Superreiche wurden 2002 noch reicher

11. Juni 2003, 16:29
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Dollar-Millionäre wurden um 3,6 Prozent reicher - Ein Prozent halten bis zu 40 Prozent des Weltvermögens - 60.000 Dollar-Millionäre in Österreich

Wien - Für die weltweit reichsten Privatpersonen war auch 2002 trotz Konjunkturschwierigkeiten und nachgebender Aktienmärkte ein sehr gutes Jahr. Wohlhabende Privatleute mit einem Finanzvermögen (ohne Immobilienwerte) von über einer Million US-Dollar konnten ihr Kapital trotzdem um 3,6 Prozent vermehren. Der Club der Superreichen wuchs im vergangenen Jahr um 200.000 Personen oder 2,1 Prozent auf 7,3 Millionen Mitglieder. Gemeinsam scheffelten die sogenannten "High Net Worth Individuals" 25,9 Bill. Euro, geht aus dem "World Wealth Report 2003" von Cap Gemini Ernst & Young und Merrill Lynch hervor.

Ein elitärer Kreis von 58.000 Ultra-Reichen verfügt sogar über mehr als je 30 Mio. US-Dollar. "Die 7,3 Millionen Wohlhabenden - weniger als 1 Prozent der Weltbevölkerung - halten damit zwischen 25 und 40 Prozent des gesamten Weltvermögens", erklären die Autoren der Studie am Mittwoch.

60.000 Dollar-Millionäre in Östtereich

In Österreich belief sich 2002 die Zahl der Dollar-Millionäre nach vorläufigen Zahlen auf rund 60.000 Einzelpersonen. Trotz eines Kapitalwachstums von 3,9 Prozent verzeichneten die heimischen Wohlhabenden den schwächsten Zuwachs seit Erscheinung der "World Wealth Reports" vor sieben Jahren. "Das globale Vermögenswachstum ist auf das anhaltende Wachstum des Bruttoinlandsprodukts und der Sparquote in den meisten Ländern zurückzuführen", so Fabian Frohn von Cap Gemini Ernst & Young. Dennoch hätten fallende Aktienkurse das globale Wachstum der Superreichen im Vergleich zu den 90er-Jahren gebremst.

Die höchste Dichte an Mega-Reichen weist Europa auf. Ein Drittel des globalen Vermögens der Wohlhabenden entfällt auf diese Region. Die Anzahl an Personen mit 7-stelligem Kontostand erhöhte sich in West-, Mittel- und Osteuropa 2002 um 3,9 Prozent oder 100.000 Personen auf 2,6 Millionen Menschen. Ihr Vermögen wuchs um 4,8 Prozent oder 381 Mrd. Euro auf 8,4 Bill. Euro an.

Risiko minimieren, Erträge maximieren

Die Mehrzahl der Wohlhabenden konnten ihren Kontostand mit der Strategie, das Risiko zu minimieren und die Erträge zu maximieren, erhöhen. Die meisten der Reichen verfolgten konservative Veranlagungsstrategien mit Bargeld und festverzinslichen Wertpapieren, so Frohn. "Die Reichen hielten zwar ihre Aktienpositionen, vermieden aber, neues Kapital in den Aktienmarkt zu investieren", erklärte Frohn.

Für die Wohlhabenden sieht auch die Zukunft rosig aus - zumindest finanziell, wie aus dem Bericht hervorgeht. Die Autoren gehen bis 2007 von einem komfortablen Jahreswachstum von 7 Prozent bei den Superreichen aus. Insbesondere das prognostizierte Wachstum des weltweiten Bruttosozialproduktes sei ein "positives Signal" für Millionäre.(APA)

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