"Meditationen"

In Sri Lanka, aber auch in der Zeitung

5. Februar 2012, 19:21

Das "museum in progress" öffnet einen eurasischen Ausstellungsraum

Colombo/Wien - Der unabhängige Kunstverein "museum in progress", 1990 von Kathrin Messner und Joseph Ortner gegründet, war und ist Wegbereiter und Vermittler von Kunst im öffentlichen Raum. Als Trägermedien und Projektionsflächen dienen Plakatwände, überdimensionale Fassaden, Fernsehen, Internet und Printmedien wie der Standard.

Im Zuge der seit 1. Februar zum zweiten Mal in Sri Lanka stattfindenden Colombo Art Biennale 2012 versammeln Museumsdirektor Roman Berka und Kurator Suresh Jayaram Arbeiten internationaler Künstler. Unter dem Titel Mediationen präsentieren bildende Künstler ihre Positionen in Bezug auf aktuelle Veränderungsprozesse - auf lokaler (Sri Lanka), kontinentaler (Asien) und globaler Ebene. Reale Metamorphosen des Lebens, des Erlebens, des Alltags werden visualisiert.

Österreich ist durch Hanna Hollmann und Hans Schabus vertreten, die Niederlande durch Erik van Lieshout, die USA durch Martha Rosler, Norwegen durch Erik Pirolt. Die interkontinentale Kollaboration ergänzen N. S. Harsha aus Indien sowie die heimischen, aus Sri Lanka stammenden Nachwuchskünstler Pradeep Chandrasiri, Janananda Laksiri, Anoli Perera, Pala Pothupitiye, Vaidehi Raja, Anomaa Rajakaruna, Pradeep Thalawatta, Chandraguptha Thenuwara und Jagath Weerasinghe. Zeitgenössische Kunst, politisch, pointiert, inspiriert, konspirativ und assoziativ.

Akkordierend werden ab 6. Februar in loser Folge drei Tageszeitungen der Wijeya-Newspaper-Gruppe in Sri Lanka - Daily Mirror, Daily Financial Times und Sunday Times - sowie der Standard (siehe Abb. links) speziell für das Printmedium geschaffene Kunstwerke publizieren. Dabei soll der demokratische Kunstbegriff freier Kulturvermittlung direkt in Kontakt mit gesellschaftlichem und politischem Konfliktpotenzial treten. (Gregor Auenhammer  / DER STANDARD, Printausgabe, 6.2.2012)

Kommentar posten
Posten Sie als Erste(r) Ihre Meinung

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.