Breitband-Zugänge in Europa verdoppelt

11. Juni 2003, 18:21
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IDC: Provider müssen eigenständiges Profil entwickeln

Marktforscher IDC sieht ein ungebrochenes Wachstum bei Breitbandanschlüssen in Europa. Das vergangene Jahr brachte eine Verdopplung der Anzahl auf über 13,4 Mio. Anschlüsse. Die Umsätze im Breitbandgeschäft erreichten europaweit 3,4 Mrd. Euro. Das rasante Wachstum werde kurzfristig auch durch einen zunehmenden Wettbewerb angetrieben, so IDC. Langfristig wird Breitband nach den Einschätzungen des Marktforschers allerdings vor allem durch entsprechende Content-Angebote gefördert.

Fundamente für das Wachstum

"Die zunehmende Verbreitung von Breitband-Services, größere Auswahlmöglichkeiten für die Kunden und geringere Preise sowie eine zunehmende Internetnutzung waren das Fundament für das Wachstum im vergangenen Jahr", erklärte Hein Bakkers, Senior Analyst bei IDC für Breitband. "In dem zunehmend gesättigten Markt müssen die Anbieter von Breitband allerdings ihre Produktpalette weiter ausdifferenzieren, um möglichst viele Kunden ansprechen."

IDC geht davon aus, dass bis zum Jahr 2005 in Europa 62 Mio. Breitband-Anschlüsse verwendet werden. Der Umsatz aus dem Breitbandgeschäft wird für 2005 mit 23 Mrd. Dollar angenommen. Die bevorzugte Anschlusstechnologie war 2002 in Europa DSL, die mehr als 70 Prozent aller Anschlüsse ausmachte. Deswegen wird auch weiterhin trotz des zunehmenden Wettbewerbs und Maßnahmen der Wettbewerbsbehörden der Markt von den ehemaligen Telekom-Monopolisten und ihren ISP-Töchtern beherrscht. Deren führende Position wird allein durch ihre Größe und Marktmacht einzementiert.(pte)

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IDC

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