mit an. Die Folge ist, dass der Stier jämmerlich an seinem eigenen Blut erstickt.
Der Genickreisser wird erst nach erfolglosem dritten (bzw. sonst festgelegten Anzahl) Estocado eingesetzt.
Dass der Estocado in sich selber nochmal eine Extra-Tierquälerei ist und somit überhaupt nicht mit einer Schlachtung auch nur irgendwie vergleichbar ist, ist selbstsagend.
Nützt nix: die Aficionados werden das weiterhin nicht verstehen.

Massentierhaltung vs. Stierkampf

ist doch einfach beides:

1. Tierquälerei
2. absolut nicht notwendig
3. Schande für die Menschheit

Es ist sinnlos und niveaulos diese beiden Dinge gegeneinander auszuspielen, wie es viele Poster hier getan haben. Nach dem Motto: "Solange es Massentierhaltung gibt, darf man nicht gegen Stierkampf sein!" - und gleichzeitig beißen die Poster in die triefende Leberkäs-Semmel - diese Fockn!

Der Vergleich ist in etwa zu vergleichen mit: "Was regt Ihr Euch über Diebstähle auf solange es Morde gibt!" oder "Was regt Ihr Euch über Vergewaltigungen auf solange es Kindes-Vergewaltigungen gibt!".

Also nun zur Lösung: Jeder der gegen Massentierhaltung ist, ist ab heute Vegetarier. und dann dürfen endlich dem Stierkampf an die Pelle rücken.

Posting 1 bis 25 von 117
1 2 3

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.