Microsoft will weiter um Münchner Computer kämpfen

11. Juni 2003, 18:09
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Konzern will Entscheidung der Stadt nicht hinnehmen, auf das Konkurrenz-System Linux umzusteigen

Microsoft Deutschland will laut einem Zeitungsbericht weiter um die Ausstattung der 14.000 Computer der Stadtverwaltung München kämpfen.

Günstiger

Unternehmenschef Jürgen Gallmann wolle die Entscheidung der Stadt nicht hinnehmen, auf das Konkurrenz-System Linux umzusteigen, schreibt das Magazin Capital am Mittwoch. Er habe das günstigere Angebot gemacht.

Hoffnungsträger CSU

Gallmann setzt nun auf eine Intervention der CSU und der Regierung von Oberbayern.

Ende Mai hatte der Stadtrat mit der Mehrheit von Rot-Grün entschieden, das verwendete Betriebssystem Windows nicht zu erneuern, sondern durch ein auf einer offenen Entwicklungsplattform basierendes System zu ersetzen.Die endgültige Vergabe des Auftrags soll allerdings erst im Frühjahr erfolgen.

München ist die erste deutsche Großstadt, die zu Linux wechselt.

Ernster Konkurrent von Windows

Das jedermann zugängliche Linux ist bei Betriebssystemen der einzige ernst zu nehmende Konkurrent von Windows. Es war Anfang der 90er von dem finnischen Studenten Linus Torvalds entwickelt worden, der es später im Internet veröffentlichte und alle Programmierer aufforderte, es weiter zu entwickeln. Die Kernsoftware selbst kostet den Anwender wenig oder gar nichts. (APA/dpa/Reuters)

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    Trotz persönlichen Einsatzes von Microsoft-Chef Ballmer steigt München auf Linux um

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