Berlin - Deutschland sichert sich laut einem Pressebericht den
Zugang zu wichtigen Rohstoffen, den sogenannten seltenen Erden, in Kasachstan.
Deutsche Unternehmen dürften in der zentralasiatischen Republik künftig nach den
begehrten seltenen Erden suchen und diese unter Umständen auch fördern und
exportieren, berichtete der Berliner "Tagesspiegel" (Montagsausgabe). Das gehe
aus einem Abkommen zur strategischen Zusammenarbeit hervor, das die
Bundeskanzlerin Angela Merkel und der kasachische Präsident Nursultan Nasarbajew
am kommenden Mittwoch in Berlin unterzeichnen wollten.
Die Zeitung berief sich auf das Umfeld des Ost-Ausschusses der deutschen
Wirtschaft. Dieser habe in den vergangenen zwei Jahren an der Ausarbeitung des
Abkommens mitgewirkt. Seltene Erden ist die Bezeichnung für einige Metalle, die
zur Produktion von Hightech-Produkten benötigt werden - unter anderem beim Bau
von Magneten in der Windkrafttechnologie oder auch in Batterien von
Elektro-Autos.
Derzeit liefert China 95 Prozent dieser wirtschaftlich wichtigen Metalle für
den Weltmarkt. In letzter Zeit hat die Volksrepublik den Export jedoch stark
eingeschränkt. Ende Jänner schlossen sich zwölf deutsche Unternehmen zu einer
Allianz zur Rohstoffsicherung zusammen, um die Versorgung der Industrie mit
Rohstoffen zu sichern und Versorgungsengpässe zu vermeiden. (APA)