Sechzig Jahre Regentschaft

Elizabeth II. feiert Thronjubiläum zunächst nur im kleinen Rahmen

6. Februar 2012, 07:13
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    foto: dpa/archiv

    Queen Elizabeth II und ihr Mann Prinz Philip nach der prunkvollen Krönungszeremonie.

85-jährige Monarchin besucht am Montag unter anderem eine Schule - Eigentliche Festivitäten finden Anfang Juni statt

London - Queen Elizabeth II. wird den 60. Jahrestag ihrer Thronbesteigung an diesem Montag (6. Februar) zunächst im kleinen Rahmen feiern. Die Queen werde Mitarbeiter eines Rathauses in der Nähe ihres Landsitzes Sandringham treffen, teilte der Palast am Sonntag mit. Ferner werde sie eine Schule besuchen. Die Kinder führen für die Monarchin ein Theaterstück auf, in dem die 60 Jahre auf dem Thron zum Thema gemacht wurden.

Die ersten Glückwünsche durfte die Königin bereits am Sonntag entgegennehmen, als sie gemeinsam mit ihrem Ehemann Prinz Philip einen Gottesdienst besuchte. Zahlreiche Schaulustige hatten sich vor der Kirche versammelt, um ihrer Königin Glück zu wünschen. Der Tag ihrer Thronbesteigung ist für die Queen traditionell kein Tag zum Feiern, weil er auch den Tod ihres Vaters, König George VI., markiert.

Premierminister David Cameron würdigte die Monarchin als eine "Quelle der Weisheit und der Kontinuität". "Mit Erfahrung, Würde und stiller Autorität hat sie unsere Nation und den Commonwealth über sechs unterschiedlichste Jahrzehnte geführt und vereint", sagte der Regierungschef.

Die Queen selbst bedankte sich anlässlich des 60. Jahrestages ihrer Thronbesteigung schriftlich bei ihrem Volk für die "wundervolle Unterstützung und Ermutigung" über die Jahre. Die eigentlichen Feierlichkeiten zum diamantenen Thronjubiläum sind für die Zeit von 2. bis 5. Juni in London geplant. Höhepunkt soll ein Konvoi mit 1.000 Schiffen auf der Themse werden. Ferner wird die Königin mit ihrer Familie eine Kutschenfahrt durch London vom Buckingham-Palast in die St. Paul's-Kathedrale unternehmen, wo ein Jubiläumsgottesdienst geplant ist.

Reise durch die Lande

Die Queen wird anlässlich des Jubiläums eine Reise durch Großbritannien antreten, ihre Familie wird die 15 anderen Länder bereisen, in denen Elizabeth II. Staatsoberhaupt ist. Aus der britischen Gesellschaft heraus wurden bereits zahlreiche Jubiläumsaktivitäten gestartet. So sollen sechs Millionen Bäume in einem einzigartigen Aufforstungsprogramm auf der Insel gepflanzt werden. Der frühere Premierminister John Major rief eine Stiftung für Hilfsbedürftige im Commonwealth ins Leben.

Kritiker machten am Sonntag deutlich, dass das königliche Spektakel die ohnehin stark angeschlagene britische Wirtschaft belasten könnte. Wegen zweier zusätzlicher Feiertage - neben einem Extra-Feiertag aufgrund des Thronjubiläums wird ein weiterer freier Tag auf Anfang Juni verlegt - wird mit einem Einbruch des Wirtschaftswachstums um 0,5 Prozent im zweiten Quartal gerechnet. Ein ähnlicher Effekt war eingetreten, als im vergangenen Jahr Prinz William seine Ehe mit Kate Middleton schloss und ein Nationalfeiertag ausgerufen wurde. Die Kosten in der Höhe von geschätzten elf Millionen Pfund (13,22 Mio. Euro) für die Feierlichkeiten werden privat von Sponsoren getragen.

Nach dem Tod ihres Vaters George VI. am 6. Februar 1952 wurde Elizabeth im Alter von 25 Jahren zur Königin proklamiert. Die offizielle Krönungszeremonie fand dann am 2. Juni 1953 statt. Die heute 85-Jährige trägt den Titel "Elizabeth II., von Gottes Gnaden Königin des Vereinigten Königreiches von Großbritannien und Nordirland und ihrer weiteren Gebiete und Territorien, Oberhaupt des Commonwealth und Verteidigerin des Glaubens". Sie ist auch Oberhaupt der anglikanischen Church of England. (APA)

rock a boogie beaten
 
70
Pro Republik

Für schon 60 und weiss der Kuckuck noch wie viele Jahre ihren Allerwertesten auf dem Thron von links nach rechts zu wetzen und dabei derartig abzuzocken, das nenne ich Massel

Chien de Pique
01

Alternativ würden halt auch hier Parteisoldaten abzocken.

wings
04
Das müssen Sie schon den Engländern überrlassen!

Soweit ich das beurteilen kann, halten die Engländer ihre Königin hoch, weil sie ein Symbol für Beständigkeit im Wandel ist, einmal davon abgesehen, dass die Devisen, die durch sie hereinkommen, nicht unbeträchtlich sind. In der Politik hat sie ohnehin kein Mitspracherecht, also beruhigen Sie sich!

rock a boogie beaten
 
30
ja ja

ihre Umwegrentabilität ist wahrlich sehr hoch.
Solange sie die Dummheit ihrer Fans befriedigt, habe ich nichts dagegen, dass sie dadurch schon ausgesorgt hatte als sie noch in ihrer Mutters Bauch lag.

Chien de Pique
01
Ausgesorgt haben aber alle, die in reiche Familien hineingeboren werden; das träfe auf die Windsors

(auch wenn die Gerüchte über ihren Wohlstand teilweise übertrieben sind, so märchenhaft ist der im Vergleich nicht) allemal weiter zu, auch in einer Republik bliebe ihnen ja ihr Privatvermögen, sofern diese Republik noch ein Rechtsstaat wäre. Die Staatsform legt hier nicht den Reichtum per Geburt fest, sondern primär die Aufgaben und Pflichten - anders als in anderen reichen Familien. In anderen solchen (zB ErbInnen eines Popstars oder ProfiteurInnen einer Familienstiftung, was haben die jemals geleistet?, haben aber auch im Mutterleib ausgesorgt) würde sich etwa kaum einer auf trostlose und gefährliche Militärkarrieren einlassen oder noch im Greisenalter arbeiten.
Ein schlichterer Stil und mehr Sparsamkeit wäre aber natürlich angebracht.

rock a boogie beaten
 
00
hm?

es gibt zig Fälle, wo die Erben das Vermögen ihrer Eltern ziemlich schnell durchgebracht haben (z.B. Krupp, Oppenheim, etc.).
Bei Adeligen ist das schon viel schwieriger.

Chien de Pique
00

Durchbringen kann man es (wenn man es erst einmal hat), aber leichter als ein großes Familienvermögen zu verjuxen ist es seit 100 Jahren wohl allemal, eine Krone zu verspielen.

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